REGION ROTTWEIL (pz) Ein wesent­li­cher Bau­stein der zu Beginn des Jah­res in Kraft getre­te­nen Poli­zei­re­form sei die Ein­rich­tung von Füh­rungs- und Lage­zen­tren bei den Poli­zei­prä­si­di­en. Eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben sei dabei die Ein­satz­füh­rung und Koor­di­nie­rung der ver­schie­de­nen Poli­zei­kräf­te und die Zusam­men­füh­rung der Not­ru­fe aus den jewei­li­gen Stadt- und Land­krei­sen. Beim Füh­rungs- und Lage­zen­trum des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen, das im Janu­ar 2014 den Dienst­be­trieb auf­ge­nom­men hat, sind jetzt die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für eine Zen­tra­li­sie­rung der Not­ru­fe aus den fünf Land­krei­sen geschaf­fen wor­den.

Die not­wen­di­gen Abspra­chen mit den bei den Land­krei­sen Inte­grier­ten Leit­stel­len der Ret­tungs- und Hilfs­diens­te sind erfolgt, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des Poli­zei­prä­si­di­ums. Nach der Umstel­lung der Not­ru­fe aus dem Land­kreis Tutt­lin­gen in der ver­gan­ge­nen Woche und der Umstel­lung der Not­ru­fe aus dem Schwarz­wald-Baar-Kreis und dem Land­kreis Rott­weil am Frei­tag ist nun abschlie­ßend vor­ge­se­hen, die aktu­ell noch bei den Poli­zei­re­vie­ren in Balingen und Freu­den­stadt ein­ge­hen­den Not­ru­fe aus dem Zol­lern­alb­kreis und dem Land­kreis Freu­den­stadt am kom­men­den Mon­tag zum Füh­rungs- und Lage­zen­trum des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen umzu­lei­ten.

Die Umstel­lung erfolgt ohne zeit­li­che Ver­zö­ge­rung, das heißt, nach Akti­vie­rung der Umschal­tung wer­den die Not­ru­fe unmit­tel­bar nach Tutt­lin­gen ver­mit­telt. Dort wer­den künf­tig alle ein­ge­hen­den Mel­dun­gen in einem Ein­satz­leit­sys­tem doku­men­tiert und die Ein­satz­kräf­te zen­tral koor­di­niert. Hier­für ste­hen den Ein­satz­sach­be­ar­bei­tern ins­ge­samt fünf Not­ruf­ar­beits­plät­ze zur Ver­fü­gung. Erwäh­nens­wert in die­sem Zusam­men­hang ist, dass die Ruf­num­mer 110 eine kos­ten­lo­se Not­ruf­ein­rich­tung ist. Die­se soll­te auch nur in Not­fäl­len gewählt wer­den.

Die ent­ge­gen­neh­men­den Beam­ten stel­len in drin­gen­den Fäl­len noch wäh­rend des Anrufs sicher, dass Poli­zei und/oder Ret­tungs­diens­te so schnell wie mög­lich zum Ein­satz­ort beor­dert wer­den. Wenn Bür­ger die Not­ruf­num­mer 110 anru­fen wird nach den soge­nann­ten fünf gol­de­nen W’s gefragt: Was ist pas­siert? – Wo ist es pas­siert? – Wann ist es pas­siert? – Wie vie­le Beteiligte/Verletzte? – WerR ruft an? Je genau­er die Anga­ben auf die­se Fra­gen sind, umso schnel­ler ist der Sach­ver­halt erfasst und wei­te­re Maß­nah­men kön­nen ohne zeit­li­chen Ver­zug ein­ge­lei­tet wer­den.