Das Rott­wei­ler Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on ist seit Frei­tag auf einer eige­nen Web­site im Inter­net prä­sent. Damit setzt die Stadt Rott­weil nach eige­nen Anga­ben eine der ers­ten Maß­nah­men um, die beim gemein­sa­men Run­den Tisch im Alten Gym­na­si­um bespro­chen wor­den sind. Die Web­site hat ein Vor­bild: Auch bei der Vor­be­rei­tung des Bür­ger­ent­scheids über das Gefäng­nis auf dem Esch kamen sol­che Info­sei­ten zum Ein­satz. Eine Kom­men­tar­funk­ti­on wird es auf der Flücht­lings-Web­site bis auf wei­te­res nicht geben.

Die Inter­net-Prä­senz bün­delt unter der Rubrik „Aktu­el­les“ Infor­ma­tio­nen der Pres­se, aus den sozia­len Netz­wer­ken und der Bünd­nis­part­ner zum The­ma Flücht­lings­hil­fe, so die Stadt­ver­wal­tung. Sie beinhal­te zudem einen Abschnitt „Wir über uns“, wo sich das Bünd­nis mit sei­nen sechs Arbeits­krei­sen vor­stellt und die Bünd­nis­part­ner auf­ge­lis­tet sind. In einer wei­te­ren Rubrik sind all­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen zum The­ma Asyl, aber auch Leit­fä­den für ehren­amt­lich Enga­gier­te im Bereich der Flücht­lings­hil­fe und der Inte­gra­ti­ons­ar­beit zu fin­den.

Die Arti­kel sind, obwohl das tech­nisch leicht umsetz­bar wäre, nicht von den Nut­zern kom­men­tier­bar. Das ist dem sen­si­blen The­ma geschul­det – denn es wird dann eine Füll­le von Kom­men­ta­ren erwar­tet. Auf Nach­fra­ge erklärt Tobi­as Her­mann, Spre­cher der Stadt­ver­wal­tung: „Um eine Dis­kus­si­ons­funk­ti­on auf der Web­site zu mode­rie­ren, haben wir der­zeit lei­der per­so­nell ein­fach kei­ne Kapa­zi­tä­ten frei. Wer Fra­gen und Anre­gun­gen hat, kann sich aber ger­ne über das Kon­takt­for­mu­lar an uns wen­den.”

Die Sei­ten sol­len eine Anlauf­stel­le für alle sein, die auf ver­schie­dens­te Art und Wei­se hel­fen wol­len: Die Stadt Rott­weil hat Spen­den­kon­ten bei der Volks­bank und bei der Kreis­spar­kas­se ein­ge­rich­tet. Wer mit Sach­spen­den hel­fen möch­te, fin­det Adres­sen von Ein­rich­tun­gen im Rott­wei­ler Stadt­ge­biet, die Gegen­stän­de ent­ge­gen­neh­men und an die Bedürf­ti­gen wei­ter­lei­ten. Wer eine Wohn­un­ter­kunft für Asyl­su­chen­de zur Ver­fü­gung stel­len möch­te, kann sich direkt an den Land­kreis Rott­weil wen­den und über eine Ein­ga­be­mas­ke bequem die Eck­da­ten per Inter­net durch­ge­ben. Die Mit­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes mel­den sich dann direkt bei dem  mög­li­chen Ver­mie­ter.

Für alle, die sich für eine ehren­amt­li­che Mit­ar­beit inter­es­sie­ren, ist ein Kon­takt­for­mu­lar zur städ­ti­schen Mit­mach-Initia­ti­ve-Rott­weil (MIR) gedacht. Die MIR ver­mit­telt ehren­amt­lich Enga­gier­te an die Ein­rich­tun­gen, die sich im Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on zusam­men­ge­schlos­sen haben.

Die Web­site wird vom städ­ti­schen Pres­se­spre­cher betrie­ben und wur­de in enger Zusam­men­ar­beit mit der Rott­wei­ler Agen­tur Spre­ad­mind ent­wi­ckelt, die auch für Design und Umset­zung ver­ant­wort­lich zeich­net.

INFO: Im loka­len Bünd­nis für Flücht­lings­hil­fe und Inte­gra­ti­on arbei­ten Stadt, Land­kreis, Kir­chen, der Freun­des­kreis Asyl sowie zahl­rei­che Ver­ei­ne und ehren­amt­li­che Initia­ti­ven zusam­men. Die neue Web­sei­te des Rott­wei­ler Bünd­nis­ses ist unter www.integration-rottweil.de ab sofort online.