ROTTWEIL (al) –  Ott­mar Hörl ist wie­der da. 2005 hat­te er die Stadt mit Hun­der­ten Rott­wei­lern beglückt. Nun lässt er – in einer Tan­dem-Aus­stel­lung mit Urban Hüter – im Forum Kunst Außer­ir­di­sche lan­den.

Die sind wider Erwar­ten jedoch nicht blau, kom­men also wohl nicht vom Mars. Viel­mehr sind sie so schwarz wie im Kern alle Hörl-Mul­ti­ple, mit denen er die Repu­blik land­auf, land­ab bevöl­kert – von Dürer-Hasen in Nürn­berg über Marx-Männ­chen in Trier und Ber­li­ner Bären an der Spree bis zu den DDR-Ampel­männ­chen, mit denen er der­zeit in Frank­furt an die vor 25 Jah­ren erlang­te deut­sche Ein­heit erin­nert.

Sym­pa­thisch wir­ken Hörls Außer­ir­di­sche den­noch. Zum einen sind sie knuf­fig klein – sie wur­den bei der gut besuch­ten Ver­nis­sa­ge am Sams­tag­abend denn auch von Kin­dern gleich wie Ted­dy­bä­ren her­um­ge­tra­gen. Zum andern recken sie einem freund­lich die Hand zur Begrü­ßung ent­ge­gen. Hörl hat sei­nem neu­en Pro­jekt denn auch den grif­fi­gen Titel „Grüßt‘ Euch!“ gege­ben. Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Ereig­nis­se liest man es wie eine Illus­tra­ti­on der viel beschwo­re­nen Will­kom­mens­kul­tur.

Zu sehen sind im Bür­ger­saal am Fried­richs­platz auch aus­la­den­de amor­phe Arbei­ten von Urban Hüter, einem ehe­ma­li­gen Stu­den­ten Hörls. Sie über­trump­fen im For­mat die seri­el­len Arbei­ten des Pro­fes­sors. Was Hüters und Hörls Objek­te ver­bin­det sind ins­be­son­de­re Mate­ri­al und Far­be. Zusam­men fügen sich die Arbei­ten zu einer Sze­ne­rie, die wahr­lich in eine Star Trek-Epi­so­de pas­sen wür­de.

Info: So sehen bis 8. Novem­ber. Geöff­net Diens­tag, Mitt­woch, Frei­tag 14 bis 17 Uhr, Don­ners­tag 17 bis 20 Uhr, Sams­tag und Sonn­tag 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.