Verena Föttinger. Foto: pm

KREIS ROTTWEIL (pm) – Die Mit­glie­der des ÖDP-Kreis­ver­band ver­ab­schie­de­ten in ihrer letz­ten Ver­samm­lung einen Antrag an den nächs­ten Bun­des­par­tei­tag im Juni, in dem sie die umge­hen­de Anhe­bung der Ren­te durch einen drit­ten Punkt für die  Müt­ter for­dern, deren Kin­der vor dem 1. Janu­ar 1992 gebo­ren wur­den.

Sie wol­len damit laut Pres­se­mit­tei­lung eine voll­stän­di­ge Ren­ten­ge­rech­tig­keit  und Gleich­be­hand­lung von älte­ren Müt­tern und jün­ge­ren errei­chen, die ihre Kin­der erst ab dem 1. Janu­ar 1992 gebo­ren haben. Das glei­che gilt natür­lich auch für Väter, falls die­se wegen Kin­der­er­zie­hung kei­ne Ren­ten­an­sprü­che erwor­ben haben.

Der Antrag wird damit begrün­det, dass vor allem die­se älte­ren Müt­ter sind seit dem 1. Juli 2014 mit dem Inkraft­tre­ten der jet­zi­gen Rege­lung ren­ten­mä­ßig stark benach­tei­ligt wer­den. Es ist gera­de zu zynisch, die­se Ren­ten­ver­bes­se­rung ver­mut­lich erst dann in fer­ne­rer Zukunft im Bun­des­tag zu beschlie­ßen, wenn in den nächs­ten zehn oder fünf­zehn Jah­ren die meis­ten die­ser benach­tei­lig­ten Müt­ter auf­grund ihres fort­schrei­ten­den Alters ver­stor­ben sind.

Sie waren im Unter­schied zu den jün­ge­ren sehr oft gar nicht berufs­tä­tig oder nur in sehr beschränk­tem Umfang. Häu­fig haben sie eine grö­ße­re Kin­der­zahl groß gezo­gen als es heu­te in Fami­li­en geschieht. Ihr eige­ner Ren­ten­an­spruch ist daher sehr nied­rig und ihre Ren­te hängt  damit ins­ge­samt von der Ren­ten­hö­he ihrer Ehe­män­ner ab. Die­se Anhe­bung bedeu­tet eine Erhö­hung um rund 28 Euro (West) und rund 26 Euro (Ost) pro Geburt.

Jün­ge­re Müt­ter mit einer Geburt ab dem 1. Janu­ar 1992 bekom­men die drei Ent­gelt­punk­te für eine bes­se­re Aner­ken­nung von Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten seit dem 1. Juli 2014 auto­ma­tisch. Die Bun­des­re­pu­blik hat zur­zeit einen Über­schuss an Steu­er­ein­nah­men in Höhe von rund 6,5 Mil­li­ar­den Euro. Es ist an der Zeit, die­sen älte­ren Frau­en, die mit ihren sehr  nied­ri­gen Ren­ten häu­fig an der Armuts­gren­ze ein sehr beschei­de­nes Leben füh­ren müs­sen, eine klei­ne Auf­bes­se­rung zukom­men zu las­sen. Sie haben mit ihren Lebens­ent­wür­fen die Grund­la­ge unse­res heu­ti­gen Wohl­stands geschaf­fen. Sie ver­die­nen die­sen unse­ren Dank.

Außer­dem beschlos­sen sie einen Antrag an den Lan­des­vor­stand, der von Vere­na Föt­tin­ger ein­ge­bracht wur­de und die im Wahl­kreis Rott­weil-Tutt­lin­gen als Direkt­kan­di­da­tin die ÖDP zur Bun­des­tags­wahl  ver­tritt und auf der Lan­des­lis­te an der ers­ten Stel­le steht. Gemäß dem Antrag soll der Lan­des­ver­band  gemein­sam mit der Bun­des­par­tei die „Euro­päi­sche Bür­ger­initia­ti­ve (EBI) gegen Gly­pho­sat“ unter­stüt­zen. Gly­pho­sat gilt als das meist­ge­spritz­te Pes­ti­zid der Welt und wird von der Krebs­for­schungs­agen­tur der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO als „wahr­schein­lich krebs­er­re­gend beim Men­schen“ ein­ge­stuft. Die EBI for­dert daher die­ses Pes­ti­zid in der EU nicht wie­der zu zulas­sen.

Als zwei­ter Kas­sen­prü­fer wur­de Joseph Uhl aus Schram­berg gewählt, um das Vor­stands­team sat­zungs­ge­mäß zu ver­voll­stän­di­gen.