Die Woche fängt ja gut an für Rott­weils Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß. Er hat am Mon­tag­mor­gen, noch vor zehn Uhr einen Wut­brief der Gefäng­nis­geg­ner erhal­ten.

In dem mehr­sei­ti­gen Schrei­ben schla­gen die Gefäng­nis- bezie­hungs­wei­se -Stand­ort­geg­ner eine Ein­la­dung der Stadt­ver­wal­tung aus zur mor­gi­gen Über­ga­be eines Demo­kra­tie-Prei­ses im Nach­gang des Bür­ger­ent­scheids über das Lan­des­ge­fäng­nis. Offen­bar sehen die Gefäng­nis­geg­ner die Stadt­ver­wal­tung als den fal­schen Preis­trä­ger. Es sei „eine Ver­höh­nung der Bür­ger, die den Bür­ger­ent­scheid durch­ge­setzt haben, wenn nun die Stadt Rott­weil einen Demo­kra­tie-Preis erhält”, heißt es im Brief an den Bür­ger­meis­ter.

Für die „vor­bild­li­che Beglei­tung des Bür­ger­ent­schei­des über den Stand­ort zum Bau einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt (JVA)”, wie es in der Ankün­di­gung der Preis­über­ga­be heißt, wol­le die Lan­des­ge­schäfts­füh­re­rin des Ver­eins Mehr Demo­kra­tie, Sarah Hän­del am Diens­tag, 14. Juni, 17 Uhr, die Demo­kra­tie-Rose im Sit­zungs­saal des Neu­en Rat­hau­ses an Ober­bür­ger­meis­ter Broß über­rei­chen. Staats­rä­tin Gise­la Erler will an der Preis­ver­lei­hung eben­falls teil­neh­men und ein Gruß­wort spre­chen.

Jetzt wis­sen wir, was die füh­ren­den Ver­tre­ter des ört­li­chen Natur­schutz­bun­des und der Bür­ger­initia­ti­ve „Neckar­burg ohne Gefäng­nis” das ver­gan­ge­ne, ver­reg­ne­te Wochen­en­de über getan haben. Wolf­gang Bläs­sing, Bernd Franz, Mat­thi­as Probst, Mar­tin Ruof, Hen­ning Theo­bald und Rein­hold Ulm­schnei­der haben einen Brief ver­fasst. Kurz und kna­ckig stel­len sie fest:  „Die maß­geb­li­chen Kräf­te der Rott­wei­ler Stadt­po­li­tik haben sich weit­ge­hend bemüht, einen Bür­ger­ent­scheid zu ver­hin­dern.” Wenn die Stadt­ver­wal­tung nun den Demo­kra­tie­preis erhal­te, dann kann sei­en zuvor Vor­gän­ge schön­ge­re­det wor­den.

Sie kön­nen und wol­len die Ein­la­dung der Stadt zur Über­ga­be der  „Demo­kra­tie-Rose” des Ver­eins Mehr Demo­kra­tie nicht anneh­men, „denn die­se Demo­kra­tie-Rose hat vie­le Dor­nen, aber kei­nen Duft”, schrei­ben die Gefäng­nis- bezie­hungs­wei­se -Stand­ort­geg­ner. „Wir ste­hen Ihnen als Ali­bi-Sta­tis­ten nicht zur Ver­fü­gung”, heißt es in dem Schrei­ben an Broß, sei­ne Refe­ren­tin Gud­run Mül­ler und den Gemein­de­rat selbst.

Die Ent­schei­dung des Ver­eins „Mehr Demo­kra­tie“, der Stadt Rott­weil für beson­ders bür­ger­freund­li­ches Ver­hal­ten die „Demo­kra­tie-Rose” zu ver­lei­hen, sei nach
ein­sei­ti­ger Infor­ma­ti­on erfolgt, nicht auf­grund objek­ti­ver Recher­che, heißt es in dem Brief wei­ter. Die Beglei­tung der Gefäng­nis­an­sied­lung über eine soge­nann­te Begleit­grup­pe sei nicht als vor­bild­lich zu bezeich­nen, „er war ledig­lich eine Fei­gen­blatt-Ver­an­stal­tung”, heißt es in dem Brief.

Allein die Arbeit der Bür­ger­initia­ti­ve „Neckar­burg-ohne-Gefäng­nis” habe dazu geführt, dass die Ent­schei­dung über den JVA-Stand­ort „Esch” in die Hän­de der Rott­wei­ler Bür­ger­schaft gelegt wor­den sei, nach­dem der Rott­wei­ler Gemein­de­rat am 29. April 2015 mit der weit über­wie­gen­den Mehr­heit von CDU, Frei­en Wäh­lern, SPD und FDP gegen die drei Stim­men der Grü­nen, die zwei Stim­men des Forums für Rott­weil (FFR) und die Stim­me des Ober­bür­ger­meis­ters Ralf Broß einen Bür­ger­ent­scheid abge­lehnt hat­te. „Unter die­sen Umstän­den wirkt es wie eine Ver­höh­nung der Bür­ger, die den Bür­ger­ent­scheid durch­ge­setzt haben, wenn nun die Stadt Rott­weil einen Demo­kra­tie-Preis erhält”, so die Gefäng­nis­geg­ner. 

Update: Dar­auf haben am Abend bereits die Stadt­rä­te der SPD reagiert. Sie beant­wor­ten den Brief der Gefäng­nis­geg­ner wie folgt:

Sei­en Sie ver­si­chert, dass die Ent­schei­dung gegen einen Bür­ger­ent­scheid zur JVA auf dem Esch und die Ent­schei­dung für eine JVA an die­sem Stand­ort von den Mit­glie­dern der SPD Gemein­de­rats­frak­ti­on nach reif­li­cher Über­le­gung und nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen getrof­fen wur­den.

Für ihren Ein­satz in der JVA-Debat­te zol­len wir ihnen unse­ren vol­len Respekt.
Zu einem Aus­tausch von Gedan­ken und Argu­men­ten auch in ande­ren kom­mu­nal­po­li­ti­schen Fra­gen sind wir ger­ne bereit.

Herz­li­che Grü­ße

Arved Sass­nick
Ralf Arm­le­der
Jür­gen Mehl

Die Gefäng­nis­geg­ner hat­ten außer­dem fest­ge­hal­ten: Beim Bür­ger­ent­scheid am 20. Sep­tem­ber 2015 hat sich die Mehr­heit der wäh­len­den Rott­wei­ler Bür­ger­schaft für den JVA-Stand­ort Esch aus­ge­spro­chen. „Die­ses Abstim­mungs­er­geb­nis müs­sen wir als Demo­kra­ten akzep­tie­ren wie jedes ande­re Wahl­er­geb­nis auch”, steht nun in dem Absa­ge­brief. „Wir wen­den uns nur dage­gen, dass nach­träg­lich Vor­gän­ge schön­ge­re­det wer­den, die dem Prin­zip der gleich­be­rech­tig­ten Bür­ger­be­tei­li­gung wider­spre­chen.”

Im Fol­gen­den wer­den in dem Brief der Ver­lauf der Gefäng­nis­de­bat­te und das Zustan­de­kom­men des Bür­ger­ent­scheids zusam­men­ge­fasst – aus Sicht der Gefäng­nis- und Stand­ort­geg­ner. Die NRWZ doku­men­tiert das:

 

Dezem­ber 2008
Der JVA-Stand­ort „Esch“ ist seit dem Jahr 2008 umstrit­ten. Die­ser Stand­ort wur­de erst­mals im Dezem­ber 2008 vor­ge­schla­gen, nach­dem die dama­li­ge Lan­des­re­gie­rung über­ra­schend den seit 1975 durch Flä­chen­nut­zungs­plan gesi­cher­ten JVA-Stand­ort „Stall­berg“ im Süden von Rott­weil am Stra­ßen­kreuz B 27 / B 14 wegen Beden­ken gegen den Bau­un­ter­grund abge­lehnt hat­te.

Gegen den Stand­ort „Esch” erho­ben sich mas­si­ve Bür­ger­pro­tes­te, weil er das Por­tal zu dem in Rott­weil und Umge­bung belieb­tes­ten Nah­erho­lungs­ge­biet ist und unmit­tel­bar an das Natur­schutz­ge­biet Neckar­burg, das FFH-NATURA 2000-Gebiet (Land­schafts­schutz­ge­biet) Obe­rer Neckar und ein Was­ser­schutz­ge­biet angrenzt, aus des­sen Quel­len zwölf Ort­schaf­ten ver­sorgt wer­den. Auch die Natur­schutz­ver­bän­de (BUND, NABU, LNV) for­der­ten in einer gemein­sa­men Stel­lung­nah­me vom 25.02.2009, die­sen Stand­ort abzu­leh­nen.

18. März 2009
Der Rott­wei­ler Gemein­de­rat beschloss bei zwei Gegen­stim­men in sei­ner Sit­zung vom 18.03.2009: „Der Stand­ort Esch ist für den Bau einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt unge­eig­net.“ Laut Pres­se­mit­tei­lung der Stadt gaben die Rats­mit­glie­der den Land­schafts­schutz an: Das Esch grenzt an das Natur­schutz­ge­biet rund um die Neckar­burg an, das auch von vie­len Bür­gern als Nah­erho­lungs­ziel genutzt wird.

13. Juli 2014
Nach­dem die Bür­ger­schaft der Gemein­de Tunin­gen den von der Lan­des­re­gie­rung für den Bau einer JVA favo­ri­sier­ten Kon­ver­si­ons­stand­ort auf einer Indus­trie­bra­che in einem von Bür­ger­meis­ter und Gemein­de­rat initi­ier­ten Bür­ger­ent­scheid abge­lehnt hat, gibt der Rott­wei­ler Ober­bür­ger­meis­ter (OB) Broß der über­re­gio­na­len Tages­zei­tung „Die Welt“ ein Inter­view. Dar­in wirbt er für einen JVA-Stand­ort auf Rott­wei­ler Gemar­kung mit dem Argu­ment, dass man auf einen Bür­ger­ent­scheid ver­zich­ten wol­le. Wört­lich wird OB Broß zitiert: „Wenn man alle unlieb­sa­men Pro­jek­te in einen Bür­ger­ent­scheid mün­den lässt, dann wird Poli­tik nicht hand­lungs­fä­hig blei­ben.”

23. Juli 2014
Unmit­tel­bar vor der Som­mer­pau­se und weni­ge Tage vor der ers­ten the­men­be­zo­ge­nen Sit­zung des neu­ge­wähl­ten und noch nicht ein­ge­ar­bei­te­ten Rott­wei­ler Gemein­de­ra­tes for­dert die Rott­wei­ler Stadt­ver­wal­tung das Gre­mi­um auf, das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ein­ver­ständ­nis zur Errich­tung einer JVA am Stand­ort Esch zu ertei­len.

Dem Gemein­de­rat liegt in sei­ner Sit­zung vom 23.07.2014 eine neue, gemein­sa­me Stel­lung­nah­me der Natur­schutz­ver­bän­de vom 21.07.2014 zum umstrit­te­nen Stand­ort vor, die auch an die ableh­nen­de Ent­schei­dung des Gemein­de­ra­tes vom 18.03.2009 erin­nert. Die Natur­schutz­ver­bän­de the­ma­ti­sie­ren die Pro­ble­me Was­ser­schutz, Flä­chen­ver­sie­ge­lung, Land­schafts­zer­sie­de­lung, kos­ten­auf­wen­di­ge Erschlie­ßung, Beein­träch­ti­gung der Land­wirt­schaft sowie der benach­bar­ten Natur­schutz- und FFHNATURA- 2000-Gebie­te, Ver­un­stal­tung des unge­trüb­ten Land­schafts­bil­des und Beein­träch­ti­gung von Nah­erho­lung und Tou­ris­mus.

Die Stel­lung­nah­me der Natur­schutz­ver­bän­de wird im Gemein­de­rat mit kei­nem Wort erör­tert, genau­so wenig wie die Beden­ken, die in den Jah­ren 2008/2009 aus der Bevöl­ke­rung geäu­ßert wur­den. Nach­dem die Frak­ti­ons­spre­cher ledig­lich vor­ge­fer­tig­te State­ments abge­ge­ben haben, stimmt der Gemein­de­rat ohne ernst­haf­te Dis­kus­si­on mit über­wie­gen­der Mehr­heit bei ledig­lich sechs Gegen­stim­men für den Vor­schlag der Stadt­ver­wal­tung. Unter den zustim­men­den Gemein­de­rä­ten befin­den sich 10 Mit­glie­der des Gre­mi­ums, die bereits am 18.03.2009 dem Gemein­de­rat ange­hör­ten und sich bei der Sit­zung vom 18.03.2009 vehe­ment gegen den JVA-Stand­ort Esch aus­ge­spro­chen hat­ten. Eine nach­voll­zieh­ba­re Begrün­dung für ihren Mei­nungs­wech­sel geben sie nicht.

18. April 2015
OB Broß spricht sich in einem Inter­view über­ra­schend für einen Bür­ger­ent­scheid zum JVA-Stand­ort Esch aus. Eine für die­sen Vor­schlag wei­ter wer­ben­de Akti­vi­tät ist öffent­lich nicht erkenn­bar.

29. April 2015
In der öffent­li­chen Sit­zung des Gemein­de­rats vom 29.04.2015 bringt der OB die Mög­lich­keit eines Bür­ger­ent­scheids zur Spra­che, lässt aber kei­ne Anstren­gun­gen erken­nen, das Gre­mi­um von sei­nem gegen­über der Pres­se geäu­ßer­ten Vor­schlag zu über­zeu­gen. Nach­dem nur „Fens­ter­re­den“ gehal­ten wur­den, kommt es auf Initia­ti­ve eines Gemein­de­rats von FFR (Forum für Rott­weil) zur Abstim­mung: Nur die drei Gemein­de­rä­te der Grü­nen und die zwei Gemein­de­rä­te von FFR sowie der OB stim­men für den Bür­ger­ent­scheid. Die Mehr­heits­frak­tio­nen behaup­ten, sie hät­ten nicht genug Zeit, die Bür­ger zu infor­mie­ren.

29. Mai 2015
Die Bür­ger­initia­ti­ve Neckar­burg-ohne-Gefäng­nis star­tet ein Bür­ger­be­geh­ren zu der Fra­ge: „Soll auf dem Rott­wei­ler Stand­ort Esch bei der Neckar­burg eine Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt (JVA) errich­tet wer­den?“ Obwohl OB Broß in der Sit­zung des Gemein­de­rats vom 29.04.2015 für einen Bür­ger­ent­scheid gestimmt hat, lehnt er es ab, die Unter­schrif­ten­lis­te des Bür­ger­be­geh­rens für einen Bür­ger­ent­scheid zu unter­zeich­nen.

21.Juli 2015
Das Wahl­amt der Stadt Rott­weil stellt fest, dass das von der Bür­ger­initia­ti­ve Neckar­burg-ohne-Gefäng­nis initi­ier­te Bür­ger­be­geh­ren die erfor­der­li­che Zahl an Unter­schrif­ten erreicht hat. Am glei­chen Tag teilt die Lan­des­re­gie­rung mit, dass sie den Stand­ort Esch für den am bes­ten geeig­ne­ten Stand­ort für eine neue JVA hält.

22. Juli 2015
Da das Bür­ger­be­geh­ren das nach der Gemein­de­ord­nung erfor­der­li­che Quo­rum erreicht hat, muss der Gemein­de­rat der Stadt Rott­weil das Bür­ger­be­geh­ren für zuläs­sig erklä­ren und beschließt, dass am 20. Sep­tem­ber 2015 ein Bür­ger­ent­scheid durch­ge­führt wird. Das ers­te erfolg­rei­che Bür­ger­be­geh­ren in Rott­weil beun­ru­hig­te sowohl die Stadt­ver­wal­tung wie die Lan­des­re­gie­rung, weil das Ziel des Bür­ger­be­geh­rens ihren Absich­ten wider­sprach. Es wur­de des­halb eine Begleit­grup­pe ins Leben geru­fen, in der die Pro­jekt­geg­ner gezielt unter­re­prä­sen­tiert wur­den. Dies ergibt sich bereits aus den Ein­la­dungs­lis­ten zu den Sit­zun­gen der Begleit­grup­pe.

5. August 2015
Als die Begleit­grup­pe am 05.08.2015 erst­mals tag­te, lag bereits der abstim­mungs­rei­fe Gesetz­ent­wurf zur Neu­fas­sung des § 21 der Gemein­de­ord­nung (GO) zu Bür­ger­be­geh­ren und Bür­ger­ent­scheid vor. Nach § 21 (5) GO sind bei der schrift­li­chen Infor­ma­ti­on zum Bür­ger­ent­scheid die Ver­trau­ens­per­so­nen des Bür­ger­be­geh­rens in glei­chem Umfang zu betei­li­gen wie die Gemein­de­or­ga­ne.

Den­noch war die Stadt­ver­wal­tung nicht bereit, den Ver­trau­ens­per­so­nen des Bür­ger­be­geh­rens in der geplan­ten 16-sei­ti­gen Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re mehr als 2 Sei­ten ein­zu­räu­men. Auch die Bit­te, wenigs­tens der Initia­ti­ve, die den Bür­ger­ent­scheid erwirkt hat, und den Natur­schutz­ver­bän­den jeweils 2 Sei­ten ein­zu­räu­men, wur­de abge­lehnt. Zur Begrün­dung berief sich die Stadt­ver­wal­tung u.a. dar­auf, sie müs­se für eine zum dama­li­gen Zeit­punkt noch gar nicht exis­ten­te Bür­ger­initia­ti­ve pro Stand­ort Esch Platz frei­hal­ten. Die­se drei Wochen spä­ter gegrün­de­te, vom ört­li­chen Volks­bank-Vor­stand ange­führ­te und von der Volks­bank Rott­weil gespon­ser­te Initia­ti­ve hat­te am Zustan­de­kom­men des Bür­ger­ent­schei­des kei­ner­lei Anteil, wur­de jedoch in der Ein in der Sit­zung anwe­sen­der Mit­ar­bei­ter des Staats­mi­nis­te­ri­ums erklär­te, die Initia­to­ren des Bür­ger­ent­schei­des soll­ten froh sein, über­haupt an der Bro­schü­re betei­ligt zu wer­den.

Der Vor­schlag der Bür­ger­initia­ti­ve, die Bro­schü­re um wenigs­tens 2 Sei­ten zu erwei­tern, wur­de mit der Begrün­dung abge­lehnt, dass dies zu viel kos­te. Ein sehr dürf­ti­ges Argu­ment, wenn man bedenkt, dass die Stadt­ver­wal­tung für ihre Kam­pa­gne zum Bür­ger­ent­scheid mehr als 90.000 € aus­ge­ge­ben hat. Aus­ga­ben, die auch mit Steu­ern der Bür­ger bezahlt wur­den, die das Pro­jekt der Stadt­ver­wal­tung ablehn­ten. Da die Bür­ger­initia­ti­ve auf­grund der von der Stadt­ver­wal­tung gewoll­ten Beschrän­kung ihre Argu­men­te nicht aus­rei­chend dar­stel­len konn­te, sah sie sich gezwun­gen, die Bür­ger­schaft mit einer eige­nen, aus pri­va­ten Mit­teln finan­zier­ten Bro­schü­re zu infor­mie­ren.

15. Sep­tem­ber 2015
Bei der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 15.09.2015 durf­ten 6 Stand­ort­be­für­wor­ter vor­tra­gen, jedoch nur ein Mit­glied der Bür­ger­initia­ti­ve. Bei der anschlie­ßen­den Podi­ums­dis­kus­si­on stan­den einem Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ve 4 Stand­ort­be­für­wor­ter gegen­über.

20.September 2015
Bei einer Wahl­be­tei­li­gung von 48,5 % stimm­ten die in Rott­weil Wahl­be­rech­tig­ten mit 58,4 % für den JVA-Stand­ort Esch, mit 41,6 % gegen den JVA-Stand­ort Esch. Je näher am Bitz­wald bzw. am Stall­berg, des­to höher war die Zustim­mung.