"Da hätt' ich Ihne noch was..." Kurt Hafner 2012 in seiner Wohnung im Tierstein. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG (pm) – Der vor einem Jahr ver­stor­be­ne Schram­ber­ger Kurt Haf­ner hat sei­ner Hei­mat­stadt vie­le wert­vol­le Fotos, Fil­me und Gedich­te hin­ter­las­sen. Zu sei­nem ers­ten Todes­tag wird am kom­men­den Sonn­tag im Stadt­ar­chiv eine Aus­wahl die­ses Erbes zu sehen und zu hören sein. Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann über Haf­ner und die Mati­nee:

Kurt Haf­ner starb kurz nach sei­ner Frau Ger­trud Haf­ner am 17. Juli 2015 im Alter von 89 Jah­ren in Rott­weil. Weni­ge Tage spä­ter wur­de das Ehe­paar, das in der Tier­stein­stra­ße 48 wohn­te, im engs­ten Fami­li­en- und Freun­des­kreis in einem Baum­grab auf dem Fried­hof am Para­dies­berg bei­gesetzt. Das umfang­rei­che Foto- und Film­ar­chiv wur­de von den bei­den Söh­nen Ger­hard und Wolf­gang Haf­ner dem Stadt­ar­chiv anver­traut, das Kurt Haf­ner regel­mä­ßig besuch­te.

Der Schram­ber­ger aus dem Jahr­gang 1926 war mit sei­ner Hei­mat­stadt zeit­le­bens eng ver­bun­den und hat sich mit gro­ßer Lei­den­schaft für sie enga­giert, ins­be­son­de­re als Vor­sit­zen­der der Foto­gil­de, die er von 1954 bis 1985 führ­te. In sei­ner Amts­zeit stell­te die Foto­gil­de eine bemer­kens­wer­te Aus­stel­lung zum 100-jäh­ri­gen Stadt­ju­bi­lä­um im Jahr 1967 zusam­men, die zusam­men mit ande­ren Initia­ti­ven wie den Gra­bun­gen der Burg­pio­nie­re im Jahr 1979 zur Grün­dung des heu­ti­gen Stadt­mu­se­ums führ­te.

In der Mati­nee wird Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann über das Leben von Kurt Haf­ner berich­ten. Aus sei­nem fil­mi­schen und foto­gra­fi­schen Schaf­fen wer­den die mit gro­ßer Lie­be zu sei­ner Hei­mat­stadt gedreh­ten Fil­me „Schram­berg. Das Bild einer Stadt“ (1983) und „Fas­net in Schram­berg“ (1981) zu sehen sein, die für alte und jun­ge Schram­ber­ger vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len „Mar­ken­bil­dung“ sehens­wert sind. Ergänzt wer­den die bei­den Fil­me durch eine Aus­wahl sei­ner Fotos mit Schram­ber­ger Moti­ven.

Unter dem Namen „Poet vom Hum­mel­berg“, der alten Bezeich­nung für den Tier­stein, ver­fass­te Kurt Haf­ner im Alter auch zahl­rei­che humor­vol­le und kri­ti­sche Gedich­te über das Zeit­ge­sche­hen, die er bei Fast­nachts­bäl­len und Senio­ren­nach­mit­ta­gen vor­trug und die mit­un­ter auch in der Zeit­schrift „D’Kräz“ des Muse­ums- und Geschichts­ver­eins Schram­berg erschie­nen sind. Harald Bargen­da, Elfi Bonert, Johan­nes Grimm und Cars­ten Kohl­mann, die mit Kurt Haf­ner freund­schaft­lich ver­bun­den waren, wer­den zwi­schen den Fil­men und Fotos den „Poe­ten vom Hum­mel­berg“ auch mit eini­gen sei­ner Gedich­te in Erin­ne­rung rufen.

Info: Die Mati­nee fin­det am Sonn­tag, den 17. Juli 2016, von 11 bis 13 Uhr im Stadt­ar­chiv Schram­berg (Am Ham­mer­gra­ben 8) statt.