Zurück im Zimmertheater: der Kabarettpreis Goldener Rottweiler 2015

Die Sieger beim Kabarettpreis
Die Sieger beim Kabarettpreis "Der Goldene Rottweiler": Robert Alan (links, Publikumspreis, 1000 Euro) und Christoph Tiemann (Jurypreis, 1500 Euro). Fotos: Elke Reichenbach

Län­ger als im Vor­jahr, mit tech­ni­schen Pan­nen und trotz­dem sehr kurz­wei­lig: Zum 13. Mal wur­de ges­tern Abend der Kaba­rett­preis Gol­de­ner Rott­wei­ler ver­ge­ben. Aus­tra­gungs­ort: das bewähr­te Zim­mer­thea­ter, voll­ge­stopft bis unters Dach. Das wirkt weit­aus bes­ser als der halb­lee­re Fest­saal der Gym­na­si­en im Vor­jahr, auch wenn zur Preis­ver­kün­dung das Publi­kum groß­teils schon gegan­gen ist. Ver­dien­ter Publi­kums­sie­ger: der Stu­dent Robert Alan. Preis­trä­ger der Jury: Polit­ka­ba­ret­tist Chris­toph Tie­mann.

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Erst­mals mode­riert der Vor­jah­res­sie­ger einen Kaba­rett­preis: Rene Sydow macht das mit vie­len klei­nen Mode­ra­ti­ons­kärt­chen, zieht sogar das Fern­seh­pro­gramm zu Rate, lässt aber sei­nen Kol­le­gen den nöti­gen Raum. Und die kom­men von über­all her: Oli­vi­er San­rey aus Bel­gi­en mit lie­be­vol­lem Blick auf Deut­sche, Bel­gi­er und deren Freund­schaf­ten; Niko For­m­anek aus Wien mit Abgrün­di­gem aus der eige­nen Fami­lie (das konn­te Lars Reichow im Vor­jahr indes weit­aus bes­ser); die drei Voll­blut­mu­si­ker der „Saug­lockn-Musik“ Ritsch Ermei­er, Peter Röckl und Wal­ter Zinkl aus Bay­ern als ein­zi­ge Band, auch hier gab es über die Jah­re schon Tref­fen­de­res; Hol­ger Edmai­er und Mat­thi­as Kel­ler als Solo­künst­ler mach­ten die Sie­ben voll.

Jeder der Anwär­ter auf den dies­jäh­ri­gen Gol­de­nen Rott­wei­ler hat­te 15 Minu­ten, um die Her­zen von Jury und Publi­kum für sich zu erwär­men – ob mit Glo­sen, Faxen, Pia­no oder Loop­sta­ti­on. Bei­de Sie­ger waren am Schluss schnell gefun­den – bei­de spie­len am heu­ti­gen Abend je ein ein­stün­di­ges Pro­gramm ab 20 Uhr im Zim­mer­thea­ter.