Düst zurzeit einmal wöchentlich zu seinem ehemaligen Arbeitsplatz, dem Rottenmünster: Feuerwehrkiommandant Frank Müller. Foto: mm

Rott­weil (mm, gg). Die Werks­feu­er­wehr des Vin­zenz-von-Paul-Hos­pi­tals hat Per­so­nal­pro­ble­me. Und des­halb wird sie jetzt von der Rott­wei­ler Feu­er­wehr unter­stützt. „Es gibt zu wenig Atem­schutz­trä­ger“, so Frank Mül­ler, der seit kur­zem Stadt­brand­meis­ter in Rott­weil ist – und davor selbst die Werks­feu­er­wehr lei­te­te.

Wei­te­re Kol­le­gen hät­ten den Stand­ort gewech­selt oder sei­en in Ruhe­stand gegan­gen, so dass es jetzt zum Eng­pass gekom­men sei. „Die Rott­wei­ler Wehr ist schon bis­her nachts aus­ge­rückt, wenn der Alarm los­ging, aber jetzt kom­men wir auch tags­über“, so Mül­ler.

Erst die­ser Tage gab es einen Ein­satz, als ein Hand­wer­ker auf dem Dach der Rot­ten­müns­ter-Kir­che an einem Bal­ken säg­te und die Abga­se prompt den Rauch­mel­der aus­lös­ten.

Meist sei­en es Fehl­alar­me, im Wehr­jar­gon „Täu­schungs­alar­me“ genannt, so Mül­ler. Das kann ein zu inten­siv ein­ge­setz­tes Deo, Was­ser­dampf oder eben Abgas sein, und schon geht in der Stadt der Alarm los. Und dann rücken die Büh­lin­ger und Alt­städ­ter Kame­ra­den an, die haben den kür­zes­ten Weg. Und die rich­ti­ge Aus­rüs­tung, denn die Rot­ten­müns­ter­wehr hat kein Fahr­zeug mit Lösch­was­ser und muss daher erst ein­mal die Schläu­che in den Neckar legen. Etwas mehr Auf­wand ist das für die Rott­wei­ler Feu­er­wehr, aber mach­bar, so Mül­ler.

Pro­ble­me berei­tet der­weil auch das Anrü­cken die Hoch­brück­tor- und die König­stra­ße ent­lang. Eng gehe es zu, sag­te Mül­ler auf Nach­fra­ge. Vie­le Auto­fah­rer mach­ten nach sei­ner Wahr­neh­mung nicht rasch genug Platz.