Bei einer Ent­hal­tung hat der Schram­ber­ger Gemein­de­rat den Kauf eines VW-Bus­ses „Kut­se­nits City I“ für den Bür­ger­bus-Ver­ein Schram­berg (BBS) beschlos­sen. Einen Sperr­ver­merk im Haus­halt hat der Rat auf­ge­ho­ben, weil der Ver­ein gegrün­det ist und im Haus­halt die not­wen­di­gen Mit­tel bereit ste­hen.

SCHRAMBERG (him) – Mitt­ler­wei­le hat der Ver­ein etwa 25 ehren­amt­li­che Fah­rer, von denen einer – Uli Bauknecht – gar bereit wäre, nächt­li­che Fahr­ten mit Jugend­li­chen zu unter­neh­men.

Ins­ge­samt sind im Haus­halt knapp 134.000 Euro für den Kauf des Bus­ses und wei­te­re 22.000 Euro für den Betrieb vor­ge­se­hen. Ein Zuschuss des Lan­des von 22.000 Euro für den Bus­kauf kann erst bean­tragt wer­den, wenn klar ist, wel­ches Fahr­zeug beschafft wer­den soll, so Fach­be­reichs­lei­ter Bert­hold Kam­me­rer. Die BBS-Vor­stän­de hät­ten die ver­schie­de­nen Ange­bo­te „auf Herz und Nie­ren geprüft“, so Kam­me­rer, und sei­en zu dem Schluss gekom­men, der VW-Bus sei am geeig­nets­ten. Der Zeit­plan – Start im Sep­tem­ber- sei nicht ver­bind­lich, denn die Stadt dür­fe den Bus erst bestel­len, wenn eine Zuschuss­zu­sa­ge vor­liegt.

Für die CDU lob­te Domi­nik Die­ter­le den Ver­ein für sein Enga­ge­ment (wie spä­ter dann auch alle ande­ren Frak­tio­nen) und beton­te, der Bus sei für alle Genera­tio­nen. Bernd Rich­ter (ÖDP) mein­te, der Bür­ger­bus „soll und muss erfolg­reich sein.“ Das hän­ge davon ab, dass er auch genutzt wer­de. Hans Jörg Fahr­ner (SPD-Bunt­specht) wünsch­te sich eben­falls, dass das Ange­bot ange­nom­men wer­de. Er beob­ach­te, dass auch die klei­ne­ren Bus­se des Stadt­ver­kehrs oft ohne Fahr­gäs­te ihre Run­den dreh­ten.

Auf Nach­fra­ge eines Rates erläu­ter­te BBS-Vor­stand Mat­thi­as Kohl­ha­se, dass der etwa 20.000 Euro teu­re­re VW Bus im Ver­gleich zu einem Bus von Mer­ce­des ein Nie­der­flur­bus sei, was den Ein- und Aus­stieg erleich­te­re. Der Furt­wan­ger Bür­ger­bus sei ein VW-Bus und die dor­ti­ge Grup­pe sei „voll des Lobes.“

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog for­der­te die Bür­ger auf, „regen Gebrauch“ vom Ange­bot zu machen, denn der Bus wer­de zunächst zwei Jah­re erprobt: Er wol­le sich nur ungern mit der Fra­ge beschäf­ti­gen müs­sen, das Ange­bot wie­der ein­zu­stel­len. Schließ­lich beschloss der Rat bei einer Ent­hal­tung, den Sperr­ver­merk im Haus­halt auf­zu­he­ben, den Nut­zungs­ver­trag mit dem Ver­ein zu schlie­ßen, einen Lan­des­zu­schuss zu bean­tra­gen und dann den Bus auch zu bestel­len.