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Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Regi­on Rott­weil Mäd­chen­chö­re ersin­gen 1738 Euro fürs Hos­piz

Mädchenchöre ersingen 1738 Euro fürs Hospiz

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DENKINGEN  – Die klei­ne Kir­che auf dem Drei­fal­tig­keits­berg platz­te aus allen Näh­ten, als am Sonn­tag­abend der Mäd­chen­chor Rott­weil und der Jun­ge Chor St. Ursu­la Vil­lin­gen ihr schon fast tra­di­tio­nel­les Bene­fiz­kon­zert für das Hos­piz gab.

Den Auf­takt mach­te ein sehr aktu­el­ler Wunsch, näm­lich der nach Frie­den: Mit dem Stück „Läu­tet uns zum Frie­den“ von Richard Rudolf Klein betra­ten die Sän­ge­rin­nen von hin­ten den Altar­raum, schon das allei­ne beein­druck­te. Umso mehr noch die Stim­men, glas­klar und wun­der­bar har­mo­nisch. Der ers­te Kon­zert­teil war ein geist­li­cher, der sich quer durch die Musik­ge­schich­te zog: Da war Bachs Cho­ral­vor­spiel (per­fekt into­niert von Ger­lin­de Putt­kam­mer) und sein Cho­ral „Ach bleib bei uns Herr Jesu Christ“ eben­so zu hören wie „Hebe dei­ne Augen auf“ von Anto­nin Dvor­ak oder das Agnus Dei von Bri­an Lewis.

Eine span­nen­de Stil­mi­schung bot auch Teil zwei, das den Bogen von Hen­ry Pur­cells „We the spi­rit oft he air“ oder „What the power are thou“ aus sei­ner Oper „King Arthur“ über Dvor­aks „Töne mein Gesang“ bis zu „Every breath you take“ von Poli­ce spann­te. Lie­be und Leid in unter­schied­lichs­ten Ver­sio­nen, gesun­gen in unter­schied­li­cher Beset­zung und ein­mal allei­ne von Rosa­lie Bott und Sarah Putt­kam­mer, ein­zig beglei­tet von Andre­as Putt­kam­mer am Cajon und sei­ner Frau Ger­lin­de am Kla­vier.

Klei­ne Beset­zung, gro­ßer Chor­klang – hier passt alles, die Stü­cke zu den Mäd­chen, auch wenn man­ches über­rascht, und die Stim­men zu den Wer­ken, auch wenn sie oft genug über­haupt nicht für einen Chor kom­po­niert wur­den. Andre­as Putt­kam­mer arran­giert es gekonnt und pas­send, dass man den Ein­druck bekommt, man hät­te nie eine ande­re Ver­si­on gehört. Das geht auch mit Jazz wie bei „The autumn lea­ves“ oder der Love sto­ry von Tay­lor Swift.

Und den Abschluss mach­te dann das Lied von U2 über Mar­tin Luther King, bei dem die gan­ze voll­be­setz­te Kir­che den Klang­tep­pich legen durf­te. Von wegen Abschluss – ohne Zuga­be durf­ten die Mäd­chen nicht gehen, und die gaben sie dann auch. Und die Zuhö­rer im Gegen­zug eine Men­ge Spen­den: 1738 Euro lagen am Ende in den Körb­chen.

Dar­über freut sich nun die Hos­piz­stif­tung, in deren Namen Hans-Peter Mat­tes dank­te: Es sei ein gro­ßes Geschenk, die­ses Kon­zert, und gleich­zei­tig der Auf­takt für das Geburts­tags­jahr des Hos­pi­zes, das jetzt fünf Jah­re alt wird. 380 Gäs­te habe man mit ihren Ange­hö­ri­gen beglei­tet, sei täg­lich auf dem Weg, Abschied zu neh­men, und auch die­se Bot­schaft hät­ten die Mäd­chen in ihrem Kon­zert rüber­ge­bracht. „Die Son­ne scheint für dich – dei­net­we­gen; und wenn sie müde wird, beginnt der Mond, und dann wer­den die Ster­ne ange­zün­det.“, zitier­te er Sören Kier­ke­gaard. Der nächs­te Auf­tritt der Mäd­chen­chö­re ist am 8. Mai das Mut­ter­tags­kon­zert im Rot­ten­müns­ter.

 

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