In einer in den ver­gan­ge­nen Jah­ren jeden­falls nicht dage­we­se­nen Deut­lich­keit und vor allem auch in einer gro­ßen Ein­mü­tig­keit haben Rott­wei­ler Stadt­rä­te am Mitt­woch mehr sta­tio­nä­re Blit­zer im Stadt­ge­biet gefor­dert. Hin­ter­grund ist, dass an den drei fes­ten Mess­stel­len in der Stadt kon­se­quent anstän­dig gefah­ren wird, es kaum zu Geschwin­dig­keits­über­tre­tun­gen kommt, wie der neu­es­te Ver­kehrs­be­richt fest­stell­te.

Auch haben die Stadt­rä­te ange­regt, mehr gegen die Fei­er­aben­dra­ser zu unter­neh­men – jene Auto­fah­rer, die „im jugend­li­chen Elan”, wie es hieß, ihre Wagen weit übers erträg­li­che Maß beschleu­nig­ten. Und die sich zugleich in der ver­meint­li­chen Sicher­heit wie­gen könn­ten, dass das Ord­nungs­amt der Stadt ja schon im Fei­er­abend ist, abends zwi­schen 21 und 23 Uhr. Die Stadt­ver­wal­tung will hier nun mit der Poli­zei reden, kün­dig­te Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß an, die­se qua­si um Unter­stüt­zung bit­ten.

Was der jüngs­te Ver­kehrs­be­richt der Stadt fürs ver­gan­ge­ne Jahr offen­bart hat: An den fest instal­lier­ten Blit­zern wird nicht gerast. Die lösen nur im Pro­mil­le­be­reich aus, hat­te Fach­be­reichs­lei­ter Bernd Pfaff berich­tet. Also nur bei einem Bruch­teil aller vor­bei fah­ren­den Auto­fah­rer.

Die­sen prä­ven­ti­ven  Cha­rak­ter wol­len die Stadt­rä­te auch für wei­te­re Stre­cken im Stadt­ge­biet. So reg­ten sie über die Frak­ti­ons­gren­zen ein­mü­tig an, zusätz­li­che sta­tio­nä­re Mess­stel­len ein­zu­rich­ten. Wo? Dort, wo der Ver­kehrs­be­richt mehr als 15 Pro­zent Abwei­chung von der Soll­ge­schwin­dig­keit fest­ge­stellt habe, so SPD-Stadt­rat Dr. Jür­gen Mehl, der die Dis­kus­si­on ins Rol­len gebracht hat. CDU-Spre­cher Gün­ter Pos­selt for­mu­lier­te dar­aus ent­spre­chend einen Prüf­an­trag an die Stadt­ver­wal­tung. Die­se kün­dig­te an, ihn „ger­ne” zu erle­di­gen, wie OB Broß sag­te. Zuvor hat­te etwa auch der Spre­cher der Frei­en Wäh­ler, Dr. Mar­tin Hil­scher, – der im Übri­gen auch mehr Sicher­heit für Rad­fah­rer ein­klag­te – gefor­dert: „Bit­te mehr von den sta­tio­nä­ren Anla­gen an neur­al­gi­schen Punk­ten. Denn damit kann man viel errei­chen.” 

Außer­dem könn­te es künf­tig neben den bestehen­den wei­te­re 30-er-Berei­che geben. Für die Marx­stra­ße gilt er im bereich des Kin­der­gar­tens Him­mel­reich als beschlos­sen. Vor dem Bahn­hof soll er eben­falls kom­men, auf Anre­gung von Stadt­rä­ten am Mitt­woch, aber auch schon von der ehren­amt­li­chen Behin­der­ten­be­auf­trag­ten der Stadt, Ruth Gronmay­er.

Alle Wün­sche wer­de die Stadt­ver­wal­tung nicht umset­zen kön­nen, schränk­te Broß aller­dings ein. Die Instal­la­ti­on eines sta­tio­nä­ren Blit­zers sei an eine bestimm­te Ver­kehrs­fre­quenz gekop­pelt, ergänz­te Fach­be­reichs­lei­ter Bernd Pfaff. Die­ser gab auch die hohen Kos­ten der Sys­te­me zu beden­ken – etwa auch für den Stra­ßen­be­lag, der vor sol­chen Anla­gen beson­ders stark abge­nutzt wer­de von Las­tern, die stark her­un­ter gebremst wür­den.

Auch unklar ist im Moment, ob es noch Blit­zer mit alter Tech­nik, also mit einer Kon­takt­schlei­fe im Boden sein sol­len, wie sie der­zeit ste­hen. Oder die deut­lich moder­ne­ren, wie sie ver­mehrt in der Regi­on auf­tau­chen, die­se senk­rech­ten Röh­ren, die teils gleich in bei­de Rich­tun­gen blit­zen.

Einer­lei: „Wir wer­den Ihnen einen Vor­schlag unter­brei­ten”, wo künf­tig sol­che Blit­zer ste­hen könn­ten, ver­sprach Broß. Und es schien allen ein Anlie­gen zu sein, dass das zeit­nah pas­siert.