Foto: Laura Varnhorn

SCHRAMBERG (pm) – Fast drei Wochen nach den Zer­stö­run­gen durch den Hur­ri­kan Mat­thew blei­ben die Fol­gen immens. Dar­über berich­tet die Hai­ti-Hil­fe-Schram­berg und bit­tet um Spen­den:

Schon am 6. Okto­ber erhiel­ten wir aktu­el­le Nach­rich­ten aus Cap-Hai­ti­en von Lau­ra Varn­horn, einer Stu­den­tin aus Bre­men, die dort zwei Mona­te ein Prak­ti­kum macht.

Hur­ri­kan Mat­thew ver­setz­te die Kari­bik in der letz­ten Woche in gro­ße Angst. Wegen der star­ken Win­de wur­de mein Flug nach Cap-Haï­ti­en abge­sagt und ich muss­te zwangs­wei­se auf den Turks- und Cai­cos­in­seln aus­har­ren, die Gott­sei­dank von dem Sturm ver­schont blie­ben. Fast stünd­lich erreich­ten mich besorg­te Nach­rich­ten aus Deutsch­land und die Mel­dun­gen im Fern­se­hen lie­ßen nichts Gutes ver­mu­ten.
Letzt­end­lich blieb Cap-Hai­ti­en von Hur­ri­kan Mat­thew ver­schont – die Ber­ge, die das Gebiet umran­den, schütz­ten die Stadt vor den gefähr­li­chen Win­den und Regen­fäl­len. Im Süden des Lan­des ist das Aus­maß der Zer­stö­rung jedoch desas­trös: Tage­lang waren Stra­ßen unbe­fahr­bar, sodass auch Ret­tungs­fahr­zeu­ge kein Durch­kom­men hat­ten. Auch tele­fo­nisch war nie­mand erreich­bar …Aller­dings ist dort so gut wie alles ver­lo­ren: Die Gär­ten sind zer­stört, die Nutz­tie­re tot und die Schä­den am Haus beachtlich…Die Freu­de dar­über, dass Cap-Hai­ti­en ver­schont blieb, wird also getrübt von den Nach­rich­ten der Freun­de und Ver­wand­ten aus dem Süden des Lan­des…“

Wer  Lau­ra auf ihrem Blog ver­fol­gen möch­te: www.laurainhaitisite.wordpress.com

Aus Port-au Prince, vom Insti­tut Mont­fort (von der Gehör­lo­sen­schu­le) kom­men schlim­me­re Nach­rich­ten, die den gan­zen Süd­wes­ten betref­fen: zer­stör­te Stra­ßen zwi­schen Les Cayes und  Jéré­mie, zer­stör­te Brü­cken, zer­stör­te Fel­der und  Essens­re­ser­ven, feh­len­des Trink­was­ser…

Auch die Mit­tei­lung vom Pro­jekt „Pwo­jè men kont­re“, von Dr.Anke Brüg­mann,  (Wolfach) hat uns sehr betrof­fen gemacht.   Der Ort Beau­mont (Süd­wes­ten von Hai­ti), wo Pwo­jè men kont­re tätig ist, und die gan­ze Regi­on sind  stark beschä­digt.

Täg­lich erhal­ten  wir Anru­fe; immer wie­der  wer­den uns aku­te Fra­gen gestellt. Ja, die Ereig­nis­se aus Hai­ti erre­gen wei­ter hin Besorg­nis. Der bit­ter­ar­me Kari­bik­staat hat sich immer noch nicht von den  Fol­gen des Erd­be­bens 2010 erholt und schon muss er wie­der gegen Hun­ger, Not und Armut kämp­fen. Und heu­te zit­tert Hai­ti auch vor der Cho­le­ra.

Eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung braucht Infra­struk­tur und wenn sie zu schwach ist, stellt jede Natur­ka­ta­stro­phe alles wie­der in Fra­ge. Wir müs­sen wei­ter hel­fen.

Wenn auch Sie  mit­hel­fen wol­len, kön­nen Sie ger­ne Ihre Spen­de auf eines unse­rer Kon­ten über­wei­sen. Wir wer­den es den Ver­ant­wort­li­chen vor Ort zukom­men las­sen und dan­ken Ihnen ganz herz­lich für Ihre Unter­stüt­zung (Ver­ges­sen Sie bit­te nur nicht auf der Über­wei­sung Ihre Adres­se ein­zu­tra­gen.)

Hai­ti-Hil­fe Schram­berg e.V.

Spen­den­kon­ten:

Kreis­spar­kas­se Rott­weil

BLZ 642 500 40/ Kto.-Nr. 587 578

IBAN: DE83 6425 0040  00005875 78

BIC: SOLADES1RWL

 

Volks­bank Schwarz­wald-Neckar eG

BLZ 642 900 20/ Kto.-Nr. 32 171 005

IBAN: DE09 6429 2020 0032 1710 05

BIC: GENODES1SBG