Klaus Knubben im März 2014 bei einem Gastspiel seines Limburger Chores im Rottweiler Münster. Archiv-Foto: Berthold Hildebrand

Klaus Knub­ben, lang­jäh­ri­ger Direk­tor der Lim­bur­ger Dom­sing­kna­ben, ist tot. Das mel­det die in Lim­burg erschei­nen­de Nas­saui­sche Neue Pres­se. Der in Rott­weil gut bekann­te Knub­ben lei­te­te von 1971 bis 1987 die Müns­ter­sän­ger­kna­ben. Die Todes­ur­sa­che ist unklar, er soll an einer star­ken Grip­pe gelit­ten haben, so die NNP wei­ter. Knub­ben wur­de 68 Jah­re alt.

Mit einem gro­ßen musi­ka­li­schen Pro­gramm waren die Lim­bur­ger Dom­sing­kna­ben vor ziem­lich genau zwei Jah­ren nach Rott­weil gekom­men. Klaus Knub­ben, seit 27 Jah­ren Lei­ter die­ses berühm­ten Kna­ben­cho­res, reis­te damals aus Anlass sei­nes bevor­ste­hen­den Ruhe­stan­des in sei­ne Hei­mat­stadt Rott­weil, um ein Abschieds­kon­zert zu geben. 

Klaus Knubben als Leiter der Münstersängerknaben. Archiv-Foto: Andreas Linsenmann
Klaus Knub­ben als Lei­ter der Müns­ter­sän­ger­kna­ben. Archiv-Foto: Andre­as Lin­sen­mann

Knub­ben, selbst einst Sän­ger bei den Rott­wei­ler Müns­ter­sän­ger­kna­ben und dann von 1971 bis 1987 deren musi­ka­li­scher Lei­ter, erhielt dann den Ruf als Dom­kan­tor nach Lim­burg. Er hat die Dom­sing­kna­ben zu einem der bes­ten Kna­ben­chö­re Deutsch­lands geformt. Kon­zert­rei­sen führ­ten den Chor in fast alle euro­päi­schen Nach­bar­staa­ten sowie nach Kana­da, Russ­land, Isra­el, Afri­ka, Süd­ame­ri­ka und in die USA.

Nun ist er am Mor­gen des 15. März über­ra­schend in Lim­burg ver­stor­ben. Dort herr­sche gro­ße Trau­er, berich­tet die Nas­saui­sche Neue Pres­se. „Der belieb­te Dom­kan­tor hat­te sei­nen Ruhe­stand auf Bit­ten der Kin­der und Eltern zwei­mal ver­scho­ben”, so die NNP wei­ter, „bis er einen geeig­ne­ten Nach­fol­ger gefun­den hat­te.” Im ver­gan­ge­nen Som­mer habe er sich dann sich mit einer groß­ar­ti­gen Mes­se im Dom ver­ab­schie­det.

Vol­ler Taten­drang und Ide­en sei Knub­ben bis zuletzt gewe­sen. Als Imker, Hüh­ner­züch­ter, Pfer­de­freund, Jäger, Falk­ner, Win­zer, Rad- und Ski­fah­rer habe er kei­ne Lan­ge­wei­le gehabt – „und noch so viel vor …”, wie die NNP schreibt. Klaus Knub­ben starb dem­nach in sei­nem Haus, dem ehe­ma­li­gen Pfarr­haus in Nie­der­tie­fen­bach, an der Sei­te sei­ner Frau Ange­li­ka.

Klaus Knub­ben hat­te sei­ne ers­te musi­ka­li­sche Aus­bil­dung im Alter von sie­ben Jah­ren als Sän­ger­kna­be bei den Rott­wei­ler Müns­ter­sän­ger­kna­ben, die er nach dem Stu­di­um der Schul­mu­sik an der Musik­hoch­schu­le in Tros­sin­gen auch 17 Jah­re lang lei­te­te. Neben die­ser Chor­lei­ter­tä­tig­keit war er Musik­leh­rer an der Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schu­le und am Dros­te-Hüls­hof-Gym­na­si­um in Rott­weil, sowie als Deka­nats­kan­tor für die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Kir­chen­mu­si­ker im Deka­nat Rott­weil zustän­dig und ver­ant­wort­lich.