Gutachter, Harald Bohner, Alexandra Beier (Ortsbauamt), Bürgermeister Ralf Ulbrich und Irina Stotz sowie Hannes Munk von der STEG. Foto: Moni Marcel

DEISSLINGEN (mm) – Zwei Mil­lio­nen Euro ste­cken Bund, Land und Gemein­de in die neue Orts­mit­te. Und davon kön­nen die Anlie­ger pro­fi­tie­ren. Wie genau, das erklär­ten die Pro­fis von der Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft (STEG) am Don­ners­tag­abend.

Wer näm­lich im Gebiet rund um das Jer­ger­are­al ein Haus besitzt und das jetzt sanie­ren will, kriegt dafür bis zu 25 Pro­zent der  Kos­ten ersetzt. Ist das Gebäu­de denk­mal­ge­schützt, gibts bis zu 40 Pro­zent. Natür­lich unter Bedin­gun­gen: Die  Sanie­rung muss mit der Gemein­de abge­spro­chen wer­den, und geför­dert wer­den ener­ge­ti­sche Ver­bes­se­run­gen wie Iso­lie­rung, Sani­tär­an­la­gen wie ein bar­rie­re­frei­es Bad, umwelt­freund­li­che Heiz­sys­te­me oder die  „Besei­ti­gung bau­li­cher Män­gel“.

Aller­dings sind die Zuschüs­se gede­ckelt bei maxi­mal 25.000 bezie­hungs­wei­se 40.000 Euro. För­der­gel­der gibt es außer­dem, wenn jemand ein altes Gebäu­de abrei­ßen lässt, und hier bis zu 100 Pro­zent, maxi­mal 20.000 Euro. Für einen Neu­bau gibt’s dann aber nix,  stell­te Iri­na Stotz von der STEG klar.

Die Sache ist aller­dings mit aller­hand Papier­kram ver­bun­den, unter ande­rem muss die geplan­te Sanie­rung ins Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den und mit der Gemein­de ein Ver­trag abge­schlos­sen wer­den, außer­dem wird ein Vor­her-Nach­her-Gut­ach­ten erstellt. Aus dem wird dann errech­net, ob sich durch die Gebiets­sa­nie­rung der Wert des Grund­stücks erhöht hat, dann kann es sein, dass die Besit­zer die Dif­fe­renz selbst zah­len müs­sen.

Bür­ger­meis­ter Ulb­rich ver­sprach, hier alle Hebel anzu­set­zen, um das so nied­rig wie mög­lich aus­fal­len zu las­sen. Und: „Wenn wir nur einen Baum vor Ihren Grund­stück pflan­zen und ein Bänk­le hin­stel­len, erhöht das den Wert natür­lich nicht!“ Aber eine ver­bes­ser­te Infra­struk­tur kön­ne das durch­aus bewir­ken. Jeden­falls wol­len Gemein­de und STEG den Bür­gern in jeder Hin­sicht unter die Arme grei­fen, denn schließ­lich soll die Sanie­rung am Ende allen nüt­zen und Deiß­lin­gen eine attrak­ti­ve Orts­mit­te bekom­men.