We are the world: Deißlinger Musiker beim Benefizkonzert für Flüchtlinge. Foto: Moni Marcel

LAUFFEN – Das Bene­fiz­kon­zert für Flücht­lin­ge in Lauf­fen war ein vol­ler Erfolg. Schon im Vor­feld waren sämt­li­che Ein­tritts­kar­ten ver­kauft, und allein an Spen­den kamen an dem Abend 1400 Euro zusam­men. Dazu ver­zich­te­ten die fünf Bands auf ihre Gagen und die Nar­ren­zünf­te auf die Ein­künf­te aus der Bewir­tung (Bei­trag mit Bil­der­ga­le­rie).

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Bil­der­ga­le­rie: hier kli­cken. Fotos: Tho­mas Decker

Mit meh­re­ren grö­ße­ren Fir­men­spen­den dürf­te das eine Men­ge Geld in die Spen­den­kas­se brin­gen, die auf­ge­teilt wird an Ärz­te ohne Gren­zen, den Rott­wei­ler Freun­des­kreis Asyl und den Sozi­al­fonds der Gemein­de Deiß­lin­gen. Aber auch in Sachen Inte­gra­ti­on war der Abend mehr als gelun­gen, denn vie­le der Flücht­lin­ge aus Lauf­fen, Deiß­lin­gen und auch Lau­ter­bach waren mit dabei, eine Grup­pe Syrer hat­te gar ein Gericht aus ihrer Hei­mat gekocht, das aller­dings sehr schnell aus­ver­kauft war.

Und natür­lich Musik: Den Auf­takt mach­te die jun­ge Band Audio, die mit Cover­songs den Gäs­ten schon mäch­tig ein­heiz­te, dann kam Schwarz­pul­ver auf die Büh­ne und brach­te mit Coun­try- und Wes­tern­klän­gen die Leu­te zum Tan­zen. Pro­ject 5 ist eine neue For­ma­ti­on, fünf Mäd­chen- und Frau­en­stim­men samt Key­board­be­glei­tung, und das kam pri­ma an.

Vor allem „We are the world“, bei dem am Ende alle Musi­ker auf der Büh­ne stan­den und gemein­sam san­gen. Auch die Flücht­lin­ge lie­ßen sich nicht lum­pen und begeis­ter­ten mit eini­gen syri­schen Lie­dern, und dann durf­te Intakt auf die Büh­ne, gewohnt sou­ve­rän und mit­rei­ßend.

Den Abschluss mach­te dann die Absperr­band, die bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den für Stim­mung sorg­te. Ein Abend der Kul­tur und der Kul­tu­ren, wie Bür­ger­meis­ter Ralf Ulb­rich beton­te, der durchs Pro­gramm führ­te und immer wie­der dafür sorg­te, dass die Spen­den­box voll wur­de. Ein ein­ma­li­ger Abend in ein­ma­li­ger Kon­stel­la­ti­on: So vie­le Deiß­lin­ger Musi­ker gab es noch nie auf einer Büh­ne, und erst­mals stan­den Hel­fer der Nar­ren­zünf­te aus Deiß­lin­gen und Lauf­fen gemein­sam hin­ter der The­ke

Ulb­rich wies aber auch dar­auf hin, dass es für vie­le Men­schen der­zeit kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich ist, in fröh­li­cher Run­de gemein­sam zu fei­ern. Und die Flücht­lin­ge selbst wie­der­um bedank­ten sich bei den Deiß­lin­gern und Lauf­fe­nern für die gast­freund­li­che Auf­nah­me in ihrem Ort.