Die Ruine Berneck. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Die Rui­ne Ber­neck soll kom­plett erhal­ten blei­ben. Auch die absturz­ge­fähr­de­ten Mau­er­res­te wer­den  durch ein Draht­ge­flecht gesi­chert. Das ist das Ergeb­nis eines „Run­den Tisches“, der vor einer Woche im Schram­ber­ger Rat­haus getagt hat­te.

In einer gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung des Regie­rungs­prä­si­di­ums Frei­burg, des Lan­des­amts für Denk­mal­pfle­ge im Regie­rungs­prä­si­di­um Stutt­gart, des Land­rats­amts Rott­weil und der Gro­ßen Kreis­stadt Schram­berg heißt es,  bei dem Tref­fen auf Ein­la­dung von Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog sei deut­lich gewor­den, “dass drin­gen­der Hand­lungs­be­darf für die Fels­si­che­rung im Bereich der Rui­ne Ber­neck besteht, um eine mög­li­che  Stra­ßen­sper­rung im Win­ter zu ver­mei­den.“

Temporäre Mauersicherung

Wie berich­tet, dro­hen zwei Fels­plat­ten abzu­bre­chen. Auf oder an die­sen Fels­plat­ten befin­den sich Mau­er­res­te der Rui­ne Ber­neck, die auf einer Fels­kan­te zwi­schen Schram­berg-Tal und Ten­nen­bronn im 13. Jahr­hun­dert errich­tet  wur­de. Die­se Res­te der mit­tel­al­ter­li­chen Rui­ne ste­hen „als Kul­tur­denk­mal unter Denk­mal­schutz“, heißt es in der Mit­tei­lung aus­drück­lich. Und wei­ter: „Die Fel­sen, auf denen die Rui­ne steht, sind absturz­ge­fähr­det und bedro­hen damit die Ver­kehrs­si­cher­heit der dar­un­ter ver­lau­fen­den L 175 sowie auch der Rui­ne selbst.“

Drahtseile sichern die Felsen derzeit. Die abbruchgefährdeten Felsplatten sind gelb markiert. Foto: Menzel
Draht­sei­le sichern die Fel­sen der­zeit. Die abbruch­ge­fähr­de­ten Fels­plat­ten sind gelb mar­kiert. Foto: Men­zel

Im Jahr 2013 habe des­halb das Stra­ßen­bau­amt des Land­rats­amts Rott­weil unter finan­zi­el­ler Betei­li­gung der Stadt Schram­berg Not­si­che­rungs­maß­nah­men umge­setzt. Mineu­re hat­ten die absturz­ge­fähr­de­ten Fels­be­rei­che dafür mit Draht­sei­len umgur­tet und einen Stein­schlag­schutz­zaun unter­halb der Rui­ne ange­bracht. „Da es sich um tem­po­rä­re Siche­rungs­maß­nah­men han­delt, muss in nächs­ter Zeit eine dau­er­haf­te Siche­rung der Fel­sen erfol­gen“, so die Exper­ten­run­de, an der auch  ein Ver­tre­ter des mit den Siche­rungs­maß­nah­men an der L 175 beauf­trag­ten Inge­nieur­bü­ros Men­zel teil­ge­nom­men hat­te.

Land übernimmt die Mehrkosten

Um die Ver­kehrs­si­cher­heit auf der Land­stra­ße zu gewähr­leis­ten, sol­len die Fel­sen, auf die die Rui­nen­mau­er gegrün­det ist, „in den nächs­ten Wochen gesi­chert wer­den“, war man sich einig. Die­se Arbei­ten brin­gen aber die Mau­ern in Gefahr, weil dafür die Fels­plat­ten durch­bohrt wer­den sol­len, wie der Geo­lo­ge Andre­as  Men­zel vor eini­ger Zeit im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik erläu­tert hat­te. Durch die Erschüt­te­run­gen wür­den die Mau­er­stei­ne gelo­ckert und könn­ten her­ab pol­tern.

Des­halb sei vor­ge­se­hen, „wäh­rend der Fels­si­che­rungs­maß­nah­men die Rui­nen­mau­er durch ein rever­si­bles Draht­ge­flecht tem­po­rär zu sichern“, heißt es in der gemein­sa­men Mit­tei­lung. Dies die­ne dem Arbeits­schutz für die not­wen­di­gen Maß­nah­men an den Fel­sen. Die Denk­mal­schutz­be­hör­den sei­en in die Maß­nah­me ein­ge­bun­den.

Schließ­lich folgt ein Satz, der  der Stadt Schram­berg die Zustim­mung sicher erleich­tert: „Das Land als Stra­ßen­bau­last­trä­ger der L 175 trägt die Kos­ten die­ser Fels­si­che­rungs­maß­nah­men.“   Ursprüng­lich soll­te näm­lich die Stadt die Mehr­kos­ten – etwa 50.000 Euro – für eine sol­che tem­po­rä­re Siche­rung tra­gen.