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Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Sulgen: Feuerwehrgerätehaus verteuert sich

Ausschuss bewilligt „Zusatzbedarfe“

SCHRAMBERG (him) – Bewilligt hat der Ausschuss für Umwelt und Technik den Nachschlag für den Bau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Sulgen. Die Arbeiten sind bisher etwa 95.000 Euro teurer als geplant. Bei einem Gesamtvolumen von 3,3 Millionen sind das knapp drei Prozent.

 

Fachbereichsleiter Andreas Krause berichtete, dass inzwischen 90 Prozent der Arbeiten vergeben seien. Um die weiteren Ausschreibungen für die Schließanlage und die Möblierung auf den Weg bringen zu können, brauche die Stadt 95.000 Euro zusätzlich. Hinzu kämen drei Dinge, die die Verwaltung für „sinnvoll und zweckmäßig“ erachte. Der Vorschlag, den Start der Heizung mit der Alarmierung zu verknüpfen, habe sich erledigt: Der Elektriker und der Sanitärinstallateur hätten einen Weg gefunden, wie das kostenneutral bewerkstelligt werden könne.

Architekt Claus Rehm erläuterte die angefallenen Mehrausgaben. Für den Rohbau war eine provisorische Entwässerung nötig geworden, weil die Stadtwerke ihre Anschlüsse noch nicht verlegt hatten. Kosten: 13.000 Euro. Beim Verputz lag das Ausschreibungsergebnis knapp 10.000 Euro über dem Plan, bei den Fenstern fast 15.000 Euro darüber. An anderen Stellen, wie bei der Erschließung oder beim Stahlbau war die Ursache für die Kostensteigerung „Massenmehrung“.
Bei anderen Gewerken, wie etwa dem Estrich, den Fassadenplatten oder bei den Türen lagen die Angebote unter dem Plan. Die Gemeinderäte haben nach einigen Nachfragen und Diskussionen diese Mehrkosten gebilligt.
Stadtbrandmeister Werner Storz wandte sich gegen den Begriff „Sonderwünsche der Feuerwehr“, den die NRWZ verwendet hatte, oder Zusatzwünsche, von denen OB Thomas Herzog sprach: „Das tut uns weh, die Feuerwehr hat keine Wünsche, wir haben Bedarfe.“ Ein solcher „Bedarf“ wäre ein vier Meter hoher Pylon an der Einfahrt, um anzuzeigen, hier ist die Feuerwehr angesiedelt. „Das sieht man landauf, landab“, so Storz. Außerdem habe die Feuerwehr auf ein Bauschild verzichtet, das sicher auch 3000 Euro gekostet hätte. Bedarf gäbe es auch für ein Schiebetor zur Werkstatt statt Flügeltüren, weil diese platzsparender seien und die Arbeit weniger behinderten. Schließlich sei von der Verwaltung, nicht von der Feuerwehr der Vorschlag gekommen, weitere LED-Leuchten im Verwaltungsteil zu installieren.
Elektroingenieur Peter Schnell ergänzte, dass die Industrie die LEDs sehr schnell weiterentwickelt habe. Bei der Planung vor anderthalb Jahren seien die Lebensdauer und der Preis bei LEDs noch nicht wirtschaftlich gewesen. Inzwischen rechne er damit, dass sich in etwa vier Jahren die Anschaffung amortisieren werde. Der Ausschuss bewilligte schließlich einmütig die etwa 14.000 Euro für die „Zusatzbedarfe“.

 

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