Bobby Kimball live. Foto: Elke Reichenbach
Bobby Kimball live. Foto: Elke Reichenbach

Rock­abend vor dem Fei­er­tag: Micha­el Vdel­li & The Hea­vy Hit­ters über­neh­men als Vor­band auch die After­show. Und sind der deut­lich bes­se­re Act des Abends. Bob­by Kim­ball, frü­he­rer Lead­sän­ger von Toto, kann mit knapp sieb­zig Jah­ren kaum noch Stim­me auf­bie­ten – das reißt auch die Begleit­band mit Zweit­sän­ger nicht mehr her­aus.

The Hea­vy Hit­ters, zum Amü­se­ment des Publi­kums ver­se­hent­lich als „The Hea­vy Hit­lers“ ange­sagt, sind das akus­ti­sche Zweit­pro­jekt der aus­tra­lisch-deut­schen Rock­band Vdel­li um den stimm­star­ken Sän­ger und Gitar­rist Micha­el Vdel­li, Leigh Mil­ler am Bass und Hajo Schü­ler am Schlag­zeug, hier ergänzt um den Gitar­ris­ten Marc Raner aus Frei­burg. 50 Minu­ten Vor­pro­gramm aus eige­nen und Cover­songs von John­ny Cash bis zu Foo Figh­ters und The Church brin­gen das Publi­kum rasch auf Tou­ren.

Dann Umbau­pau­se, Bob­by Kim­ball mit Begleit­band auf der Büh­ne, einst für sei­ne mar­kan­te Stim­me welt­be­kannt. Inzwi­schen kann auch die aus­ge­feil­tes­te Tech­nik stimm­li­che Schwä­chen nicht mehr kaschie­ren. Ein­ge­streut in das Pro­gramm sind selbst­re­dend die gro­ßen Hits von Toto. Nur klan­gen die Ori­gi­na­le ein­fach viel bes­ser. “It’s gon­na take a lot to drag me away from you“, singt Kim­ball in „Afri­ca“. Ges­tern war das nicht wirk­lich so.