VILLINGENDORF (fw) – Nach dem Bestehen des Leis­tungs­ab­zei­chens in Bron­ze 2013 und Sil­ber 2015, haben bei­de Grup­pen der Feu­er­wehr Vil­lin­gen­dorf nun auch die Abnah­me des Leis­tungs­ab­zei­chens in Gold bestan­den.

Aus zeit­li­chen Grün­den muss­ten die bei­den Grup­pen zur Abnah­me den Land­kreis Rott­weil ver­las­sen und in den Nach­bar Land­kreis Schwarz­wald-Baar zu der Feu­er­wehr Pfoh­ren gehen.

Um das gol­de­ne Leis­tungs­ab­zei­chen Baden-Würt­tem­berg zu bestehen muss­ten die Kame­ra­den zuerst die Prak­ti­sche Prü­fung able­gen. Die­se besteht aus zwei Tei­len. Der ers­te Prü­fungs­teil bestand in der Abar­bei­tung eines Brand­ein­sat­zes.

In einem zwei­ge­schos­si­gen Wohn­ge­bäu­de kam es zu einem Brand in einer Gara­ge mit aus­lau­fen­der brenn­ba­rer Flüs­sig­keit, der sich rasch aus­brei­te­te. Im ers­ten Ober­ge­schoss war eine Per­son ein­ge­schlos­sen, die am Fens­ter um Hil­fe rief. Der Angriffs­trupp muss­te sich nun inner­halb von zwei Minu­ten kom­plett mit Atem­schutz­ge­rä­ten und Zube­hör aus­rüs­ten und nach Vor­schrift eine Ein­satz­kurz­prü­fung durch­füh­ren.

Danach wur­de die Men­schen­ret­tung über die Steck­lei­ter durch­ge­führt. Par­al­lel hier­zu wur­de ein C‑Rohr und im wei­te­ren Ver­lauf noch ein Schaum­an­griff zur Brand­be­kämp­fung auf­ge­baut. Für die Bewäl­ti­gung die­ser Lage stan­den maxi­mal acht Minu­ten zur Ver­fü­gung.

Im zwei­ten Prü­fungs­teil muss­te eine tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung anhand eines Ver­kehrs­un­falls abge­ar­bei­tet wer­den. Das Sze­na­rio war ein schwe­rer Ver­kehrs­un­fall mit­ten in der Nacht auf einer Land­stra­ße. Ein PKW hat­te einen Rad­fah­rer über­se­hen, und die­sen ange­fah­ren. Der Rad­fah­rer war unter dem PKW ein­ge­klemmt.

Mit­tels Wagen­he­ber und Unter­bau­ma­te­ri­al muss­te der Rad­fah­rer unter dem PKW befreit wer­den, und bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes erst­ver­sorgt wer­den. Des wei­te­ren muss­te der Brand­schutz sicher­ge­stellt, die Ein­satz­stel­le mit Ver­kehrs­warn­ge­rät abge­si­chert und groß­flä­chig aus­ge­leuch­tet wer­den.

Zum Abschluss der Übung muss­ten noch diver­se Feu­er­wehr­ge­rät­schaf­ten – Ket­ten­sä­ge, Schaum­rohr, Schaum­zu­mi­scher – mit­tels spe­zi­el­len Kno­ten an Feu­er­wehr­lei­nen ange­bun­den wer­den. Die kom­plet­te Übung muss­te eben­falls nach maxi­mal acht Minu­ten been­det sein.

Bei bei­den Prü­fungs­tei­len gab es für jeden fal­schen Hand­griff, wel­cher nicht der Feu­er­wehr­dienst­vor­schrift ent­spricht und gegen die Unfall­ver­hü­tung ver­stößt, zusätz­lich Feh­ler­punk­te. Die vor­ge­ge­be­ne Höchst­zahl an Feh­ler­punk­ten durf­te zum Bestehen eben­falls nicht über­schrit­ten wer­den.

Nach den bei­den Prak­ti­schen Tei­len des Leis­tungs­ab­zei­chen in Gold, galt es noch eine schrift­li­che Prü­fung zu absol­vie­ren. Die­se bestand für jeden Teil­neh­mer aus 30 Fra­gen, unter ande­rem aus dem Bereich Ein­satz­tak­tik, Feu­er­wehr­tech­nik und Führung/Organisation in der Feu­er­wehr. Zum Bestehen waren 75% rich­ti­ge Ant­wor­ten not­wen­dig. Nach­dem die­se Hür­de erfolg­reich gemeis­tert war, stand dem bestehen des Gol­de­nen Leis­tungs­ab­zei­chens Baden- Würt­tem­berg nix mehr im Weg.

Unter der Lei­tung der Grup­pen­füh­rer Sven Habe­rer und Achim Rieß und dem Trai­ner Robert Flaig haben fol­gen­de Kame­ra­den bestan­den: Wer­ner Hart­mann , Cle­mens Hum­mel , Mar­co Mutsch­ler , Fabi­an Habe­rer, Bene­dikt Schanz, Manu­el Pfund­stein, Sven Mau­rer, Valen­tin Pfaff, Alex­an­der Schlos­ser, Robert Wen­del.