Informationen zur Vorratshaltung. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Das Senio­ren­fo­rum hat­te zu einem Senio­ren­treff zur Vor­rats­hal­tung ein­ge­la­den. Dar­über berich­tet Bar­ba­ra Olo­win­sky vom Senio­ren­fo­rum:

Heut­zu­ta­ge wird in den städ­ti­schen Haus­hal­ten Deutsch­lands kaum noch über Vor­rats­hal­tung für den Fall eines über­ra­schend auf­tre­ten­den Ver­sor­gungs­eng­pas­ses nach­ge­dacht. Es gibt Lebens­mit­tel aus dem In- und Aus­land in Hül­le und Fül­le und die Quel­le scheint nicht zu ver­sie­gen.

Eine kon­trol­lier­te Vor­rats­hal­tung wird in der Regel als über­flüs­sig erach­tet. Soll­te aber ein sol­cher Not­fall doch ein­tre­ten wie Natur­ka­ta­stro­phen, Tech­ni­sche Unglü­cke und Pan­nen oder Tier­seu­chen, so sind  vie­le Men­schen  gar nicht dar­auf vor­be­rei­tet. Wie nun eine sol­che Vor­rats­hal­tung für den Not­fall im pri­va­ten Bereich aus­se­hen kann, damit befass­te sich der Senio­ren Treff in den Räu­men des JUKS.

Wal­traud Gei­sen, Diplom-Inge­nieur für Haus­halts-und Ernäh­rungs­tech­nik, die auch als Ernäh­rungs­re­fe­ren­tin für den Land­kreis Rott­weil im Auf­trag des Minis­te­ri­ums für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz vor allem in Schu­len unter­wegs ist, gab Tipps zur Vor­rats­hal­tung oder wie man Eng­päs­se über­brü­cken kann . Dabei soll­te nicht unbe­dingt ein Hor­ror­sze­na­rio auf­ge­baut wer­den, aber es soll­te zei­gen,  dass es heut­zu­ta­ge mehr denn je wich­tig ist, sich über eine not­wen­di­ge Grund­er­näh­rung Gedan­ken zu machen, gewis­se Grund­kennt­nis­se in lebens­wich­ti­gen Vor­rats­fra­gen und vor allem All­tags­kom­pe­ten­zen in Haus­halts­füh­rung zu besit­zen und sich ent­spre­chend ein­zu­rich­ten.

Den Gäs­ten des Treffs waren durch­aus noch Begrif­fe wie „Akti­on Eich­hörn­chen“ geläu­fig, Denk­wei­sen, wie Vor­rats­hal­tung im Kel­ler oder Kon­ser­vie­ren für die Vor­rats­kam­mer selbst­ver­ständ­lich.  Schon 1961 gab es die­se vom deut­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um ins Leben geru­fe­ne Initia­ti­ve, die Pri­vat­haus­hal­te zum Anle­gen eines Nah­rungs­mit­tel-Not­vor­rats bewe­gen soll­te. Die Refe­ren­tin beton­te jedoch, dass die heu­ti­ge jün­ge­re Genera­ti­on viel­fach kei­ne Kennt­nis­se dar­in besit­ze, was Ernäh­rungs­fra­gen anbe­langt, dass aber auch die heu­ti­ge Wohn­si­tua­ti­on es sehr oft schwer mache, rein räum­lich gründ­li­che Vor­rats­hal­tung zu betrei­ben.

Anhand eines zusam­men­ge­stell­ten Not­vor­rats wur­de ver­deut­licht,  wor­auf es bei einer sol­chen Vor­rats­hal­tung ankommt. Ver­schie­de­ne Lebens­mit­tel­grup­pen soll­ten berück­sich­tigt wer­den, wie Getrei­de­pro­duk­te,  Gemü­se und Hül­sen­früch­te, Obst und Nüs­se, Milch­pro­duk­te, Fisch , Fleisch , Eier  , Fet­te, Öle und nach Bedarf Süßes und Sal­zi­ges. Dabei wur­de betont, dass natür­lich jeder Mensch nach den eige­nen Vor­lie­ben, Abnei­gun­gen oder All­er­gi­en sei­nen indi­vi­du­el­len Vor­rat zusam­men­stel­len soll­te .Betrof­fen sind hier  auch die ent­spre­chen­den, lebens­not­wen­di­gen Medi­ka­men­te, sowie eine Grund­aus­stat­tung von Hygie­ne­ar­ti­keln.

Das größ­te Augen­merk soll­te aller­dings auf die Vor­rats­hal­tung von Was­ser gelegt wer­den, wenn es mal nicht mehr wie selbst­ver­ständ­lich aus der Lei­tung kommt. Der Mensch brau­che  zwei Liter pro Tag zum Trin­ken und etwqa einen hal­ben Liter zum Kochen, daher sei­en Was­ser-und Saft­vor­rä­te sogar vor­ran­gig zu sehen.

Als wich­ti­ge Infor­ma­ti­ons­quel­le wur­de auf die Inter­net­sei­te des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz ver­wie­sen unter www.ernaehrungsvorsorge.de. Dort fin­den sich nütz­li­che Hin­wei­se über Vor­rats­hal­tung, ein pri­va­ter Vor­rats­kal­ku­la­tor und wei­te­re Tipps für Not­fall­vor­sor­ge. In ange­reg­ter Dis­kus­si­on kamen noch gute  Vor­schlä­ge für lang hal­ten­de Vor­rä­te, erprob­te For­men der Kon­ser­vie­rung und   der not­wen­di­gen regel­mä­ßi­gen Kon­trol­le die­ser Vor­rä­te.

Dabei emp­fahl Wal­traud Gei­sen den Gäs­ten noch den wich­tigs­ten Not­vor­rat für Lebens­qua­li­tät, den „Lebens­mut“ , nicht zu ver­ges­sen  und über­reich­te den Gäs­ten sym­bo­lisch ein Not­fall­kerz­chen und ein Tüt­chen Stu­den­ten­fut­ter (für unter­wegs).”