Schüler des Technischen Gymnasiums Schramberg im CERN bei Genf

Ein Physiker des CERN erklärt den sichtlich beeindruckten Schülerinnen und Schülern des Technischen Gymnasiums Schramberg den Aufbau des auf der Weltraumstation ISS stationierten Teilchendetektors. Foto: pm

SSCHRAMBERG (kfm/rot). 41 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Tech­ni­schen Gym­na­si­ums an der Fried­rich-Ebert-Schu­le haben ihrem Phy­sik­leh­rer Dirk Rothardt einen Aus­flug an den Gen­fer See und zum CERN (Con­seil Euro­péen pour la Recher­che Nucléai­re) unter­nom­men. Dar­über berich­tet die Schu­le in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Das CERN ist eine mul­ti­na­tio­na­le For­schungs­ein­rich­tung und betreibt Grund­la­gen­for­schung im Gebiet der Teil­chen­phy­sik. An die­sem wis­sen­schaft­li­chen Insti­tut tref­fen sich For­scher aus allen Tei­len der Welt, um gemein­sam an Expe­ri­men­ten ver­schie­dens­te natur­wis­sen­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen zu erör­tern, zum Bei­spiel den Auf­bau der Mate­rie, die Fra­ge, was beim Urknall geschah oder die Ent­wick­lung einer Theo­rie, die sowohl quan­ten­me­cha­ni­sche Vor­gän­ge als auch makro­sko­pi­sche Vor­gän­ge im Uni­ver­sum beschreibt.

Nach einem ein­füh­ren­den Vor­trag über die Tätig­kei­ten an die­ser Ein­rich­tung hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen 1 und 2 (Klas­se 12 und 13) die Mög­lich­keit, ein wenig in die­sen Betrieb ein­zu­tau­chen und auch ein­mal einen Nobel­preis­trä­ger zu sehen.

Im Anschluss dar­an wur­de eine Ein­rich­tung besich­tigt, in der Kom­po­nen­ten der „größ­ten Maschi­ne der Welt“ gewar­tet und kali­briert wer­den. Dabei han­delt es sich um einen Ring­be­schleu­ni­ger mit einem Umfang von 27 km. Die Funk­ti­on wesent­li­cher Tei­le die­ser Maschi­ne wur­de erklärt.

Bei­spiels­wei­se müs­sen supra­lei­ten­de Elek­tro­ma­gne­te auf -271°C her­un­ter­ge­kühlt wer­den. Im Betrieb sor­gen die­se Magne­te dafür, dass sich die Teil­chen im Ring­be­schleu­ni­ger auf Kreis­bah­nen bewe­gen. Dazu müs­sen sie mit einer Strom­stär­ke von 16000 Ampere durch­flos­sen wer­den. Außer­dem wer­den Beschleu­ni­gungs­ka­pa­zi­tä­ten benö­tigt, die die Teil­chen im Ring auf 99,9 Pro­zent der Licht­ge­schwin­dig­keit beschleu­ni­gen. Dabei wer­den Ener­gi­en von mehr als 1012eV erreicht.

Im letz­ten Teil der Füh­rung stand das Kon­troll­zen­trum des Ring­be­schleu­ni­gers auf dem Pro­gramm sowie die Boden­sta­ti­on eines Teil­chen­de­tek­tors, der auf der ISS sta­tio­niert ist und vom CERN aus gesteu­ert wird, was bei den Jugend­li­chen aus Schram­berg nach­hal­ti­gen Ein­druck hin­ter­ließ.

Die Fried­rich-Ebert-Schu­le möch­te mit Exkur­sio­nen wie die­ser das Inter­es­se für Natur­wis­sen­schaf­ten bei den Schü­lern stär­ken. Und wenn die lan­ge Anfahrt an den Gen­fer See auch stra­pa­zi­ös war, so sprach die Begeis­te­rung dafür, dass dies zu einem guten Teil erreicht wur­de.”