Nach dem Maibaum-Desaster sagt Rottweils Bürgermeister Ruf: „Uns sind die Hände gebunden“

Die Stadt Rottweil nimmt Stellung zum Maibaum-Desaster in Bühlingen – wo sie aus Versicherungsgründen kurzfristig nur ein Bäumle aufstellen konnten. Erklärung der Verwaltung: „Uns sind die Hände gebunden.“ Allerdings soll für 2017 eine Lösung des Problems her. 

„Das Maibaumaufstellen in Regie der Feuerwehr ist leider nicht mehr möglich, da bei möglichen Personenschäden Schadensersatzzahlungen von der zuständigen Unfallkasse abgelehnt werden“, erklärt Dr. Christian Ruf, Rottweils neuer Bürgermeister.  Deshalb hätten die Feuerwehr Rottweil beziehungsweise der Löschzug Bühlingen nicht mehr ihren Beitrag zur Brauchtumspflege leisten können.

„Uns waren“, so Ruf, „insofern leider die Hände gebunden“ Externe Dienstleister seien in diesem Falle die beste und sicherste Lösung, erklärt der Bürgemeister. Das hatten die Bühlinger Feuerwehrleute allerdings kurzfristig erfahren. „Dass wir das als Feuerwehr nicht mehr machen dürfen, hat uns der Stadtbrandmeister schon Anfang des Jahres gesagt“, berichtete Löschzugführer Udo Blust der NRWZ. Sie wollten es privatz machen. Und als er kurz vor der Maibaumstellerei bei der Stadt nachfragte wegen der nötigen Straßensperrung, sagte man ihm, dass auch das nicht gehe. „Das war relativ kurzfristig“, und so hat man auch bei den anderen Vereinen niemanden gefunden, der einspringen könnte.

Rottweils Bürgermeister nun: „Wir haben deswegen angeregt, das Aufstellen durch einen solchen externen Dienstleister, der versicherungsrechtlich abgesichert ist, vornehmen zu lassen.“ Er versprach, die Zeit bis zum nächsten 1. Mai zu nutzen, um eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung zu finden.

 

-->

Mehr auf NRWZ.de