Der Auf­zug­testt­turm in Rott­weil wird plan­mä­ßig im Dezem­ber vom Gene­ral­un­ter­neh­mer Züb­lin an thyssenkrupp über­ge­ben. Mit der Über­ga­be star­tet der offi­zi­el­le For­schungs­be­trieb im Turm, künf­ti­ge Auf­zugs­in­no­va­tio­nen sol­len dann am Stand­ort Rott­weil für die Metro­po­len die­ser Welt ent­wi­ckelt und zer­ti­fi­ziert wer­den. Das teil­te der Auf­zug­bau­er thyssenkrupp Ele­va­tor am Mon­tag mit.

Mit dem Test­turm ver­fügt thyssenkrupp über eines der moderns­ten For­schungs­zen­tren für Auf­zugs­tech­no­lo­gie, zusam­men mit unse­rem Tech­no­lo­gie­park in Neu­hau­sen ent­steht hier in der Regi­on eine Inno­va­ti­ons­schmie­de für urba­ne Mobi­li­tät“, so Andre­as Schie­ren­beck, Vor­stand­vor­sit­zen­der von thyssenkrupp Ele­va­tor, laut einer Pres­se­mit­tei­lung sei­nes Unter­neh­mens. „Hier wer­den ab Dezem­ber zukünf­tig Lösun­gen ent­wi­ckelt, um Städ­te zu den lebens­wer­tes­ten Orten der Welt zu machen.“

Zu den inno­va­ti­ven Auf­zugs­tech­no­lo­gi­en, die dem­nächst in Rott­weil getes­tet wer­den, zählt ins­be­son­de­re der MULTI. Im Test­turm sind drei der zwölf Turm­schäch­te für das neue MUL­TI-Auf­zugs­sys­tem vor­ge­se­hen. Als Antrieb kommt die Magnet­schwe­be­tech­no­lo­gie aus dem Trans­ra­pid zum Ein­satz.

Die­se hat laut dem Auf­zug­bau­er eine Viel­zahl von Vor­tei­len: Durch die seil­lo­se Kon­struk­ti­on kön­nen meh­re­re Auf­zugs­ka­bi­nen in einem Auf­zugs­schacht betrie­ben wer­den. Das erhöht die Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät in einem Schacht um bis zu 50 Pro­zent und redu­ziert gleich­zei­tig den Platz­be­darf des Auf­zugs im Gebäu­de um die Hälf­te. Dazu kön­nen sich die Auf­zü­ge sowohl seit­wärts als auch ohne Limit in die Höhe bewe­gen, was eine nie dage­we­se­ne Archi­tek­tur der Gebäu­de erlaubt.

Auch die Pla­nun­gen zur offi­zi­el­len Ein­wei­hung des Test­turms lau­fen laut thyssenkrupp der­zeit auf Hoch­tou­ren: Gemein­sam mit der trend fac­to­ry, die sich in einer Aus­schrei­bung gegen zwei nam­haf­te Wett­be­wer­ber durch­set­zen konn­te, wird der­zeit der Rah­men für die Eröff­nungs­fei­er geplant.

Zusam­men mit der Stadt Rott­weil soll im „Jahr der Tür­me“ der fer­ti­ge Turm fei­er­lich eröff­net und die dann höchs­te Besu­cher­platt­form Deutsch­lands für die Öffent­lich­keit frei­ge­ge­ben wer­den. trend fac­to­ry-Geschäfts­füh­rer Tho­mas Wen­ger freut sich offen­bar auf die Ver­an­stal­tung im Jahr 2017. „Wir wol­len mit der Eröff­nung des Test­turms einen emo­tio­na­len Höhe­punkt lie­fern. Dies zusam­men mit der Stadt und thyssenkrupp in unse­rer Hei­mat­stadt zu pla­nen und dann umzu­set­zen macht uns sehr stolz. Ein­zel­hei­ten kön­nen wir noch nicht ver­ra­ten, aber man darf gespannt sein.“

Bis zum gemein­sam Ter­min ste­hen noch eini­ge Arbei­ten am Turm an: Die Kon­struk­ti­on der Fas­sa­de aus Poly­te­tra­flu­or­ethy­len (PTFE)-Glasgewebefaser, die als der­zeit höchs­tes Mem­bran­pro­jekt der Welt gilt, ist auf­grund aus­ge­dehn­ter Tests des Mate­ri­als der­zeit ver­zö­gert. Da die Fas­sa­de eine Schlüs­sel­rol­le für den Turm als Wahr­zei­chen und archi­tek­to­ni­sches High­light spielt, sei­en die erwei­ter­ten Tests im Ein­klang mit den hohen Stan­dards des Unter­neh­mens in punk­to Qua­li­tät und Lang­le­big­keit, teilt der Auf­zug­bau­er mit.

Nach Abschluss der fina­len Pha­se wird thyssenkrupp die Eröff­nungs­fei­er gemein­sam mit der Bevöl­ke­rung von Rott­weil fei­ern. „Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Rott­weil freu­en sich auf die Tur­m­er­öff­nung und das gemein­sa­me Eröff­nungs­fest. Deutsch­land­weit erfolg­reich und gleich­zei­tig bes­tens mit der Hei­mat­stadt Rott­weil ver­traut, wird die trend fac­to­ry sicher­lich ein unver­gess­li­ches Event aus­rich­ten“, so Rott­weils Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß.

Aus­ge­hend vom Datum der Fer­tig­stel­lung wer­de die Stadt­ver­wal­tung in enger Abstim­mung mit thys­sen­krupp einen geeig­ne­ten Zeit­punkt für die Eröff­nungs­fei­ern fest­le­gen. „2017 pla­nen wir übri­gens ein gan­zes The­men­jahr mit wei­te­ren kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen, so dass sich unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie alle Gäs­te aus nah und fern auf ein ‚Jahr der Tür­me‘ freu­en dür­fen.“