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Rottweil
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Rott­weil Nach­hal­ti­ge Stadt­füh­rung lie­fert kon­kre­te Tipps für den All­tag

Nachhaltige Stadtführung liefert konkrete Tipps für den Alltag

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ROTTWEIL – Kli­ma­schutz ist in aller Mun­de, Kli­ma­schutz geht uns alle an. In Deutsch­land liegt der Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Koh­len­di­oxids bei elf Ton­nen pro Kopf, ver­ein­bar­tes Ziel ist die Reduk­ti­on auf eine Ton­ne pro Per­son. Sowohl die Poli­tik und die Wirt­schaft, wie auch jeder Ein­zel­ne sind gefor­dert zu han­deln. Die Rott­wei­ler Jugend­grup­pe „Zukunfts­kin­der 2030“ und die „Bür­ger­initia­ti­ve für eine Welt ohne ato­ma­re Bedro­hung“ mach­ten sich des­halb zusam­men auf zu einem nach­hal­ti­gen Stadt­rund­gang in Stutt­gart, bei dem gezeigt wur­de, wie Jeder kli­ma­be­wuss­ter kon­su­mie­ren kann.

An ver­schie­de­nen Sta­tio­nen in der Stutt­gar­ter Innen­stadt zeig­te Katha­ri­na Ebin­ger vom BUND-Lan­­des­­ver­­­band wel­chen Bei­trag jeder Ein­zel­ne leis­ten kann und wie unser Kauf­ver­hal­ten im Rah­men der Glo­ba­li­sie­rung das Leben ande­rer beein­flusst. Auf der fünf­stün­di­gen Tour ging es um die unter­schied­li­chen Hand­lungs­fel­der: Mobi­li­tät und Mikro­kli­ma in der Stadt, Smart­pho­nes und Ernäh­rung, Gärt­nern in der Stadt und bio­fai­re Mode. So gab es vor einem bio­fai­ren Klei­der­la­den für die Grup­pe ein Quiz zu Arbeits­be­din­gun­gen, Baum­wollan­bau und Alt­klei­der­men­ge.

Auf der Welt­rei­se einer Jeans lie­fer­te Katha­ri­na Ebin­ger Infor­ma­tio­nen über die Arbeits­be­din­gun­gen im Baum­wollan­bau, beim Blei­chen und Fär­ben, in den Nähe­rei­en und bei der Wie­der­ver­wer­tung. Dabei war auch zu erfah­ren, dass hier­zu­lan­de jähr­lich 27 Kilo Tex­ti­li­en pro Per­son gekauft wer­den und Deutsch­land damit welt­weit an der Spit­ze steht – der welt­wei­te Durch­schnitt liegt bei gera­de mal 8 Kilo. Über­zeu­gend und schlüs­sig kamen danach die Tipps für den All­tag: Auf gute Qua­li­tät ach­ten und Klei­der lan­ge tra­gen, bio­fai­re Mode bevor­zu­gen und Second Hand-Läden nut­zen.

CO2-Ein­ps­ar­un­­gen durch Repa­rie­ren statt weg­wer­fen war bei der nächs­ten Sta­ti­on beim Han­­dy-und Hard­ware­Shop AfB das The­ma. Auch hier erfuhr die inter­es­sier­te Grup­pe zunächst wel­che Schä­den der Abbau der fürs Han­dy not­wen­di­gen Metal­le etwa im Kon­go ver­ur­sacht, wel­che Arbeits­be­din­gun­gen dabei herr­schen und wie es mit der Ent­sor­gung aus­sieht. Nur drei Pro­zent der Han­dys wer­den sach­ge­recht ent­sorgt und ver­wer­tet, vie­le lie­gen unge­nutzt in den Schub­la­den, Mil­lio­nen Han­dys mit ihren wert­vol­len und gif­ti­gen Stof­fen lan­den im Müll, ande­re wer­den in Indi­en und Chi­na mit blo­ßen Hän­den aus­ein­an­der gebaut und ver­gif­ten Men­schen und Umwelt.

Lan­ge Nut­zung, Repa­ra­tur und sach­ge­rech­te Ent­sor­gung in spe­zi­el­len Sam­mel­bo­xen waren danach des­halb die wert­vol­len Tipps für den All­tag. Auch der Bereich Mobi­li­tät stand natür­lich im Fokus und die vie­len Mög­lich­kei­ten, die in der Stadt schon ange­bo­ten und genutzt wer­den. Weni­ger Auto mehr Rad und öffent­li­cher Nah­ver­kehr war hier die kla­re Aus­sa­ge. Für die Grup­pe gab es außer­dem zum Pro­bie­ren und Erle­ben elek­tro­be­trie­be­ne Las­ten­rä­der, Pedel­ecs und Motor­rol­ler, die im Stutt­gar­ter Stadt­bild über­all zu sehen sind und Car­sha­ring­mo­del­le. Wei­te­re Sta­tio­nen auf der nach­hal­ti­gen Stadt­füh­rung waren das öko­fai­re Welt­ca­fe, trans­por­ta­ble Wan­der­bäu­me, die den Stra­ßen­raum für die Anwoh­ner zurück erober­ten, und das städ­ti­sche Gärt­nern.

Die nächs­te nach­hal­ti­ge Stadt­füh­rung wird im Rah­men des neu­en vhs-Semes­­ters am 30. Novem­ber ange­bo­ten.

 

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