Madenwald: Sobald die Gärtnerei Längle ausgezogen ist, soll hier ein Gewerbegebiet für kleinere Betriebe entstehen. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG  (him)  – Recht­li­chen Bei­stand hat sich die Stadt­ver­wal­tung für zwei Bebau­ungs­plä­ne geholt. Beim Bebau­ungs­plan zur Erwei­te­rung und Ände­rung Ober­reu­te und beim ent­spre­chen­den Plan für den Maden­wald hat der Frei­bur­ger Fach­an­walt Rein­hard Spar­was­ser einen kri­ti­schen Blick auf die Vor­schlä­ge der Pla­ner gewor­fen. Pla­ner Tho­mas Grö­zin­ger vom Pla­nungs­bü­ro Gfrö­rer hat­te die Ver­än­de­run­gen und Ein­wän­de dem Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik vor­ge­stellt.

An der Ober­reu­te möch­te eine Fir­ma erwei­tern. Außer­dem soll der Kin­der­gar­ten bau­recht­lich gesi­chert wer­den.  Damit der Betrieb sich aus­deh­nen kann, muss der angren­zen­de Wald zurück­ge­nom­men wer­den. Wie das ver­trag­lich gere­gelt wird sei Sache zwi­schen dem Bau­herrn und dem Wald­be­sit­zer, erläu­ter­te Spar­was­ser. „Das geht nur mit Zustim­mung des Wald­be­sit­zers.“

In den Plan­un­ter­la­gen hat Spar­was­ser erheb­li­che Ände­run­gen vor­ge­nom­men. Wie das mit den Öko­punk­ten sei, woll­te Josef Gün­ther (SPD-Bunt­specht) erfah­ren. Er wünsch­te sich, dass auf städ­ti­schem Grund aus­gleichs­maß­nah­men erfol­gen sol­len. Stadt­pla­ner Micha­el Kam­mer­gru­ber kün­dig­te an, in der nächs­ten Sit­zungs­run­de ent­spre­chen­de Vor­schlä­ge zu machen.

Beim Plan für das Gebiet Maden­wald sprach Spar­was­ser davon, der Plan sei „mit hei­ßer Nadel gestrickt.“ Die Stadt möch­te auf dem Gelän­de einer ehe­ma­li­gen Gärt­ne­rei  Gewer­be­grund­stü­cke für klei­ne­re Betrie­be aus­wei­sen. Nach der ers­ten Offen­la­ge hat­ten die Pla­ner eini­ge Ver­än­de­run­gen vor­ge­nom­men, die Anwoh­ner gewünscht hat­ten. Spar­was­ser hat­te wenig Zeit, um den Plan gründ­lich zu prü­fen, wie er auf Nach­fra­ge aus dem Rat berich­te­te.

Er sieht Pro­ble­me bei der Nähe von (bestehen­den) Wohn­häu­sern zum geplan­ten Gewer­be­ge­biet. Er habe Vor­schlä­ge gemacht, wie der Plan kla­rer und ver­ständ­li­cher for­mu­liert wer­den kann. Den­noch sei er nicht sicher, ob der Plan so durch­geht und  mög­li­cher­wei­se eine zwei­te Offen­la­ge nötig wer­den könn­te.

Schließ­lich emp­fahl der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik ein­stim­mig dem Gemein­de­rat die bei­den Bebau­ungs­plä­ne zu bil­li­gen und dann offen zu legen.

Stadionausbau abgerechnet

Mit Wohl­wol­len nahm der Aus­schuss die Abrech­nung für den Sta­di­on­neu­bau auf dem Sul­gen zur Kennt­nis. Mit nur sechs Mona­ten Bau­zeit sei man schnel­ler als geplant gewe­sen, so Tief­bau­amts­lei­ter Klaus Dezem­ber. „Wir waren  mit der Maß­nah­me, dem Bau­ab­lauf und der Qua­li­tät sehr zufrie­den.“

Beson­ders erfreu­lich, das Gan­ze kommt mit 1,38 Mil­lio­nen Euro etwa 126 000 Euro bil­li­ger als geplant. Und das obwohl die Bau­ar­bei­ter den Unter­grund zusätz­lich ver­dich­ten muss­ten. Dezem­bers Fazit: „Das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen.“ Stadt­rat Uli Bauknecht (CDU) bestä­tig­te: „Als direk­ter Nach­bar habe ich das beob­ach­tet und sel­ten eine Bau­stel­le gese­hen, die so gut gelau­fen ist.“

Ohne Dis­kus­si­on abge­hakt hat der Aus­schuss einen Feh­ler im Wirt­schafts­plan der Stadt­wer­ke. Weil die Pla­ner für den Bau eines Abwas­ser­ka­nals ver­se­hent­lich 370.000 statt der eigent­lich erfor­der­li­chen 532.000 Euro ein­ge­stellt hat­ten, muss­te der Aus­schuss 147.000 Euro über­plan­mä­ßig ein­stel­len. Das sei „ein Feh­ler pas­siert“, bedau­er­te Dezem­ber, „wir müs­sen nach­for­dern.“