hinten von links Klaus Wirthwein (Landesvorsitzender "Freie Wähler" Baden-Württemberg, Listenkandidat 1 der Landesliste Baden-Württemberg zur Bundestagswahl 2017) Dursun Ali Dayi (Stellvertretender Landesvorsitzender "Freie Wähler" Baden-Württemberg, Listenkandidat 6 der Landesliste Baden-Württemberg zur Bundestagswahl 2017)vorne von links Carmen Spiegelhalder-Schäfer (Stellvertretende Bezirksvorsitzende "Freie Wähler" Südbaden, Listenkandidatin 2 der Landesliste Baden-Württemberg zur Bundestagswahl 2017) Ulrike Müller (Abgeordnete des Europäischen Parlaments, stellvertretende Landesvorsitzende "Freie Wähler" Bayern, Vizepräsidentin der Europäischen Demokratischen Partei (EDP)) Defne Ilayda Dayi (Listenkandidatin 12 der Landesliste Baden-Württemberg zur Bundestagswahl 2017) Foto: pm

Schram­berg (pm) Am 2. Juni fand in der Vil­la Jung­hans eine Kon­fe­renz der ALDE-Frak­ti­on zum The­ma „Sozia­le Gerech­tig­keit in Euro­pa“ statt. Dar­über berich­ten die „Frei­en Wäh­ler” in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Hier­zu gela­den hat­te die Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Mül­ler („Freie Wäh­ler” Mit­glied). Zu die­ser Kon­fe­renz kamen inter­es­sier­te Mit­bür­ger aus Schram­berg und Umge­bung sowie Mit­glie­der der Lan­des­ver­ei­ni­gung „Frei­en Wäh­ler”. Inter­es­sant war der Anteil an Teil­neh­mern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, die sehr ein­drucks­voll ihre eige­nen Erfah­run­gen schil­dern konn­ten.
Nach einer kur­zen Begrü­ßung des „Frei­en Wäh­ler” Lan­des­vor­sit­zen­den Klaus Wir­thwein stell­te Ulri­ke Mül­ler sehr anschau­lich die Arbeit der Kom­mis­si­on in Brüs­sel dar. Sie refe­rier­te aus­führ­lich über sich und ihre Arbeit im Euro­päi­schen Par­la­ment, über ihre Tätig­keit in ver­schie­de­nen Aus­schüs­sen (AGRI, ENVI, D‑CA, DSAS, DCAS) und, dass sie, als All­gäu­er Bäue­rin, die von Mon­tag bis Don­ners­tag in Brüs­sel oder auch in Straß­burg ihrer Arbeit als Abge­ord­ne­te ihrer Arbeit nach­geht und Frei­tag bis Sonn­tag ihrem Mann im All­gäu hilft 80 Kühe zu mel­ken und Jung­vieh zu ver­sor­gen, wahr­schein­lich näher an den Pro­ble­men der Men­schen steht, als ein Abge­ord­ne­ter, der nach sei­nem Stu­di­um in die Poli­tik geht und sich nie­mals einer Ver­ant­wor­tung bewusst war.
Ihr sehr ein­drucks­vol­ler Bericht ende­tet in der Erkennt­nis, dass vie­le Abge­ord­ne­te nicht mehr an der Basis ste­hen und des­halb nicht erken­nen, wo in der Bevöl­ke­rung der Schuh drückt.
Danach wur­den mit den Gäs­ten ein­zel­ne The­men im Aus­tausch ver­tieft und dis­ku­tiert, wie z.B. der zukünf­ti­ge Umgang mit dem Bre­x­it, den Mit­glieds­län­dern Ungarn und Polen sowie TTIP.

Der zwei­te Refe­rent Klaus Drey­er, wel­cher für den kurz­fris­tig erkrank­ten Hans Haa­ser ein­sprang, war Mit­ar­bei­ter bei der Fir­ma Jung­hans und war bis zu sei­nem Arbeits­en­de mit der Ver­wal­tung der Lie­gen­schaf­ten der Fir­ma Jung­hans betraut. Er refe­rier­te sehr anschau­lich über die Lebens­ge­schich­te der Fami­lie Jung­hans, die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung des Unter­neh­mens Jung­hans sowie über die unter­neh­me­ri­sche wie auch sozia­le Ver­ant­wor­tung und das sozia­le Enga­ge­ment der Fami­lie Jung­hans in Schram­berg. Wobei die unter­neh­me­ri­sche Kom­po­nen­te wohl die stär­ke­re Moti­va­ti­on war.

Nichts­des­to­trotz zeig­te er auf, wie sich bei­des ver­ein­ba­ren ließ und nicht der Mensch durch der Pro­fit­gier unter­geht. Die­se Geschich­te führ­te jedem vor Augen, wie ein sozia­ler Auf­stieg und die damit ver­bun­de­nen Annehm­lich­kei­ten einer sozia­len, unter­neh­me­ri­schen Ver­ant­wor­tung vor etwa 150 bis 200 Jah­ren geschaf­fen wur­de, der lan­ge Zeit Bestand hat­te und vor etwa 50 Jah­ren wie­der abge­baut wur­de. Dies in Zei­ten sozi­al­de­mo­kra­ti­scher
(SPD) und christ­lich-sozia­ler Ver­ant­wor­tung (CDU) als Regie­rungs­par­tei.
Nun arbei­ten wir an einem Sozi­al­stan­dard, den wir schon vor 200 Jah­ren in Tei­len der Repu­blik hat­ten. Z.B. in Schram­berg: Kos­ten­lo­ses Hal­len­bad (1903!) für die Mit­ar­bei­ter!
Arbeit für Unge­lern­te im soge­nann­ten „Armen­ar­beits­haus“! Sowie auch den dama­li­gen Auf­bau einer kos­ten­lo­sen Sozi­al- und Kran­ken­in­sti­tu­ti­on unter der Feder­füh­rung
von und mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung sei­tens Hele­ne Jung­hans (Ehren­bür­ge­rin der Stadt Schram­berg), des spä­te­ren und heu­te aus finan­zi­el­len Grün­den nicht mehr exis­tie­ren­den Kreis­kran­ken­hau­ses in Schram­berg! Die­ser Stan­dard wur­de unter den eta­blier­ten Par­tei­en suk­zes­si­ve abge­baut und wird nun als Wahl­kampf­the­ma wie­der sti­li­siert.
Es war alles in allem ein wun­der­ba­rer Aus­tausch von Ansich­ten über das Leben im Euro­pa von heu­te, unse­re gemein­sa­me sozia­le Ver­ant­wor­tung und mit vie­len Impul­sen wes­halb die Euro­päi­sche Uni­on rich­tig und wich­tig ist. Wei­ter­hin mach­te es deut­lich, dass „Frei­en Wäh­ler” mit ihren mit­tel­stän­di­schen Mit­glie­dern wie Ulri­ke Mül­ler Wer­te ver­kör­pern und kei­ne Ideo­lo­gi­en.