Nachbarschaftsstreit eskaliert: Schenkenzeller Waffennarr schießt durch Eingangstüre

In einem Schenkenzeller Teilort sind laut Polizei Nachbarschaftsstreitigkeiten eskaliert. Ein 71-Jähriger holte sich seinen Revolver und schoss damit durch eine geschlossene Eingangstür der Nachbarswohnung. Verletzt wurde niemand. Die Polizei stellte bei dem Schützen insgesamt 19 Waffen sicher.

Schenkenzell (pz). Nach Streitigkeiten, an denen drei Bewohner eines Wohnhauses im Schenkenzeller Ortsteil Kaltbrunn beteiligt gewesen waren, hat ein 71-Jähriger am Freitagabend gegen 21.15 Uhr mit seinem Revolver durch eine geschlossene Eingangstür geschossen. Durch den Schuss wurde niemand verletzt. Das Geschoss schlug in den Fußboden ein.

Beamte des Polizeireviers Schramberg konnten den 71-Jährigen am Tatort widerstandslos festnehmen. Neben der Tatwaffe beschlagnahmten die Beamten noch weitere 18 Schusswaffen, bei denen es sich zum größten Teil um Jagdwaffen handelt.

Gegen den 71-Jährigen wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen versuchter, gefährlicher Körperverletzung eingeleitet, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

 

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2 Kommentare

  1. Deutschlands Jäger, insgesamt noch etwa 350.000, greifen massiv in die
    Ökosysteme unserer Kulturlandschaft ein. Sie verändern sie zu ihrem
    Nutzen und oft zum Nachteil für den Naturhaushalt.

    Für den Abschuss begehrte Arten wie Rehe, Hirsche und Fasane werden mit
    Wildfütterungen, Medikamenten oder Aussetzaktionen in unnatürlicher
    Weise vermehrt, wodurch insbesondere den letzten naturnahen Wäldern
    Fraßschäden gefördert werden. Gegen lästige Konkurrenten, von Fuchs über
    Marder, Dachs und Iltis bis hin zum Mauswiesel, führt man dagegen mit
    einer Vielzahl oft tierquälerischer Fallen und dem Gewehr einen wahren
    Feldzug. Anschließend dient sich die Jägerschaft in der Öffentlichkeit
    als Ersatz für die zuvor von eigener Hand ausgerotteten „Raubtiere“ an.
    Doch diese kann und muss der Mensch gar nicht ersetzen. Beutegreifer
    haben in der Regel einen nur qualitativen Einfluss auf die Populationen
    ihrer Beutetiere. Sie töten meist kranke, schwache oder junge Tiere.
    Eine quantitative Beeinflussung von Tierbeständen durch „Raubtiere“ gab
    es nie, dazu war ihre Siedlungsdichte von Natur aus schon immer viel zu
    gering. Diese Aufgabe haben vielmehr schon immer Kontaktkrankheiten,
    innerartliche Konkurrenz und kalte Winter übernommen – lauter Faktoren,
    die auch in unserer Kulturlandschaft nichts von ihrer Wirksamkeit
    eingebüßt haben. Um Hirsche und Wildschweine zu regulieren bedarf es
    also weder Wölfe, noch Jäger.

    Zugvögel wie Wildenten, arktische Gänse, Schnepfen und Wildtauben sind
    beliebte Zielscheiben in Deutschland. Hier beschränkt sich die „Hege“
    oft ausschließlich auf den Abschuss. Rund 1,5 Millionen Zugvögel werden
    in jedem Jahr in Deutschland geschossen Beliebt ist daneben auch die
    Jagd auf handzahme Wildtiere, vor allem Wildschweine, in so genannten
    „Jagdgattern“.

    Effektive Jagdkontrollen fehlen, anders als in allen anderen EU-Ländern,
    in Deutschland weitgehend. Sie müssen hier nämlich von den Jägern
    selbst vorgenommen werden. Illegale Greifvogelabschüsse,
    Vergiftungsaktionen gegen „Raubwild“ und andere Verstöße gegen Jagd- und
    Naturschutzrecht sind deshalb in vielen Revieren immer noch an der
    Tagesordnung.

    • @fuertiere: Überall in ganz Deutschland kopieren Sie in die Kommentare auf deutschen Nachrichtenwebsites diesen gleichen Post. Bitte belegen Sie auch nur eine Zahl mit Quellenangabe!!! Dieser Kommentar hat nichts mit dem Artikel zu tun.

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