TTC Rottweil ist vorübergehend wieder Tabellenzweiter

Tischtennis

Mitspielen konnte der Vorsitzende Markus Wöhrstein zwar nicht. Fürs Zählen und Coachen reichte es aber nach eigenen Angaben "gerade noch so". Foto: ttcrw

Tisch­ten­nis-Lan­des­klas­se 5: TTC Rott­weil – TSV Det­tin­gen 9:5. Nach einem durch­wach­se­nen Rück­run­den­start in Met­zin­gen emp­fin­gen die Rott­wei­ler ver­gan­ge­nes Wochen­en­de den spiel­star­ken Tabel­len­sechs­ten TSV Det­tin­gen um ihren kaum zu bezwin­gen­den ehe­ma­li­gen Zweit­li­ga-Spie­ler Peter Skul­ski.

Die Haus­her­ren muss­ten zwar auf ihren wie­der ein­mal ver­letz­ten Vor­sit­zen­den Mar­kus Wöhr­stein ver­zich­ten, konn­ten aber mit ihrem neu­en Top-Akteur Sebas­ti­an Hirsch­berg sozu­sa­gen ersatz­ver­stärkt an die Plat­ten tre­ten.

Obwohl allen Betei­lig­ten bewusst war, dass man gegen solch einen Geg­ner kei­ne Par­tie leicht­fer­tig abge­ben soll­te, gelang es – wie so oft in den letz­ten Par­ti­en – eben wie­der nicht, mit einer Füh­rung aus den Ein­gangs­dop­peln zu gehen, zu vie­le Kon­zen­tra­ti­ons­lö­cher und somit leich­te Feh­ler durch­zo­gen vor allem das eins­ti­ge Ver­bands­li­ga-Spit­zen­dop­pel aus Gerd Mül­ler und Juli­us Schwi­cker. Als dann neben den bei­den abge­ge­be­nen Ein­zeln gegen Det­tin­gens Skul­ski auch noch Phil­ipp Rie­ger in einem sehens­wer­ten Duell gegen den block­si­che­ren Mat­thi­as Bubeck unter­lag, stand die Par­tie mehr denn je auf der Kip­pe. Es lag nun ins­be­son­de­re an Ste­fan Rei­chelt in einer nicht hoch­klas­si­gen, jedoch wahr­haft span­nen­den Ner­ven­schlacht gegen Diet­mar „Top­spin“ Veith, das Ruder zu Guns­ten der Neckar­städ­ter her­um­zu­rei­ßen. Davon ange­sta­chelt, zeig­ten sich im vor­de­ren Paar­kreuz dann sowohl Mül­ler als auch Hirsch­berg gegen den eben­falls höher­klas­sig erfah­re­nen Wolf­gang Romer jeweils wie­der von ihrer bes­ten Sei­te, und so ver­moch­ten Mann­schafts­ka­pi­tän Timo Leh­mann und Alt­meis­ter Juli­us Schwi­cker nur noch nach­zu­le­gen – was bei­de auch post­wen­dend taten.

In sei­nem zwei­ten Ein­zel gegen Veith gelang es wie­der­um Rie­ger, von Beginn an offen­siv mutig, jedoch auch deut­lich fokus­sier­ter und plat­zier­ter zu agie­ren, sodass auch hier ein knap­per aber ver­dien­ter Sieg zu Buche stand. Erneut eher reagie­rend, zit­ter­te – genau­er gesagt block­te – Ste­fan Rei­chelt gemein­sam mit den mit­fie­bern­den Zuschau­ern und sei­nem fieb­ri­gen, ihn den­noch coa­chen­den Vor­stands­kol­le­gen Mar­kus Wöhr­stein sein Match gegen Bubeck gera­de noch so nach Hau­se, sodass Juli­us Schwi­cker gegen die Gäs­te aus dem obe­ren Erms­tal doch noch rela­tiv sou­ve­rän den Deckel drauf­set­zen konn­te.

Für das mora­li­sche Selbst­ver­trau­en aller Rott­wei­ler ein wich­ti­ger Erfolg, geht es doch in den nächs­ten Wochen in stra­pa­ziö­sem Kamp­fe um die Vize-Meis­ter­schaft pri­mär dar­um, nicht zu früh die wei­ße Fah­ne in Sachen Auf­stieg his­sen zu wol­len.