Schrambergs Stadtkämmerer Rudi Huber. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Stadt­käm­me­rer Rudi Huber hat den Jah­res­ab­schluss 2015 im Gemein­de­rat vor­ge­legt. Es war der letz­te nach der alten kame­ra­len Haus­halts­ord­nung  und er schloss sehr posi­tiv.

Seit  dem 1. Janu­ar 2016 „bewe­gen wir uns in der dop­pi­schen Welt des Neu­en Kame­ra­len Haus­halts- und Rech­nungs­we­sens (NKHR)“, so Huber. Damit wer­den die bis­he­ri­gen Haus­halts­kenn­zah­len mit den neu­en Zah­len nicht mehr zu ver­glei­chen sein. Für die Käm­me­rei bedeu­te­te die Umstel­lung einen enor­men Auf­wand. Einer­seits galt es den neu­en Haus­halt im neu­en Sys­tem auf­zu­stel­len und gleich­zei­tig den alten abzu­schlie­ßen. “Dies ist auch der Grund, war­um die Jah­res­rech­nung für Schram­ber­ger Ver­hält­nis­se erst rela­tiv spät fer­tig­ge­stellt wer­den konn­te“, so Huber.

Dann aber hat­te er erfreu­li­ches zu berich­ten. Das lag auch an der Umstel­lung, denn beim Abschluss 2015 durf­ten kei­ne Haus­halts­res­te gebil­det wer­den. Das habe einer­seits für ein „län­ge­res Buchen“ noch in 2015 geführt, ande­rer­seits „Neu­ver­an­schla­gun­gen“ im Haus­halts­plan 2016 not­wen­dig gemacht und damit zur Rück­ga­be von Haus­halts­mit­teln beim Jah­res­ab­schluss 2015 geführt.

Sehr gute Gewer­be­steu­er­ein­nah­men

Die „erhoff­te posi­ti­ve Wei­ter­ent­wick­lung der Wirt­schaft hat sich bewahr­hei­tet und es ist Gott sei Dank zu kei­nen Steu­er­ein­brü­chen gekom­men.“ Dank höhe­rer Steu­er­ein­nah­men lag die Ver­bes­se­rung im Ver­mö­gens­haus­halt des­halb im Jahr 2015 wie­der bei 5,3 Mil­lio­nen Euro. Statt der Ein­nah­men in Höhe von 18,6 Mil­lio­nen Euro bei der Gewer­be­steu­er kas­sier­te die Stadt fast 23 Mil­lio­nen Euro. Das ist das zweit­bes­te Gewer­be­steu­er­auf­kom­men der Stadt Schram­berg.

Auf der Aus­ga­ben­sei­te sei­en knapp 300.000 Euro mehr als geplant ange­fal­len. Die lag unter ande­rem dar­an, dass die Stadt bei der Gewer­be­steu­er­um­la­ge wegen der höhe­ren Ein­nah­men auch 861.000 Euro mehr abfüh­ren muss­te. Bei den Per­so­nal­aus­ga­ben hat die Stadt gespart und 416.000 weni­ger als geplant aus­ge­ge­ben.

Auch der Ver­mö­gens­haus­halt weist eine Ver­bes­se­rung gegen­über der Pla­nung in Höhe von etwa 2,5 Mil­lio­nen Euro aus, wie Huber berich­tet. Das lag dar­an, dass die Stadt nicht alle geplan­ten Inves­ti­tio­nen auch umset­zen konn­te. Auch beim Erwerb von Grund­stü­cken blie­ben etwa 1,5 Mil­lio­nen Euro unge­nutzt in der Kas­se.

Die posi­ti­ve Ent­wick­lung von Ver­wal­tungs- und Ver­mö­gens­haus­halt ermög­li­chen es, dass wir auf eine Rück­la­gen­ent­nah­me in Höhe von 4,46 Mil­lio­nen Euro ver­zich­ten kön­nen und ‚ledig­lich‘ 9,98 Mil­lio­nen Euro der all­ge­mei­nen Rück­la­ge ent­neh­men müs­sen. Geplant waren ursprüng­lich 14,44 Mil­lio­nen Euro“, so der Käm­me­rer.

Auch bei den Kre­di­ten konn­te Huber spa­ren: Die 3,4 Mil­lio­nen Euro neue Schul­den brauch­te er nicht auf­neh­men und konn­te 230.000 Euro Schul­den til­gen. Ende 2015 sank der Schul­den­stand der Stadt auf etwa 4,21 Mil­lio­nen Euro. „Pro Ein­woh­ner bedeu­tet dies eine Pro-Kopf-Ver­schul­dung von 201 Euro.“

Aus­blick 2017

Huber erin­nert dar­an, dass in der neu­en Haus­halts­welt ande­re Regeln gel­ten: „Aber auch im NKHR benö­ti­gen beab­sich­tig­te Inves­ti­tio­nen nicht nur finan­zi­el­le Mit­tel, son­dern auch aus­rei­chend per­so­nel­le Res­sour­cen.“ Bei­des müs­se bei der Haus­halts­pla­nung 2017 wie­der ver­stärkt in den Fokus genom­men wer­den.