Kaum einer, der ihn nicht mehr sehen könn­te: den Test­turm für Hoch­ge­schwin­dig­keits­auf­zü­ge, der bei Rott­weil ent­steht. Leser haben uns des­halb neue Bil­der gelie­fert. Und der Erbau­er zeigt einen Vor­ge­schmack auf die fina­le Ver­si­on.

Anfang August”, schreibt das Unter­neh­men thyssenkrupp Ele­va­tor (TKE) auf sei­ner immer umfang­rei­cher wer­den­den Web­site zum Test­turm, „haben wir, nach Abbau der Gleit­scha­lung, das letz­te Stock­werk und den Abschluss der Auf­zugs­schäch­te auf dem Turm beto­niert.” Damit habe der Roh­bau sei­ne vol­le Höhe von 244,1 Metern erreicht. „Die letz­ten 1,9 Meter”, so TKE wei­ter, „wer­den 2016 mit der Mem­bran­spit­ze erzielt.” Einer der Mei­len­stei­ne zuletzt: das Richt­fest. TKE hat davon ein Video ver­öf­fent­licht:

Seit Mit­te August hat mit dem Innen­aus­bau dann die nächs­te Bau­pha­se des höchs­ten Gebäu­des in Baden-Würt­tem­berg begon­nen. Im ers­ten Schritt wer­den die ein­zel­nen Stock­werks­de­cken ein­ge­zo­gen, denn noch ist der Turm von innen leer: Mit der Gleit­scha­lungs­tech­nik ist zunächst eine Beton­röh­re mit­samt Auf­zugs­schäch­ten und Wän­den ent­stan­den.

Ende 2016 soll das Bau­werk fer­tig­ge­stellt sein und in Betrieb gehen. Einen Blick auf die Aus­sichts­platt­form bleibt TKE aber schon heu­te nicht schul­dig:

Foto: ThyssenKrupp Elevator
Die künf­ti­ge Aus­sichts­platt­form. Gra­fik: thyssenkrupp Ele­va­tor

thyssenkrupp Ele­va­tor wei­ter über den Test­turm, das „Mam­mut­pro­jekt”, wie es genannt wird: „In ins­ge­samt zwölf ver­schie­de­nen Schäch­ten kön­nen die Auf­zugs­lö­sun­gen der Zukunft mit Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten von 64,8 Kilo­me­ter pro Stun­de getes­tet und zer­ti­fi­ziert wer­den. Drei Schäch­te sind für den ‚Mul­ti‘ reser­viert” – die TKE-Visi­on von der ver­ti­ka­len und hori­zon­ta­len Per­so­nen­be­för­de­rung, die in Rott­weil zur Markt­rei­fe gebracht wer­den soll. Ein Teil der Schäch­te endet etwa auf der hal­ben Höhe. In dem sich dar­aus erge­be­nen Raum in der obe­ren Hälf­te wird die Wär­me der Gerä­te wie Moto­ren und Com­pu­ter gespei­chert und von dort aus über Wär­me­tau­scher nach Bedarf zurück­ge­führt.

Auf 220 Metern Höhe befin­det sich die Kon­fe­renz­ebe­ne. „Der öffent­li­che Aus­sichts­punkt auf 232 Metern Höhe”, so TKE, „ist Deutsch­lands höchs­te Besu­cher­platt­form und bie­tet dank rund­um boden­tie­fer Ver­gla­sung eine spek­ta­ku­lä­re 360-Grad-Sicht bis auf die Schwä­bi­sche Alb – bei idea­len Bedin­gun­gen sogar bis zu den Schwei­zer Alpen. Ein Pan­ora­ma-Auf­zug mit Glas­wän­den macht bereits den Weg hin­auf zum Erleb­nis.”

Hier sind Bil­der vom künf­ti­gen Inne­ren des Test­turms:

thyssenkrupp über das Pro­jekt wei­ter: „Der neue 246 Meter hohe Auf­zugs­test­turm ist spe­zi­ell auf die Auf­zug­tech­nik von mor­gen aus­ge­legt: In den zwölf Schäch­ten inner­halb des Turms, der einen Durch­mes­ser von 21 Metern auf­weist, kön­nen die Inge­nieu­re Auf­zü­ge mit schwin­del­erre­gen­den Geschwin­dig­kei­ten von bis zu 18 Metern pro Sekun­de tes­ten. Mit die­sem Turm wird Rott­weil zum Zen­trum für die Zukunft der ver­ti­ka­len Per­so­nen­be­för­de­rung.”

Drei Schäch­te mit einer Höhe von 100 Metern sind spe­zi­ell zum Tes­ten der inno­va­ti­ven „Twin-” und „Mul­ti-Sys­te­me” vor­ge­se­hen. Mit dem Mul­ti-Auf­zug neh­me der Traum von der gleich­zei­ti­gen Beför­de­rung meh­re­rer Auf­zug­ka­bi­nen Gestalt an: Die Tech­no­lo­gie der Magnet­schwe­be­bahn hält Ein­zug in der Auf­zug­bran­che, „wodurch die För­der­leis­tung um bis zu 50 Pro­zent gestei­gert und der Raum­be­darf in Gebäu­den erheb­lich gesenkt wer­den kann”, so das Unter­neh­men.

Unse­re Leser erfreu­en sich an ganz ande­ren Din­gen: dem Test­turm im Zusam­men­spiel mit der Natur. So schreibt Mari­na Herr­mann: „Guten mor­gen an die NRWZ-Redak­ti­on, vor eini­gen Minu­ten habe ich unmit­tel­bar vor mei­ner Haus­tü­re die­se schö­nen Bil­der vom Turm auf­ge­nom­men und dach­te mir viel­leicht könnt Ihr ja was damit anfan­gen.” Es folgt ein Smi­ley. Mit einem eben­sol­chen mel­den wir zurück: Ja, wir kön­nen:

 

Auch thyssenkrupp lie­fer­te die ver­gan­ge­nen Tage schon spek­ta­ku­lä­re Bil­der – mit­tels der am Test­turm befind­li­chen Web­cam. Unser Leser Uwe Nes­ter hat sie uns geschickt:

Und hier noch­mal alles auf einen Blick, was da bei Rott­weil ent­steht:

Grafik: ThyssenKrupp Elevator
Gra­fik: thyssenkrupp Ele­va­tor