Ein Hotel mit Restaurant soll in die Villa Duttenhofer in Rottweil kommen. Doch wann, das ist noch unklar. Foto: Ralf Graner

Es geht nur lang­sam vor­an mit der Vil­la Dut­ten­ho­fer, jeden­falls lang­sa­mer, als noch im ver­gan­ge­nen August gedacht. Da kün­dig­te Wolf­gang Mar­schik, der zustän­di­ge Mann beim Pro­jekt­ent­wick­ler Activ-Group, an, „dem­nächst“ den Bau­an­trag ein­zu­rei­chen. Dann, so rech­ne­te Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß, könn­ten die Arbei­ten noch 2016 begin­nen. Doch die­ser Zeit­plan lässt sich nicht hal­ten. Geplant ist ein Restau­rant mit Hotel­be­trieb.

Jüngst, beim Neu­jahrs­emp­fang, erklär­te der OB: „Die Reak­ti­vie­rung der Dut­ten­ho­fer Vil­la ist ein­ge­lei­tet … Es geht wei­ter, auch wenn es dem einen oder ande­ren zu lan­ge dau­ert, bis wir kon­kre­te Ver­än­de­run­gen sehen.“ Wann der Start­schuss für die Sanie­rung und die anschlie­ßen­de, von vie­len lan­ge erwar­te­te Wie­der­eröff­nung fällt, ist der­zeit nicht in Sicht.

Der Bau­an­trag ging nach Anga­ben eines städ­ti­schen Spre­chers am 23. Okto­ber ein. Vor­prü­fun­gen sei­en posi­tiv ver­lau­fen, aber es habe sich her­aus­ge­stellt, dass der Pro­jekt­ent­wick­ler wegen der Pro­ble­ma­tik um den Denk­mal­schutz noch eini­ge Unter­la­gen nach­rei­chen müs­se. Der­zeit lau­fe die Behör­den­be­tei­li­gung. „Bis März/April“ wer­de man dem Gemein­de­rat das Kon­zept vor­stel­len kön­nen. Wann die Bau­ge­neh­mi­gung wer­den kön­ne, sei der­zeit „nicht abseh­bar“. „Aber es mach­bar“, beton­te der Spre­cher.

Pro­jekt­lei­ter Mar­schik gibt sich der­weil zuver­sicht­lich: „Von uns aus ist alles im grü­nen Bereich. Wir kön­nen sofort los­le­gen, wenn die Bau­ge­neh­mi­gung vor­liegt. Die Activ-Group ste­he „mit meh­re­ren Inter­es­sen­ten als Päch­ter in engen Ver­hand­lun­gen“. Auch da sei alles vor­be­rei­tet, um recht­zei­tig einen Part­ner zu fin­den.

Seit 2009 steht das Gebäu­de leer, und immer mehr Beob­ach­ter unken, es dro­he der Ver­fall. Zu den ers­ten Ver­zö­ge­run­gen sei es unter ande­rem wegen Pro­ble­men mit dem Denk­mal­schutz gekom­men, berich­te­te Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß bereits im Som­mer.

Die Activ-Group aus dem ober­schwä­bi­schen Schem­mer­ho­fen (zwi­schen Biber­ach und Ulm) hat schon die Jugend­her­ber­ge erfolg­reich umge­setzt und dann im Früh­jahr die­ses Jah­res die Vil­la per Erb­bau­ver­trag erwor­ben. Bedeu­tet: Die Stadt über­lässt dem Inves­tor das Grund­stück für 50 Jah­re. Der wie­der­um ver­pflich­tet sich, das Gebäu­de zu sanie­ren, erneut einen Pavil­lon zu errich­ten und einen Betrei­ber zu suchen.

Lan­ge Zeit lie­fen Ver­hand­lun­gen mit dem Vil­lin­gen­dor­fer Gas­tro­no­men Rai­ner Gai­sel­mann, der dann aber schließ­lich absag­te. Dar­auf­hin habe man sich sei­tens des Inves­tors zu einer Ände­rung der Stra­te­gie ent­schlos­sen, berich­tet Wolf­gang Mar­schik auf Nach­fra­ge.

Ursprüng­lich sei vor­ge­se­hen gewe­sen, das Kon­zept mit dem künf­ti­gen Päch­ter abzu­stim­men. Jetzt set­ze die Activ-Group ihre eige­nen Vor­stel­lun­gen um und suche par­al­lel einen pas­sen­den Betrei­ber. Geplant sei­en, so der Pro­jekt­lei­ter, „eine gute Gas­tro­no­mie mit Event-Cha­rak­ter und Bar­be­trieb“ außer­dem Tagungs­räu­me und etwa zwölf Hotel­bet­ten im zwei­ten Ober- und Dach­ge­schoss. Gesprä­che mit meh­re­ren Inter­es­sen­ten ver­lie­fen durch­aus aus­sichts­reich.

Der Pavil­lon mit Flach­dach soll rund 20 Meter lang und sechs Meter breit und in den hin­te­ren Bereich der Anla­ge ver­legt wer­den.

Gut ein Jahr wer­de der auf­wen­di­ge Umbau in Anspruch neh­men, berich­tet Mar­schik. Die Activ-Group will dafür nach sei­nen Anga­ben rund drei Mil­lio­nen Euro inves­tie­ren. Ob die Neu­eröff­nung der Vil­la Dut­ten­ho­fer wie vor­ge­se­hen im ers­ten Halb­jahr 2017 statt­fin­den kann, ist der­zeit noch offen.