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Mittwoch, 26. Februar 2020

Schramberg gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr legt Kranz am Gedenkstein am Mühlegraben nieder

Schramberg. Bundespräsident Roman Herzog hat im Jahr 1996 den Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus ins Leben gerufen. Gewählt wurde hierfür der 27. Januar; der Tag, an dem die Rote Armee die im Konzentrationslager Auschwitz gefangenen Menschen befreite.

Offiziell begangen wird dieser Tag auch in Schramberg. In diesem Jahr allerdings fünf Tage früher, da Professor Rüdiger Görner, der im Anschluss an die Gedenkfeier im Schloss sprach, am eigentlichen Gedenktag anderweitige Verpflichtungen hat. OB Eisenlohr erinnerte daran, dass dem zweiten Weltkrieg in den Jahren 1939 bis 1945 insgesamt 60 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Das Gedenken gelte allen, die im Krieg gestorben sind.

Sie selber sei erst im Jahr 1982 geboren und habe so das Privileg, in einem Deutschland ohne Krieg aufgewachsen zu sein. Dennoch habe es auch in dieser Zeit keine Welt ohne Krieg gegeben. Auch in Schramberg mit seinen Stadtteilen, haben Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus Schlimmes erlebt. Begonnen habe dies schleichend mit Anfeindungen und Beschimpfungen. Für Tennenbronn sei dies in einem Buch aufgearbeitet worden.

Das Bläserquintett der Stadtmusik Schramberg umrahmte die Gedenkfeier. Unser Foto zeigt von links Peter Flaig, Georg Diethelm, Philipp Gebert, Michael Rapp und Tanja Witkowski.

Deutlich machte sie, dass sie froh darüber ist, dass es in den Weihnachtsferien eine interfraktionelle Stellungnahme auf die Farbschmierereien am Edeka in Sulgen gegeben hat. Sie dankte der Fraktionsgemeinschaft SPD/Buntspecht, dass sie hier die Initiative ergriffen habe: „Wir müssen uns entschieden gegen die Anfänge stellen – Wehret den Anfängen.“ Unterzeichnet hatten die die Stellungnahme Oberbürgermeisterin Eisenlohr, die Fraktions- und Parteivorsitzenden sowie der Handels- und Gewerbeverein (HGV).

Eisenlohr erinnerte daran, dass der Gedenkstein am Mühlegraben bundesweit einer der ersten war und bereits 1946 von der Schramberger KPD der Stadt gestiftet wurde. Diesem stehe seit 1996 „Des Bruders Tod“ gegenüber.

Zum Abschluss der Gedenkfeier legte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr gemeinsam mit OB-Stellvertreter Udo Neudeck (Fraktionsvorsitzender der Freien Liste), und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Mirko Witkowski einen Kranz nieder.

Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier vom Blechbläser-Quintett der Stadtmusik Schramberg.

Im Anschluss an die Gedenkfeier sprach Professor Dr. Rüdiger Gönerzum Thema „Die Zukunft der Erinnerung“.

 

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