Blick aus dem Discus bT-Cockpit von Jörg Ott auf Markus Heller, der in die Thermik einkreist.

Zerrissene Thermik und Arbeitshöhen, die kaum bis zweitausend Meter über Meeresspiegel reichen, machen den Segelfliegern des Aeroclubs Klippeneck das Leben schwer. Mit langen Flügen über den Schwarzwald und über die schwäbische Alb schafften sie es dennoch, den elften Platz in der Landesliga zu halten und ihren Vorsprung vor dem zwölften Platz von sechs auf 17 Punkte zu erhöhen. In der bundesweit gewerteten Qualiliga rutschten sie vom 55. auf den 65. Platz ab.

 

In der Mannschaftswertung erflog sich Matthias Haffelmann auf seiner DG 808 C den ersten Platz mit 69,64 Punkten (79,04 km/h). Markus Heller erreicht mit seinem privaten Discus bT den zweiten Platz mit 66,41 Punkten (69,89 km/h). Auf dem dritten Platz landet Jörg Ott im Vereins-Discus bT mit 65,09 Punkten (68,5 km/h). Friedrich Oertmann belegte mit 57,79 Punkten (60,82 km/h) den vierten Platz im zweiten Vereins-Discus. Stefan Holderied, in der Vereins-LS4 mit 48,11 Punkten (49,55 km/h) und Alexander Reuss im Vereins-Duo Discus mit 41,35 Punkten (44,45 km/h) belegen die Plätze fünf und sechs.

 

Matthias Haffelmann startete als erster am ersten Wertungstag und machte sich bereits kurz nach elf Uhr auf den Weg in den Schwarzwald. Sein Flug führte ihn von Bonndorf nach Freudenstadt und wieder hinab bis nach Höchenschwand, doch das Aussehen der Quellwolken trog, und die Thermik war nicht so ergiebig, so dass er sich entschloss, doch die Strecke über der Schwäbischen Alb zu versuchen. Hier arbeitete er sich noch bis zu seinem letzten Wendepunkt in Giengen an der Brenz. Auf den letzten Kilometern seines fast 500 Kilometer langen Fluges war er in der nachlassenden Thermik gezwungen, seinen Motor einzusetzen, um nach knapp acht Stunden seinen Heimatflugplatz zu erreichen.

 

Markus Heller, Jörg Ott und Friedrich Oertmann starteten gegen 12 Uhr und versuchten, im Teamflug die Schwäbische Alb möglichst weit nach Osten hinauf zu fliegen. An Albstadt vorbei ging es weiter über Blaubeuren und Ulm bis Gundremmingen, wo sich die drei Piloten auf Grund von schwer zu zentrierenden Bärten (Thermikschläuchen) entschlossen, den Rückweg anzutreten. Von diesem Wendepunkt an trennen sich die Wege der drei. Markus Heller, der die beste Linie erwischte, flog fast dieselbe Strecke zurück und schaffte dabei die beste Geschwindigkeit. Jörg Ott versuchte es weiter südlich und flog parallel zur Donau die Alb hinab, über Mengen und Leibertingen zurück zum Klippeneck, wo er nach fünf Stunden landete. Friedrich Oertmann, der in der niedrigsten Höhe am Wendepunkt ankam, verlor danach immer weiter an Höhe und hatte den Finger schon am Startknopf für den Motor, als er schließlich doch noch den rettenden Aufwind fand. Durch diesen „Absacker“ fiel er hinter seine Teamkollegen zurück und flog dann das Donautal entlang aufs Klippeneck.

 

Stefan Holderied und Alexander Reuss versuchten mit ihren Flügen am zweiten Wertungstag, den zwischenzeitlich siebten Rundenplatz zu verteidigen. Bei ihren Flügen in den Schwarzwald fanden sie in der warmen Luft und dem wolkenlosen Himmel nicht die richtigen thermischen Aufwinde und kehrten auf das Klippeneck zurück, ohne in die Wertung einzugreifen.

 

Segelflug-Landesliga Baden Württemberg, Rundenwertung 10: 1. SFG Singen 252,49 Speed, 44 Punkte; 2. SFZ Backnang 234,36 Speed, 43 Punkte; 3. FG Neckartal Köngen 223,37 Speed, 42 Punkte; …12. Aeroclub Klippeneck 201,13 Speed, 33 Punkte.