Ortsvorsteher: Bewerbungsfristen abgelaufen

Hauptamtliche Posten wohl bis Frühjahr 2020 unbesetzt

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Am 25. Juli sammelt OB Thomas Herzog die Stimmzettel der Tennenbronner Ortschaftsräte ein: Ergebnis zwei ja, sechs nein zu einer Nominierung von Lutz Strobel. Foto: him

SCHRAMBERG –  Nach der Nicht­no­mi­nie­rung von Ten­nen­bronns bis­he­ri­gem Orts­vor­ste­her Lutz Stro­bel durch den Ort­schafts­rat und dem Wech­sel von Orts­vor­ste­he­rin Clau­dia Schmid in Wald­mös­sin­gen auf die Stel­le der Lei­te­rin der Volks­hoch­schu­le Schram­berg sind bei­de haupt­amt­li­chen Stel­len unbe­setzt. Und das dürf­te auch noch min­des­tens bis Anfang nächs­tes Jahr so blei­ben.

In Wald­mös­sin­gen war ein ers­tes Beset­zungs­ver­fah­ren im Juli geschei­tert, weil der eigent­lich vor­ge­se­he­ne Bewer­ber für die Stel­le unmit­tel­bar vor der Sit­zung des Ort­schafts­rats abge­sagt hat­te. In Ten­nen­bronn hat­te es der Ort­schafts­rat in zwei Sit­zun­gen mit gro­ßer Mehr­heit abge­lehnt, Stro­bel erneut dem Gemein­de­rat zur Wahl vor­zu­schla­gen. Stro­bel hat­te wegen sei­ner E‑Mail-Affä­re und ande­rer Vor­fäl­le das Ver­trau­en der Mehr­heit ver­lo­ren.

Mehrere Bewerbungen

Die Stadt hat­te bei­de Stel­len aus­ge­schrie­ben, die Bewer­bungs­frist ist am 15. August abge­lau­fen. Auf Nach­fra­ge der NRWZ berich­tet Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, grund­sätz­lich gebe die Stadt kei­ne Stel­lung­nah­men zu lau­fen­den Bewer­bungs­ver­fah­ren ab. „Ich kann Ihnen aber mit­tei­len, dass auf bei­de Stel­len Bewer­bun­gen ein­ge­gan­gen sind.“

Nun wür­den die­se Bewer­bun­gen zunächst von der Per­so­nal­ab­tei­lung gesich­tet und Vor­stel­lungs­ge­sprä­che geführt. „Wann die­se statt­fin­den wer­den, kann ich Ihnen aktu­ell nicht sagen“,  so Her­zog.

Neue OB sollte beteiligt sein

Sol­che Gesprä­che füh­ren übli­cher­wei­se der Ober­bür­ger­meis­ter und die Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che im Rat­haus, Ute Vogel. Da Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog bekannt­lich nur noch bis Anfang Okto­ber im Amt ist, macht es sach­lich wenig Sinn, wenn er die Aus­wahl­ge­sprä­che noch füh­ren wür­de.

Ver­mut­lich wird dies also sei­ne Nach­fol­ge­rin Doro­thee Eisenlohr über­neh­men. Das kann frü­hes­tens nach ihrem Amts­an­tritt am 4. Okto­ber gesche­hen. Nach einer sol­chen Vor­auswahl wird dann eine erwei­ter­te Kom­mis­si­on, an der auch die Gemein­de­rats­frak­tio­nen betei­ligt sind, die in die enge­re Aus­wahl gekom­me­nen Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber befra­gen.

Einen Wahl­vor­schlag könn­ten die Ort­schafts­rä­te bes­ten­falls im Novem­ber machen. Danach müss­te der Gemein­de­rat die neu­en Orts­vor­ste­her wäh­len. Bei einer übli­chen Kün­di­gungs­frist von drei Mona­ten für die erfolg­rei­chen Bewer­ber dürf­ten frü­hes­tens Anfang März 2020 Ten­nen­bronn und Wald­mös­sin­gen wie­der haupt­amt­li­che Orts­vor­ste­her haben.

Ehrenamtliche in der Pflicht

Bis dahin müs­sen die Ehren­amt­li­chen ran: Annet­te Jauch und Adri­an Schmid in Wald­mös­sin­gen und Man­fred Moos­mann und Patrick Fleig in Ten­nen­bronn. Sie wer­den die lau­fen­den Geschäf­te füh­ren. „Sie haben grund­sätz­lich die glei­chen Befug­nis­se wie ein haupt­amt­li­cher Orts­vor­ste­her“, so Her­zog.

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