Ökumenische Orgelfahrt nach Karlsruhe

Die Teilnehmer der Orgelfahrt auf der Empore von St. Bernhard in Karlsruhe mit ihrer neuen Mühleisen-Orgel. Auf der Orgelbank: der neue Kirchenmusiker Max Deisenroth. Foto: Eckhard Gräff

ROTTWEIL – Drei sehr unter­schied­li­che Orgeln in Karls­ru­he waren Zie­le der dies­jäh­ri­gen öku­me­ni­schen Orgel­fahrt der evan­ge­li­schen Gemein­de und der katho­li­schen Gemein­de Hei­lig Kreuz Rott­weil am ver­gan­ge­nen Sams­tag. Initi­iert vom Kan­tor der Pre­di­ger­kir­che, Johan­nes Vöh­rin­ger, wird die­ses tra­di­tio­nel­le, all­jähr­li­che Ange­bot mitt­ler­wei­le in öku­me­ni­scher Ver­bun­den­heit von der Hei­lig-Kreuz-Gemein­de und ihrem Kir­chen­mu­si­ker Wolf­gang Weis mit­ver­an­stal­tet.

Das ers­te und wich­tigs­te Ziel der Fahrt, die Klais-Orgel der Chris­tus­kir­che aus dem Jahr 1966, war ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Klais-Orgel des Rott­wei­ler Hl.-Kreuz-Münster von gro­ßem Inter­es­se: Die Orgel war im Jahr 2008 auf­wän­dig restau­riert und erwei­tert wor­den. Regio­nal­kan­tor Wolf­gang Weis stell­te das klang­li­che Ergeb­nis der Arbei­ten an die­sem größ­ten Musik­in­stru­ment der Stadt den Teil­neh­mern vor.

Nach dem Mit­tag­essen ging es wei­ter zur neu­en Mühlei­sen-Orgel in der impo­san­ten Kir­che St. Bern­hard im Osten der Stadt. Die­se sym­pho­ni­sche Groß­or­gel aus der Leon­ber­ger Fir­ma wur­de erst im Juli 2018 fer­tig gestellt. Der frisch­ge­ba­cke­ne dor­ti­ge Kir­chen­mu­si­ker Max Dei­sen­roth stell­te das Instru­ment vor und begeis­ter­te auf Anhieb alle Betei­lig­ten.

Letz­tes Ziel des Tages war die Goll-Orgel aus dem Jahr 1999 in der Stadt­kir­che Dur­lach, die der dor­ti­ge Kan­tor Johan­nes Blo­men­kamp mit spür­ba­rer Begeis­te­rung vor­stell­te. Unter Wie­der­ver­wen­dung von Tei­len aus den bei­den Vor­gän­ger­or­geln von Stumm 1758 und Voit 1896 hat­te die Fir­ma Goll hier ein sehr über­zeu­gen­des, viel­far­bi­ges spät­ba­ro­ckes Instru­ment geschaf­fen. Mit vie­len neu­en Ein­drü­cken im Ohr tra­ten die Teil­neh­mer den Heim­weg an.