Warum die Nachtkennzeichnung am ThyssenKrupp-Testturm hin und wieder nicht leuchtet

Leser melden: Rote Lampen aus / ThyssenKrupp erklärt, warum

Archiv-Foto: Silas Stein

Feu­er am thyssenkrupp-Auf­zug­test­turm ist Pflicht. Und zwar soge­nann­te Hin­der­nis­feu­er. Knall­rot müs­sen die­se sein, dem Chi­ca­go­er Abkom­men für Luft­fahrt­bo­den­feu­er ent­spre­chend. Natür­lich sind am Test­turm die Leuch­ten vor­han­den. Doch in jün­ge­rer Zeit sind sie öfter mal aus­ge­gan­gen, haben uns Leser gemel­det. War­um, erklärt der Haus­herr selbst.

Leichte Nervosität per Twitter

Beim geht das rote Licht nicht. Soll das so?”, frag­te etwa unser Leser Chris­ti­an Kauf­mann per Twit­ter. Ande­re hak­ten direkt bei der NRWZ nach. Denn es geht nicht zuletzt um das The­ma Flug­si­che­rung. Ein mit­ten im Gelän­de ste­hen­der Soli­tär wie der Test­turm, 246 Meter hoch, muss natür­lich nachts für etwa vor­bei flie­gen­de Flug­zeug­pi­lo­ten gut sicht­bar sein. Der Bau stellt schließ­lich ein gewal­ti­ges Hin­der­nis dar.

Nachts bezie­hungs­wei­se bei Dun­kel­heit müs­sen aus jedem Win­kel wenigs­tens zwei die­ser Hin­der­nis­feu­er sicht­bar sein, sagt die All­ge­mei­ne Ver­wal­tungs­vor­schrift zur Kenn­zeich­nung von Luft­fahrt­hin­der­nis­sen. Den Test­turm die­se ring­för­mig ange­ord­ne­ten Leuch­ten auf fünf Ebe­nen.

Ein Ausfall des Hindernisfeuers?

Nachts sind die roten Leucht­feu­er meist an. Doch mit­un­ter nicht, so etwa am Mon­tag­abend. Die Pres­se­stel­le von thyssenkrupp recher­chiert und fin­det her­aus: Ges­tern lief der soge­nann­te „Black Buil­ding Test”, bei dem ver­schie­de­ne Aus­fall­sze­na­ri­en geprüft wur­den. „Wir haben also einen Strom­aus­fall simu­liert und geschaut, wie und wann unse­re Not­strom­ge­ne­ra­to­ren ansprin­gen”, so ein Spre­cher des Unter­neh­mens. „Dadurch sei es auch zu einem kur­zen Aus­fall der roten Beleuch­tung gekom­men.

Der Test gebe thyssenkrupp „die Mög­lich­keit, die Abläu­fe noch bes­ser zu koor­di­nie­ren, damit in Zukunft die Pro­zes­se im Ernst­fall schnel­ler anlau­fen”, so der Unter­neh­mens­spre­cher.