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Dienstag, 10. Dezember 2019
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Rottweil schmiedet Bündnis für Flüchtlingshilfe und Integration

Rott­weil schmie­det Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on

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Die Stadt Rott­weil hat ein loka­les Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on ins Leben geru­fen. Dar­in haben sich Stadt, Land­kreis, Kir­chen, der Freun­des­kreis Asyl sowie zahl­rei­che Ver­ei­ne und ehren­amt­li­che Initia­ti­ven mit dem Ziel zusam­men­ge­tan, sich aktiv und gemein­sam den gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen der Flücht­lings­kri­se zu stel­len, heißt es in einer am Diens­tag ver­schick­ten Pres­se­mit­tei­lung der Stadt­ver­wal­tung. Tags zuvor hat­te bereits Land­rat Michel Alarm geschla­gen.

”Wir erle­ben ange­sichts der schwie­ri­gen Situa­ti­on einen ganz engen Schul­ter­schluss aller öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen und der ehren­amt­li­chen Kräf­te in Rott­weil”, wird Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß in der Pres­se­mit­tei­lung zitiert. Ver­gan­ge­nen Frei­tag hat die Auf­takt­ver­an­stal­tung des loka­len Bünd­nis­ses im Alten Gym­na­si­um statt­ge­fun­den, bei der Broß allen Akteu­ren – ins­be­son­de­re der Land­kreis­ver­wal­tung und dem Freun­des­kreis Asyl – für ihren bis­he­ri­gen Ein­satz bei der Unter­brin­gung und Betreu­ung der Flücht­lin­ge dank­te. „Die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen machen aber eine noch brei­te­re gesell­schaft­li­che Basis not­wen­dig. Das loka­les Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on soll daher hel­fen, alle Kräf­te in unse­rer Stadt zu bün­deln.“

Die Stadt­ver­wal­tung will dazu die vor­han­de­nen Hilfs­an­ge­bo­te in Rott­weil enger ver­net­zen. Der städ­ti­sche Fach­be­reichs­lei­ter Bernd Pfaff und Gud­run Mül­ler, Lei­te­rin der Geschäfts­stel­le Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment, hat­ten dazu im Rah­men der Auf­takt­ver­an­stal­tung meh­re­re Arbeits­grup­pen gebil­det. The­men waren laut Stadt­ver­wal­tung die mög­lichst dezen­tra­le Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge und eine Ver­mei­dung von Hal­len­be­le­gun­gen, das schnel­le Erler­nen der deut­schen Spra­che und die Ver­mitt­lung von Wer­ten und Regeln sowie maß­ge­schnei­der­te Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te und der Zugang von aner­kann­ten Asyl­be­wer­bern zum Arbeits­markt. Wei­te­re Arbeits­krei­se beschäf­tig­ten sich mit Fra­gen der Ver­sor­gung und der Gesund­heit sowie mit dem Freizeit‑, Sport- und Kul­tur­ange­bot für Flücht­lin­ge, um den Aus­tausch mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern vor Ort zu erleich­tern.

Gera­de die Gefahr der anste­hen­den Bele­gung von öffent­li­chen Hal­len hat­te Land­rat Dr. Wolf-Rüdi­ger Michel am Mon­tag gese­hen und sich ent­spre­chend mah­nend zu Wort gemel­det.

Ein wei­te­res The­men­feld des loka­len Bünd­nis­ses ist laut Stadt­ver­wal­tung die Infor­ma­ti­on und Auf­klä­rung der Bür­ger­schaft über das The­ma Inte­gra­ti­on und Flücht­lings­hil­fe: Zu die­sem Zweck soll bis Ende der Woche eine Inter­net­platt­form ins Leben geru­fen wer­den. Wer sich enga­gie­ren möch­te, fin­det dort auch Anlauf­stel­len wie den Freun­des­kreis Asyl oder die städ­ti­sche Mit­­­mach-Initia­­ti­­ve, die Ehren­amt­li­che an die ver­schie­de­nen Hilfsrein­rich­tun­gen ver­mit­telt.

Das Logo des Loka­len Bünd­nis­ses in Rott­weil.

Ein gemein­sa­mes Logo soll das Bünd­nis dar­über hin­aus im öffent­li­chen Raum sicht­bar machen und ver­mit­teln, dass eine gelun­ge­nen Inte­gra­ti­on ein Gewinn für die Rott­wei­ler Stadt­ge­sell­schaft sein kann, dass Zuwan­de­rung Rott­weil bunt und viel­fäl­tig macht.

„Wir haben kaum die Mög­lich­keit, die Bun­­­des- oder Lan­des­po­li­tik oder gar die Welt­po­li­tik zu beein­flus­sen. Für uns muss es dar­um gehen, den Men­schen, die zu uns nach Rott­weil kom­men zu hel­fen – und zwar orga­ni­siert und struk­tu­riert“, fass­te Broß die Auf­ga­be des Bünd­nis­ses zusam­men. „Wenn uns die Inte­gra­ti­on gelingt, dann ist Zuwan­de­rung auch eine gro­ße Chan­ce, dem Fach­kräf­te­man­gel im länd­li­chen Raum und der altern­den Gesell­schaft wirk­sam ent­ge­gen zu tre­ten.“

 

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