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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Schram­berg Kirn­bach wird wie­der natür­li­cher

Kirnbach wird wieder natürlicher

Aus­schuss emp­fiehlt Kirn­bach Rena­tu­rie­rung

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SCHRAMBERG  (him) –  Der ers­te Bau­ab­schnitt  der seit Jah­ren geplan­ten Kirn­bach-Rena­­tu­­rie­­rung rückt näher mit den Stim­men von SPD-Bun­t­­specht, frei­er Lis­te und ÖDP, bei Ent­hal­tung der CDU beschloss der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik, dem Gemein­de­rat zu emp­feh­len, einen Sperr­ver­merk im Haus­halt auf­zu­he­ben.

Wenn jetzt die Zuschüs­se des Lan­des geneh­migt wer­den, kön­nen die Bau­ar­bei­ter im kom­men­den Win­ter den Bach in eine ursprüng­li­che­re Gestalt zurück ver­wan­deln. Die Kos­ten wer­den etwa 240.000 Euro betra­gen, wobei das Land knapp 180.000 euro über­nimmt.

Tief­bau­chef Klaus Dezem­ber hat­te den Aus­schuss­mit­glie­dern berich­tet, dass die was­ser­recht­li­che Geneh­mi­gung vor­lie­ge und  der för­der­an­trag lau­fe, eine Ent­schei­dung aber  vom Votum des Rats abhän­ge. Der Bio­lo­gie­in­ge­nieur Dr. Alfred Win­ski schil­der­te die geplan­ten Maß­nah­men auf den 470 Metern des ers­ten Bau­ab­schnitts. Hier sol­len Stahl­stif­te von  alten, ver­ros­te­ten Gabio­nen ent­fernt und Draht­res­te besei­tigt wer­den. Die Stei­ne sind inzwi­schen von Pflan­zen­wur­zeln über­wach­sen und  blei­ben, so Win­ski.

Die neue­ren Gabio­nen wer­den, weil sie in den Bach zu kip­pen dro­hen, eben­falls abge­baut. Im Bach selbst wer­den Bau­ar­bei­ter die alten Holz­schwel­len und ande­re künst­li­che Hin­der­nis­se ent­fer­nen, um den Bach für Fische und Klein­le­be­we­sen  zu besei­ti­gen. An den Bach­ufern will Win­ski mit Hecken­buschla­gen, Wei­den und „Rau­bäu­men“  Hang­rut­schun­gen ver­hin­dern. Erschwert wür­den die Arbei­ten durch eini­ge Bio­to­pe im Kirn­bach­tal. Ziel der Maß­nah­me sei auch „groß­flä­chi­ge Ero­sio­nen zu ver­hin­dern“.

Jür­gen Kaupp (CDU) woll­te wis­sen, ob nach der Maß­nah­me ein bes­se­rer Hoch­was­ser­schutz zu erwar­ten sei. Win­ski erläu­ter­te, es hand­le sich nicht um „klas­si­schen, son­dern prä­ven­ti­ven Hoch­was­ser­schutz.“ Er wer­de ver­mie­den, dass bei Hoch­was­ser Mate­ri­al von Rut­schun­gen tal­ab­wärts geschwemmt und dort grö­ße­re Schä­den anrich­tet. Im Bereich selbst sei es kein Hoch­was­ser­schutz.

 

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