Krimi-Dinner beim Italiener: Ein unterhaltsamer, kurzweiliger Abend

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Mal nicht nur Piz­za und Pas­ta. Son­dern Blut, eine Lei­che und Geläch­ter bei def­ti­ger schwä­bi­scher Mund­art. Und Blut­wurst­sa­lat (lecker!) sowie Rote-Bete-Gno­c­chi (noch lecke­rer!): Am Frei­tag­abend hat­te das Kri­mi­nal­d­in­ner im ”Da Mar­ti­na”, dem Ita­lie­ner beim Rott­wei­ler Sta­di­on Pre­mie­re. Sie ist gelun­gen.

Der Rate­block. Von Man­chen sehr ernst­haft und eines Kom­mis­sars wür­dig aus­ge­füllt. Von Ande­ren – nicht so. Foto: gg

Das Erstaun­lichs­te zunächst: Wenn auch der Kri­mi nicht gera­de über­trie­ben die Ner­ven kit­zel­te, wenn auch die im Nord­schwarz­wald ange­sie­del­te Geschich­te doch sehr dörf­lich daher­kam – es war offen­bar Unter­hal­tung pur. Hand aufs Herz: Wer hat zuletzt vol­le drei­ein­halb Stun­den mit der Liebs­ten beim Ita­lie­ner zuge­bracht, ohne sich auch nur eine hal­be Minu­te zu lang­wei­len oder ver­schämt nach der hei­mi­schen Couch und Net­flix zu seh­nen? Will hei­ßen: Dass sich Din­ner und Kri­mi abwech­seln, sorgt für genau das: Abwechs­lung.

Das For­mat ist recht schnell erklärt, es macht bun­des­weit die Run­de, ist jetzt auch in Rott­weil ange­kom­men. Schau­spie­ler – mal mehr, mal, wie im ”Da Mar­ti­na” auch nur zwei – spie­len ein klei­nes Kri­mi­nal­stück in vier Akten, dazwi­schen wer­den Vor­spei­se, Haupt­gang und Nach­tisch ser­viert. Das Gan­ze gibt’s für einen statt­li­chen Preis, der aber der Dau­er durch­aus ange­mes­sen ist. Und den guten Spei­sen. Im ”Da Mar­ti­na” in zwei Menüs auf­ge­teilt, ein­mal kon­ven­tio­nell (die Blut­wurst, danach Kalbs­rou­la­de), ein­mal vege­ta­risch (ein Kraut-Man­da­­ri­­nen-Salat, danach die Gnoc­chi).

Im von Mar­ti­na und Mario San­se­ve­ri­no geführ­ten Restau­rant lief alles wie am Schnür­chen. Waren die bei­den Schau­spie­le­rin­nen – Lena Mall und Tina Schlech­ter – mit ihrem Part fer­tig, ser­vier­te das Küchen­team flott und freund­lich. Die 100 Gäs­te, der Abend war rest­los aus­ver­kauft, sind rasch bedient wor­den – und teils sehr indi­vi­du­ell, wer sich als Vega­ner oder Vege­ta­ri­er ange­kün­digt hat­te, bekam ein eigens auf ihn zuge­schnit­te­nes Mahl.

Dazwi­schen hieß es Mitra­ten: Wer hat den Klin­gen­mai­er Rudi umge­bracht? Wer hat ihn mit der Mist­ga­bel mal­trä­tiert? Das Mitra­ten gelang viel­leicht des­halb nicht ganz so dol­le, weil die Sto­ry genau­ge­nom­men nicht all­zu vie­le Hin­wei­se gebo­ten hat. Und weil dann eine Lösung prä­sen­tiert wur­de, die sich ein ARD-Tat­ort am Sonn­tag nie­mals erlaubt hät­te.

Und trotz­dem: Es hat Spaß gemacht, das Publi­kum wur­de sanft und nie gegen sei­nen Wil­len ein­be­zo­gen, die Zeit ver­ging wie im Flu­ge. Ein genus­soller Abend mit Geläch­ter, unter­halt­sam und kurz­wei­lig.

Infos: www.das-kriminal-dinner.de und www.damartina-rottweil.de/

 

2 Kommentare

  1. Ger­ne möch­ten wir uns als Ver­an­stal­ter Gas­tro­no­mie hier­zu äus­sern. Ger­ne neh­men wir Kri­tik auf.

    Als ers­tes zu dem Preis, die Auf­tei­lung Menü ./. Thea­ter­stück ist 38 % des Prei­ses für das Menü 62 % für das Schau­spiel. Wir sind der Mei­nung, dass der Anteil des Prei­ses für ein 3 – Gän­ge Menü ser­viert mit der ent­spre­chen­den Tisch­de­ko gerecht­fer­tigt ist. Gera­de bei die­ser Grup­pe waren wir sehr fle­xi­bel. Es war so, dass die Menüs im vor­ab bekannt waren und man zwi­schen dem nor­ma­len und dem vege­ta­ri­schen Menü wäh­len konn­te. Dies wur­de von der Grup­pe nicht gemacht. Selbst beim ein­tref­fen der Grup­pe wur­de die­se auf das Menü ange­spro­chen. Die Menüs waren zusätz­lich auf den Tischen aus­ge­legt. Beim ser­vie­ren der Vor­spei­sen woll­ten dann eini­ge Teil­neh­mer plötz­lich eine ande­re Vor­spei­se. Es wur­den dann wäh­rend dem ser­vie­ren noch 4 Vor­spei­sen umge­stellt. Kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit bei einer sol­chen Ver­an­stal­tung. Auf Nach­fra­ge beim abräu­men der Tel­ler, war anschei­nend noch alles gut.

    Soweit zum Teil Gas­tro­no­mie.

    Was den Teil Schau­spiel betrifft, so lei­ten wir die Kri­tik selbst­ver­ständ­lich an den Ver­an­stal­ter wei­ter. Wir hat­ten eigent­lich nicht den Ein­druck, dass es für die Grup­pe lang­wei­lig war, da die Grup­pe aktiv am Stück teil­ge­nom­men hat und an dem Abend auch sehr viel gelacht hat.

    Wir ken­nen und schät­zen die­se Grup­pe als lang­jäh­ri­ge Kund­schaft und hät­ten und gewünscht, dass Kri­tik­punk­te direkt an uns geäus­sert wer­den oder an den Ver­an­stal­ter. Ein Ver­tre­ter der Fir­ma war vor­ort und hat sich per­sön­lich vor­ge­stellt. Das ist lei­der nicht pas­siert. Nun kommt die­se Kri­tik über eine öffent­li­che Platt­form.

    Aber das ist wohl der Zeit­geist.

  2. Wir waren mit eine gro­ßen Grup­pe (12) anwe­send und waren nur ent­täuscht die gan­ze Auf­füh­rung ‚das Essen, die Requi­si­ten die Ton­qua­li­tät ein­fach alles war für 79€ pro Per­son völ­lig über­teu­ert und über­zo­gen, ich kann den Arti­kel nicht nachvollziehen.!Es sind Gäs­te sogar frü­her gegan­gen auch der Lärm­pe­gel war wäh­rend der Vor­füh­rung sehr laut da sich Gäs­te unter­hal­ten haben und der Auf­füh­rung kei­ne Auf­merk­sam­keit geschenkt haben . War ein­fach nur Ent­täu­schend. Preis- Leis­tung hat über­haupt nicht gepasst. Pure Abzo­cke!!
    Da ist jedes Lai­en­schau­spiel um Wel­ten bes­ser wie das die­ser Pro­fis und Agen­tur.
    Und das für 79€ Ein­fach nur Ent­täu­schend
    Wir haben uns sehr auf das sonst gute Essen gefreut und wur­den ein­fach nur Ent­täuscht das war nicht das la Mar­ti­na wie wir es ken­nen ! Ich schrei­be hier im Namen der gesam­ten Grup­pe.

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