Tod eines Unternehmers“

Uraufführung eines Dramas von Felix Huby und Hartwin Gromes am Mittwoch, 17. Februar

Das Ensemble der Theaterwerkstatt mit Regisseur Harald Frommer (rechts). Foto: Theaterwerkstatt

Die Thea­ter­werk­statt Schram­berg prä­sen­tiert die Urauf­füh­rung eines Dra­mas von Felix Huby und Hart­win Gro­mes. Pre­mie­re ist am Mitt­woch, 17. Febru­ar um 20 Uhr im Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Saal der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn. Wei­te­re Auf­füh­run­gen:  am 19., 20. und 21. Febru­ar.

Zum Stück schreibt Regis­seur Harald From­mer: „Das 2014 ent­stan­de­ne Dra­ma ist aktu­ell und bewe­gend, es han­delt vom Schick­sal eines Fami­li­en-Unter­neh­mens im ers­ten Jahr­zehnt unse­res Jahr­tau­sends. Ein The­ma des Stücks ist der patri­ar­cha­li­sche Füh­rungs­stil, der sich im Unter­neh­men behaup­tet hat, es geht um sei­ne Schwä­chen und Unzu­läng­lich­kei­ten, aber auch um sei­ne lie­bens­wür­di­gen Sei­ten, um Volks­nä­he und Ver­wur­ze­lung in der Tra­di­ti­on.

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Ger­hard Ruoff als Wal­ter Wei­cker. Foto: Thea­ter­werk­statt

Durch die Fami­lie des Unter­neh­mers geht ein Riss, gezeigt wird die Abhän­gig­keit des Betriebs von der Will­kür und den Lau­nen des Patri­ar­chen, aber auch die Gna­den­lo­sig­keit des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. Zen­tral­ge­stalt ist der Unter­neh­mer Wal­ter Wei­cker, ein Patri­arch mit zugleich lie­bens­wür­di­gen und befremd­li­chen Zügen.

Ger­hard Ruoff spielt in beein­dru­cken­der Wei­se den Unter­neh­mer Wal­ter Wei­cker. Die Hand­lung des Dra­mas spielt sich an einem ein­zi­gen Tag ab, einem Tag voll düs­te­rer Span­nung im Zei­chen des Kamp­fes um den Fort­be­stand der Fir­ma. Es ist zugleich der letz­te Tag eines Jah­res und eines Lebens. Das Ver­häng­nis nimmt sei­nen Lauf, die Uhr läuft ab, die Zeit­bom­be tickt…

Der Tod Wal­ter Wei­ckers sieht auf den ers­ten Blick aus wie die Fol­ge einer unglück­li­chen Ver­ket­tung dum­mer Zufäl­le. Bei nähe­rem Hin­se­hen aber ent­hüllt er sich als Ein­ge­ständ­nis eines Schei­terns. Noch wäh­rend er sich ver­zwei­felt um die Ret­tung sei­ner Fir­ma bemüht, weiß Wei­cker im Grun­de sei­ner See­le, dass die Zeit die­ses Unter­neh­mens abge­lau­fen ist, und er zieht dar­aus sei­ne Kon­se­quen­zen. Sein Dra­ma hat, so bese­hen, eine psy­cho­ana­ly­ti­sche Dimen­si­on: Wei­ckers Tod hat, wenn man so will, Züge einer ‚Fehl­leis­tung‘ im Sin­ne Freuds, einer unfrei­wil­li­gen Ent­hül­lung ver­dräng­ter Gefüh­le und Ein­sich­ten.“

Die Mit­wir­ken­den bei die­ser Insze­nie­rung: Karin Eichen­laub, Gabrie­le From­mer, Lara Kiol­bassa, Bea­te Mey­er-Pick, Klaus And­reae, Lars Born­schein, Roland Eisele, Mar­tin Him­mel­he­ber, Franz Rapp und Ger­hard Ruoff.

Der Kar­ten­vor­ver­kauf fin­det bei der Buch­hand­lung Buch­le­se, Schram­berg statt. Hier kön­nen auch Kar­ten zur Abho­lung an der Abend­kas­se bestellt wer­den (Tele­fon 07422/3585).