DEISSLINGEN (mm) – Es war ein klei­nes, aber sehr fei­nes Kon­zert, das die Hap­py Jazz Sin­gers am Sonn­tag­abend in der Senio­ren­re­si­denz Lau­ren­ti­us gaben. Und das dort für ein rich­tig vol­les Haus sorg­te.

Mer­ry Christ­mas ever­y­bo­dy“ kennt man, doch in der Ver­si­on der fünf Sän­ger unter der Lei­tung von Mari­an­ne Brun­ner, die die Kla­vier­be­glei­tung sou­ve­rän über­nahm, ent­stand aus dem Stück etwas ganz Beson­de­res. Den „Drum­mer Boy“ sang Bas­sist Johan­nes Hells­tern solo, nur beglei­tet von Joa­chim Brun­ner an der Trom­mel – obli­ga­to­risch! – und Mari­an­ne Brun­ner am Pia­no. Wun­der­schön auch das Solo von Sopra­nis­tin Chris­ti­na Hells­tern, die den „Weih­nachts­frie­den“ von René Kol­lo wun­der­bar into­nier­te.

Sau­ber abge­stimm­te, star­ke Stim­men und eine aus­ge­wo­ge­ne Mischung von Jazz, Pop, Folk und Gos­pel machen die Auf­trit­te der Hap­py Jazz Sin­gers zu etwas Außer­ge­wöhn­li­chen, die Freu­de am Musi­zie­ren und die lang­jäh­ri­ge Erfah­rung als Ensem­ble sind spür­bar. Klei­ne Cho­reo­gra­phi­en, die das Gan­ze abrun­den und spä­tes­tens beim schot­ti­schen Tra­di­tio­nal „Ama­zing Grace“ geht auch dem letz­ten Zuhö­rer das Herz auf.

Egal, ob Max Regers „Schlaf wohl, du Him­mels­kna­be“ oder „San­ta Claus is com­ing to town“ – die Zuhö­rer lie­ßen sich mit­rei­ßen und beim „Kalen­der­lied“ von Altis­tin Sabi­ne Gück auch zum mit­sin­gen auf­for­dern. Ein Pro­gramm von fest­lich bis fet­zig, und am Ende noch mit einer guten Por­ti­on Humor, dann näm­lich mit dem „Weih­nachts­kom­plet“ von Franz Gro­the, das Tenor Joa­chim Brun­ner zum Bes­ten gab: Nadeln­de Christ­bäu­me, gräu­li­che Schals und nicht pas­sen­de Hem­den für Onkel Gus­tav, doch am Ende die Auf­for­de­rung, inmit­ten all der Geschen­ke und Schlem­me­rei­en die Not und Armut ande­rer nicht zu ver­ges­sen.

Das Publi­kum war begeis­tert und erklatsch­te gleich zwei Zuga­ben, die das Quin­tett ger­ne gab und sich schließ­lich mit dem Gas­sen­hau­er „Champs Ely­se­es“ end­gül­tig ver­ab­schie­de­te. Ein Erfolg, über den sich auch Klaus Klink, Lei­ter der Senio­ren­re­si­denz, freu­te und gleich eine Wie­der­ho­lung ins Auge fass­te.