Zahlreiche Besucher gab es bei der Vernissage des Kunsttreffs Dietingen. Fotos: al

Rott­weil (al). Auf gro­ßes Inter­es­se ist die Eröff­nung einer Aus­stel­lung in der Gale­rie Etage2 gesto­ßen. 18 Künst­ler des Kunst­treffs Die­tin­gen zei­gen dort mehr als 100 Arbei­ten. Besu­cher gab es beim Start sogar noch mehr.

 
 

Luft­li­nie sind es nur weni­ge Kilo­me­ter. Gefühlt ist der Abstand zwi­schen Die­tin­gen und Rott­weil in man­cher Hin­sicht jedoch oft grö­ßer. Umso bemer­kens­wer­ter, dass der Kunst­treff Die­tin­gen die Distanz nun über­win­det und sei­ne Mit­strei­ter erst­mals auf städ­ti­schem Ter­rain prä­sen­tiert.

Erfah­ren konn­te das Publi­kum dabei, dass die­se Platt­form seit 2008 Krea­ti­ve – nicht nur aus Die­tin­gen – zusam­men­bringt und bereits rund 30 Aus­stel­lun­gen orga­ni­siert hat. Ein­ge­bet­tet ist der Kunst­treff, den Albert Schei­ble, einer der Initia­to­ren, als „Kul­tur­schmie­de von Die­tin­gen“ apo­stro­phier­te, in die rege ört­li­che Erwach­se­nen­bil­dung.

 

Pro­mi­nen­tes Aus­hän­ge­schild der Aus­stel­lung ist der Foto­graf Die­ter Bau­er, der mit aus­ba­lan­cier­ten Bild­kon­struk­tio­nen Prei­se erhal­ten hat. Vier Teil­neh­mer arbei­ten mit Holz: Chris­ti­an Gogol­lok zeigt abs­trak­te schwar­ze Skulp­tu­ren, Hel­mar Mei­er lotet hap­ti­schen Qua­li­tä­ten des Werk­stof­fes aus, Elke Ober­le (Vil­lin­gen­dorf) fügt gesäg­te Tei­le zusam­men, Frank Bur­kard bet­tet in sei­nen Inlays zer­furch­te alte Höl­zer in neue Kon­tex­te ein. Eben­falls plas­tisch arbei­tet Susan­ne See­bur­ger (Irs­lin­gen), die in Kera­mi­ken das The­ma Durch- und Auf­brü­che vari­iert.

Susan­ne Fär­ber (Rott­weil) expe­ri­men­tiert in Col­la­gen mit Well­pap­pe, Son­ja King (Dun­nin­gen) mit Rost­tech­nik auf Holz. Ange­li­ka Hol­we­ger (Trich­t­in­ger) ist mit mehr­far­bi­gen Holz­schnit­ten ver­tre­ten.

 Groß ist der Anteil der Male­rei­en. Fran­zis­ka Teu­fel kon­zen­triert sich auf Weiß­tö­ne, bei Andre­as Szo­bo­vich steht die schnel­le Mal­be­we­gun­gen im Vor­der­grund. Ute von Zep­pe­lin (Dun­nin­gen) legt beson­de­ren Wert auf har­mo­ni­sche Farb­ge­bung.

Johan­na Wörz arbei­tet mit impres­sio­nis­tisch anmu­ten­der Far­big­keit, ähn­lich Son­ja Haas, die Monets See­ro­sen vari­iert. Maria Kam­me­rer (Bösin­gen) kom­bi­niert Far­ben unge­wohnt. Bir­git Kraut­hei­mer schließ­lich, die auch in die Aus­stel­lung ein­führ­te, stellt der­zeit das The­ma Cha­os der grie­chi­schen Mytho­lo­gie in den Mit­tel­punkt.

Albert Schei­ble nahm die Ver­an­stal­tung sport­lich und sprach vom ers­ten „Aus­wärts­spiel“ des Kunst­treffs. Bei der Ver­nis­sa­ge tauch­te zwar kein Geg­ner auf, aber man hat­te deut­lich den Ein­druck, dass die Man­schaft mit einem gemisch­ten Team aus Pro­fis und Ama­teu­ren die­ses Spiel gewon­nen hat.

Info: Die Aus­stel­lung ist bis 26. Juli mitt­wochs, don­ners­tags und frei­tags und sonn­tags von 14 bis 17 Uhr sowie sams­tags von 10.30 Uhr bis 14 Uhr geöff­net.