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Rottweil
Freitag, 21. Februar 2020

TTC Rottweil ist vorübergehend wieder Tabellenzweiter

Tischtennis

Tischtennis-Landesklasse 5: TTC Rottweil – TSV Dettingen 9:5. Nach einem durchwachsenen Rückrundenstart in Metzingen empfingen die Rottweiler vergangenes Wochenende den spielstarken Tabellensechsten TSV Dettingen um ihren kaum zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Spieler Peter Skulski.

Die Hausherren mussten zwar auf ihren wieder einmal verletzten Vorsitzenden Markus Wöhrstein verzichten, konnten aber mit ihrem neuen Top-Akteur Sebastian Hirschberg sozusagen ersatzverstärkt an die Platten treten.

Obwohl allen Beteiligten bewusst war, dass man gegen solch einen Gegner keine Partie leichtfertig abgeben sollte, gelang es – wie so oft in den letzten Partien – eben wieder nicht, mit einer Führung aus den Eingangsdoppeln zu gehen, zu viele Konzentrationslöcher und somit leichte Fehler durchzogen vor allem das einstige Verbandsliga-Spitzendoppel aus Gerd Müller und Julius Schwicker. Als dann neben den beiden abgegebenen Einzeln gegen Dettingens Skulski auch noch Philipp Rieger in einem sehenswerten Duell gegen den blocksicheren Matthias Bubeck unterlag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Es lag nun insbesondere an Stefan Reichelt in einer nicht hochklassigen, jedoch wahrhaft spannenden Nervenschlacht gegen Dietmar „Topspin“ Veith, das Ruder zu Gunsten der Neckarstädter herumzureißen. Davon angestachelt, zeigten sich im vorderen Paarkreuz dann sowohl Müller als auch Hirschberg gegen den ebenfalls höherklassig erfahrenen Wolfgang Romer jeweils wieder von ihrer besten Seite, und so vermochten Mannschaftskapitän Timo Lehmann und Altmeister Julius Schwicker nur noch nachzulegen – was beide auch postwendend taten.

In seinem zweiten Einzel gegen Veith gelang es wiederum Rieger, von Beginn an offensiv mutig, jedoch auch deutlich fokussierter und platzierter zu agieren, sodass auch hier ein knapper aber verdienter Sieg zu Buche stand. Erneut eher reagierend, zitterte – genauer gesagt blockte – Stefan Reichelt gemeinsam mit den mitfiebernden Zuschauern und seinem fiebrigen, ihn dennoch coachenden Vorstandskollegen Markus Wöhrstein sein Match gegen Bubeck gerade noch so nach Hause, sodass Julius Schwicker gegen die Gäste aus dem oberen Ermstal doch noch relativ souverän den Deckel draufsetzen konnte.

Für das moralische Selbstvertrauen aller Rottweiler ein wichtiger Erfolg, geht es doch in den nächsten Wochen in strapaziösem Kampfe um die Vize-Meisterschaft primär darum, nicht zu früh die weiße Fahne in Sachen Aufstieg hissen zu wollen.

 

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