Grüne nominieren Sonja Rajsp als Landtagskandidatin

Bei der Nomi­nie­rungs­ver­an­stal­tung von Bünd­nis 90 /Die Grü­nen im Café zur Bie­nen­kö­ni­gin am Frei­tag­abend wur­de die Lau­ter­ba­che­rin Son­ja Rajsp zur Kan­di­da­tin für die baden-würt­tem­ber­gi­sche Land­tags­wahl gewählt. Sie setz­te sich, laut Pres­se­mit­tei­lung der Grü­nen, mit zwei-Drit­tel-Mehr­heit gegen Vol­ker Goerz aus Wald­mös­sin­gen durch.

ZIMMERN (pm) „Ich will das Tes­ti­mo­ni­al für grü­ne Poli­tik hier in Rott­weil sein“, sag­te Rajsp. Tes­ti­mo­ni­als sei­en laut Wiki­pe­dia „real leben­de bezie­hungs­wei­se ver­stor­be­ne Per­so­nen oder fik­ti­ve Gestal­ten, die sich für eine Mar­ke aus­spre­chen“. Tes­ti­mo­ni­als gäben Zeug­nis für die Leis­tung einer Mar­ke und bürg­ten für deren Qua­li­tät, Güte, Nütz­lich­keit und/oder Preis­wür­dig­keit.

Als Bei­spiel nann­te sie den Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter Herr Kai­ser sowie Kle­men­ti­ne. „Ich möch­te die grü­ne Kle­men­ti­ne für Rott­weil sein“, beton­te Rajsp. Schließ­lich habe die grü­ne Poli­tik der letz­ten Jah­re dem Länd­le wirk­lich gut getan, und das Bes­te, was pas­sie­ren kön­ne, sei noch eine wei­te­re Amts­zeit für Win­fried Kret­sch­mann. „Ich bin ein gutes Gegen­ge­wicht zu den Her­ren Mit­kan­di­da­ten von den ande­ren Par­tei­en“, so Rajsp.

Minis­ter Alex­an­der Bonde gra­tu­lier­te persönlich.Als Zweit­kan­di­dat für die anste­hen­de Land­tags­wahl wur­de Vol­ker Goerz dann fast ein­stim­mig gewählt. Der eben­falls anwe­sen­de baden-würt­tem­ber­gi­sche Minis­ter für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz Alex­an­der Bonde gra­tu­lier­te bei­den herz­lich und wünsch­te bei­den viel Erfolg und Durch­hal­te­ver­mö­gen. In Erin­ne­rung an die Besich­ti­gung der Flöz­lin­ger Hirsch­braue­rei am 2. Mai beton­te er, er sei immer gern im Wahl­kreis – aber nicht nur des tol­len Bie­res wegen.

Bonde gab im Anschluss an das Wahl­pro­ze­de­re einen kur­zen Abriss über die bis­he­ri­gen Erfol­ge. Die Ein­rich­tung des Natio­nal­parks Schwarz­wald, erfolg­rei­che Ver­hand­lun­gen für unse­re Land­wir­te und die länd­li­chen Räu­me in Brüs­sel und auf Bun­des­ebe­ne, ein Kon­zept zur regio­na­len Schul­ent­wick­lung, ein wirk­sa­mer Akti­ons­plan zur Stär­kung des Öko­land­baus in Baden-Würt­tem­berg, die Ernen­nung einer Tier­schutz­be­auf­trag­ten, der Kampf gegen den Anbau von Gen­tech­nik im Land und eine Breit­ban­dinitia­ti­ve, die schnel­les Inter­net bes­ser in die Flä­che bringt: Das sind nur eini­ge Bei­spie­le dafür, wie kraft­voll die grün-rote Lan­des­re­gie­rung Baden-Würt­tem­berg moder­ni­siert und zukunfts­fä­hig gestal­tet – und wie deut­lich eine grü­ne Hand­schrift zu erken­nen ist.

Wich­tig sei es, die länd­li­chen Räu­me in Baden-Würt­tem­berg stark zu hal­ten und wich­ti­ge The­men wie Natur­schutz, Tou­ris­mus und Struk­tur­po­li­tik wei­ter zu för­dern. Aller­dings gebe es nach dem Mot­to „Viel erreicht, noch viel vor“ noch genug zu tun, um den Reform­stau der letz­ten Legis­la­tu­ren auf­zu­lö­sen. „In fünf Jah­ren kann man nicht alles schaf­fen, was man sich vor­ge­nom­men hat – man­ches braucht ein­fach Zeit“, sag­te er und nann­te als Bei­spiel die Wind­ener­gie. Im Durch­schnitt daue­re der Bau einer Wind­ener­gie­an­la­ge 4,5 Jah­re. „Und wenn vor­her noch das Lan­des­pla­nungs­ge­setz geän­dert wer­den muss, was auch 1,5 Jah­re dau­ert – dann kann da logi­scher­wei­se in einer Legis­la­tur nicht viel pas­sie­ren“, so Bonde. Aber über 200 Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren im ver­gan­ge­nen Jahr lie­ßen erken­nen, dass sich auch bei der Wind­ener­gie etwas tue.

 

Das geplan­te Ver­an­stal­tungs­en­de von 21 Uhr ver­zö­ger­te sich um eine Stun­de auf 22 Uhr – dann erst ver­lie­ßen die letz­ten Mit­glie­der mit ihrer grü­nen Kle­men­ti­ne die „Bie­nen­kö­ni­gin“.