SCHRAMBERG (leg/him) –  In der Nacht zu Don­ners­tag sind unbe­kann­te Täter in drei Bäcke­rei­en auf dem Sul­gen ein­ge­bro­chen und haben hohen Scha­den ange­rich­tet. Die Ein­bre­cher waren in die Bäcke­rei Stem­ke an der Sul­gau­er Stra­ße, die Brant­ner-Filia­le im „Net­to-Markt“ im Möbel­haus Nei­nin­ger und die Bäcke­rei­fi­lia­le Brant­ner in Sul­gen-Mit­te ein­ge­drun­gen. In die dane­ben lie­gen­de Metz­ge­rei kamen sie nicht. Wie die NRWZ erfah­ren hat, waren auch in der Nacht zu Frei­tag Ein­bre­cher  unter­wegs und sind in Geschäf­te in Lau­ter­bach und Ten­nen­bronn ein­ge­bro­chen. Nähe­res dem­nächst.

Ent­deckt hat­te ein Zulie­fe­rer auf sei­ner früh­mor­gend­li­chen Waren­an­lie­fe­rungs­tour die Ein­brü­che: Um 5 Uhr stell­te der Zulie­fe­rer eine auf­ge­he­bel­te Schie­be­tü­re einer Bäcke­rei­fi­lia­le an der Hei­li­gen­bron­ner Stra­ße und um 5.10 Uhr an einer Bäcke­rei­fi­lia­le und einer benach­bar­ten Metz­ge­rei in Sul­gen-Mit­te fest.

Die Täter erbeu­te­ten auch dies­mal wie­der eine gerin­ge Men­ge Bar­geld und nah­men offen­sicht­lich noch ein paar  Geträn­ke­fla­schen mit. Bei der Bäcke­rei­fi­lia­le „Stem­ke“ in der Sul­gau­er Stra­ße ist der grö­ße­re Scha­den ent­stan­den, neben dem feh­len­den Wech­sel­geld, ist die elek­tro­ni­sche Schie­be­tür kaputt. Die­se hat­ten die Täter offen­bar auf­ge­he­belt und ist nun nicht mehr funk­ti­ons­fä­hig.

Stemke Tür leg dk 190215

Ob die Türe repa­riert oder gar voll­stän­dig ersetzt wer­den müs­se, müs­se erst noch ermit­telt wer­den, mein­te Con­stan­ze Stem­ke, Mit­ar­bei­te­rin der Filia­le. Glück­li­cher­wei­se blieb aber der Kas­sen­au­to­mat unbe­schä­digt. „Unse­re Kas­sen gehen alle um 21 Uhr auto­ma­tisch auf, sodass Ein­bre­cher sie nicht auf noch auf­he­beln. Das wäre näm­lich dann rich­tig teu­er, so Kas­sen­an­la­gen kos­ten meh­re­re 1000 Euro“, erklär­te sie. Für die Filia­le ist die defek­te Ein­gangs­tü­re natür­lich von erheb­li­chem Nach­teil, da Kun­din­nen und Kun­den nun erst den Hin­ter­ein­gang fin­den müs­sen, um ein­kau­fen zu kön­nen.

Beim Ein­bruch in „Sul­gen Mit­te“ in die gemein­sa­me Laden­flä­chen der Bäcke­rei Brant­ner und der Metz­ge­rei Hils ent­stand glück­li­cher­wei­se kein Scha­den. Die Täter konn­ten die Schie­be­tü­re offen­sicht­lich mit Hil­fe eines Gegen­stan­den auf­drü­cken, ohne die Anla­ge zu beschä­di­gen. An der zwei­ten Glas­tü­re, die den Bereich der Metz­ge­rei Hils abgrenzt, schei­ter­ten sie dann, wes­halb die Metz­ge­rei unge­scho­ren davon kam. Brantner leg dk 190215

Im Bereich der Bäcke­rei Brant­ner herrsch­te am Mor­gen aller­dings Cha­os. Die Täter hat­ten wohl in der Hek­tik vie­le Din­ge her­un­ter­ge­schmis­sen und durch­ein­an­der gebracht. Dabei nah­men sie etwas Wech­sel­geld und zwei Geld­mäpp­chen mit.

Schon seit Beginn des Jah­res plagt sich die Poli­zei mit einer Serie von Ein­brü­chen in Bäcke­rei­en im Raum Schram­berg ab. Anfang Febru­ar gelang es der Schram­ber­ger Poli­zei zwei drin­gend tat­ver­däch­tig­te Män­ner zu ermit­teln. Bei Woh­nungs­durch­su­chun­gen konn­ten die Beam­ten bei bei­den Beweis­ma­te­ri­al sicher­stel­len. Einen Haft­be­fehl hat die Staats­an­walt­schaft den­noch nicht bean­tragt, da kein Haft­grund vor­lag, so Staats­an­walt Micha­el Groß auf Nach­fra­ge der NRWZ: „Wir brau­chen neben dem drin­gen­den Tat­ver­dacht min­des­tens einen wei­te­ren Haft­grund: Flucht­ge­fahr, Ver­dun­ke­lungs­ge­fahr oder Wie­der­ho­lungs­ge­fahr.“

Wenn die Tat­ver­däch­ti­gen einen fes­ten Wohn­sitz hät­ten, bestehe juris­tisch gese­hen kei­ne Flucht­ge­fahr. Da bis­her nur ein Ein­bruch direkt den bei­den zuzu­ord­nen sei, schei­de auch die Wie­der­ho­lungs­ge­fahr als Haft­grund aus. Schließ­lich sei Unter­su­chungs­haft auch kei­ne vor­ge­zo­ge­ne Bestra­fung.

Die Poli­zei­be­am­ten ermit­teln inten­siv und ver­su­chen, wei­te­re Bewei­se zu sichern, um die Tat­ver­däch­ti­gen über­füh­ren zu können.Zeugen, die sach­dien­li­che Hin­wei­se zu die­sen Straf­ta­ten machen kön­nen, wer­den gebe­ten, dies dem Poli­zei­re­vier Schram­berg, Tele­fon 07422 2701–0, mit­zu­tei­len.