DEISSLINGEN (mm) – Die Deißlinger Halle wird renoviert, und daher muss die Narrenzunft an der nächsten Fasnet improvisieren. Wie, das berichtete Zunftmeister Rainer Schmeh am Samstagabend bei der Generalversammlung.

So gibt’s den Bürgerball 2016 gleich zweimal: Am 29. und 30. Januar im Gemeindezentrum, und am Schmotzigen wird ebenfalls im Gemeindezentrum und dazu in der Tiefgarage der Volksbank gefeiert. Man habe auch überlegt, ein Zelt im Kehlhof aufzustellen, doch es sei sehr teuer. Man müsse jetzt eben ausprobieren, wie das klappt und eventuelle Fehler dann 2017 besser machen, denn voraussichtlich wird die Halle dann auch noch nicht fertig sein.

„Und am End hätt dr Schultes a neie Halle und mir saget, mit brauchet se garnet!“ Die Umzugsstrecke für den Fasnetsdienstag hat sich bewährt, die bleibt also, dann gibt es doch ein Zelt am Kehlhof für die vielen Gäste, die man erwartet.

Schmeh blickte auf eine „phänomenale Fasnet“ 2015 zurück – seine erste als Narrenchef -, bei der nicht nur das Wetter mitspielte, sondern auch die Youngsters, eine Gruppe junger Narren, einen tollen Bürgerball mit einer eigenen Bar bereicherten und man in Ettenheim als erste auswärtige Zunft durch das Tor ziehen durfte.

Bei der Schmeh selbst beim Narrenbaumfällen Hand anlegen musste, trotz seiner zwei linken, und er schließlich, vom „Pseudo-Narrengericht unter Vorsitz von Ralf Ulbrich“ dazu verdonnert, den Kinderumzug am Schmotzigen moderieren musste. Und bei der die Sonne nicht nur über dem Lauffener Umzug am Montag, sondern auch dem in Deißlingen am Dienstag schien. Dafür müssten die Lauffener eigens beim Papst anrufen, so Schmeh, in Deißlingen hingegen genüge Schorle für den Diakon.

Einzig das leidige Thema Straßenkehren am Aschermittwoch sei noch nicht geklärt – die Zunft muss nämlich selber putzen. „Hier müssen wir noch intensiv verhandeln!“, so Schmeh. Das tat man dann gleich vor Ort, Ergebnis: Am Aschermittwoch 2016 werden Zunft- und Bürgermeister um die Wette kehren.

Schmeh ehrte schließlich zahlreiche langjährige Mitglieder, darunter Horst Basler, Hans Blust, Wolfgang Köhler, Hubert Lissy und Willi Schmitt. Für Lissy, der bereits sämtliche Ehrungen der Zunft umgehängt bekommen hat, gabs deshalb eine neu kreierte: Das goldene Horn. Das laut Wikipedia, so Schmeh, den kastrierten Hahn symbolisiere.

Ein krähender Lissy war die Folge und ein schwer amüsiertes Publikum, das schließlich noch Sibylle Schmeh von den Youngsters in den Narrenrat und Peter Hauser als Kassenprüfer wählte. Wiedergewählt wurde Klaus Bantle als Materialverwalter, und Geschenke gabs für Gerda Liebermann, die sich seit vielen Jahren um die Narrenkinder kümmert sowie für Martha Wein, die nicht nur rekordverdächtig viele Narrenabzeichen verkauft, sondern sich auch um die Hallendeko und das Ferienprogramm der Zunft kümmert.

 

 

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