Matinee zur Erinnerung an Kurt Hafner

Präsentation seiner Fotos, Filme und Gedichte im Stadtarchiv Schramberg am Sonntag, 17. Juli 11 Uhr

"Da hätt' ich Ihne noch was..." Kurt Hafner 2012 in seiner Wohnung im Tierstein. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG (pm) – Der vor einem Jahr ver­stor­be­ne Schram­ber­ger Kurt Haf­ner hat sei­ner Hei­mat­stadt vie­le wert­vol­le Fotos, Fil­me und Gedich­te hin­ter­las­sen. Zu sei­nem ers­ten Todes­tag wird am kom­men­den Sonn­tag im Stadt­ar­chiv eine Aus­wahl die­ses Erbes zu sehen und zu hören sein. Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann über Haf­ner und die Mati­nee:

Kurt Haf­ner starb kurz nach sei­ner Frau Ger­trud Haf­ner am 17. Juli 2015 im Alter von 89 Jah­ren in Rott­weil. Weni­ge Tage spä­ter wur­de das Ehe­paar, das in der Tier­stein­stra­ße 48 wohn­te, im engs­ten Fami­li­en- und Freun­des­kreis in einem Baum­grab auf dem Fried­hof am Para­dies­berg bei­gesetzt. Das umfang­rei­che Foto- und Film­ar­chiv wur­de von den bei­den Söh­nen Ger­hard und Wolf­gang Haf­ner dem Stadt­ar­chiv anver­traut, das Kurt Haf­ner regel­mä­ßig besuch­te.

Der Schram­ber­ger aus dem Jahr­gang 1926 war mit sei­ner Hei­mat­stadt zeit­le­bens eng ver­bun­den und hat sich mit gro­ßer Lei­den­schaft für sie enga­giert, ins­be­son­de­re als Vor­sit­zen­der der Foto­gil­de, die er von 1954 bis 1985 führ­te. In sei­ner Amts­zeit stell­te die Foto­gil­de eine bemer­kens­wer­te Aus­stel­lung zum 100-jäh­ri­gen Stadt­ju­bi­lä­um im Jahr 1967 zusam­men, die zusam­men mit ande­ren Initia­ti­ven wie den Gra­bun­gen der Burg­pio­nie­re im Jahr 1979 zur Grün­dung des heu­ti­gen Stadt­mu­se­ums führ­te.

In der Mati­nee wird Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann über das Leben von Kurt Haf­ner berich­ten. Aus sei­nem fil­mi­schen und foto­gra­fi­schen Schaf­fen wer­den die mit gro­ßer Lie­be zu sei­ner Hei­mat­stadt gedreh­ten Fil­me „Schram­berg. Das Bild einer Stadt“ (1983) und „Fas­net in Schram­berg“ (1981) zu sehen sein, die für alte und jun­ge Schram­ber­ger vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len „Mar­ken­bil­dung“ sehens­wert sind. Ergänzt wer­den die bei­den Fil­me durch eine Aus­wahl sei­ner Fotos mit Schram­ber­ger Moti­ven.

Unter dem Namen „Poet vom Hum­mel­berg“, der alten Bezeich­nung für den Tier­stein, ver­fass­te Kurt Haf­ner im Alter auch zahl­rei­che humor­vol­le und kri­ti­sche Gedich­te über das Zeit­ge­sche­hen, die er bei Fast­nachts­bäl­len und Senio­ren­nach­mit­ta­gen vor­trug und die mit­un­ter auch in der Zeit­schrift „D’Kräz“ des Muse­ums- und Geschichts­ver­eins Schram­berg erschie­nen sind. Harald Bargen­da, Elfi Bonert, Johan­nes Grimm und Cars­ten Kohl­mann, die mit Kurt Haf­ner freund­schaft­lich ver­bun­den waren, wer­den zwi­schen den Fil­men und Fotos den „Poe­ten vom Hum­mel­berg“ auch mit eini­gen sei­ner Gedich­te in Erin­ne­rung rufen.

Info: Die Mati­nee fin­det am Sonn­tag, den 17. Juli 2016, von 11 bis 13 Uhr im Stadt­ar­chiv Schram­berg (Am Ham­mer­gra­ben 8) statt.