Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht

Pater Martin Werlen, Erzabt Kloster Einsiedeln (CH). Foto: pm

ROTTWEIL (pm) – Die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung Kreis Rott­weil und das Deka­nat Rott­weil haben am Don­ners­tag, 22. Okto­ber ab 20 Uhr im Gemein­de­haus Adolph-Kol­ping, Wald­tor­stra­ße 8 in Rott­weil einen beson­de­ren Gast zu Besuch: Pater Mar­tin Wer­len, Erz­abt des Bene­dik­ti­ner­klos­ters Ein­sie­deln (CH) hat sei­nem Vor­trag die Über­schrift gege­ben: „Eine Kir­che, in der alles klar ist, ist nicht katho­lisch!“

Vie­les in der Kir­che ist fest­ge­fah­ren. In ihrem Leben bleibt vie­les beim Alten wie auch in der Aus­sen­wahr­neh­mung der Kir­che. Men­schen ver­ab­schie­den sich, weil sie in der Kir­che nicht das fin­den, wonach sie zutiefst suchen. Zwi­schen Glau­ben und Leben fehlt der Zusam­men­hang.

Was Mar­tin Wer­len sagt und schreibt, mag nicht jedem schme­cken. Dar­um geht es ihm auch nicht. Er will pro­vo­zie­ren, zum Nach­den­ken anre­gen, mit sei­nen Gedan­ken etwas in Bewe­gung set­zen, damit die Kir­che auf dem Weg des Evan­ge­li­ums vor­an­schrei­te. Vor allem aber möch­te er die in der Kir­che enga­gier­ten Men­schen trotz aller Ver­su­chung zur Ver­zweif­lung ermu­ti­gen, „mit­ein­an­der die Glut unter der Asche zu ent­de­cken, damit das Feu­er wie­der zum Bren­nen kommt“, wie er es schon 2012 anläss­lich der Fei­er 50 Jah­re Zwei­tes Vati­ka­ni­sches Kon­zil in einem viel beach­te­ten Vor­trag for­mu­liert hat.