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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Fal­scher Poli­zei­be­am­ter bringt Ehe­paar in Wel­len­din­gen um Erspar­tes

Falscher Polizeibeamter bringt Ehepaar in Wellendingen um Erspartes

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Eigent­lich hät­te klar wer­den kön­nen, dass hier kei­ne ech­ten Poli­zis­ten agie­ren, so ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen in sei­nem Bericht. Und doch ist wie­der ein Ehe­paar auf einen Betrü­ger her­ein­ge­fal­len. Es pas­sier­te dies­mal in Wel­len­din­gen.

Über einen Zeit­raum von meh­re­ren Tagen gelang es bis­lang unbe­kann­ten Betrü­gern dort, einem Rent­ner­ehe­paar einen fünf­stel­li­gen Euro­be­trag abzu­knüp­fen. Das schaff­ten sie laut (ech­ter) Poli­zei, indem sie sich tele­fo­nisch als Poli­zei­be­am­te aus­ga­ben und unter einem Vor­wand ihre Opfer zu zwei Zah­lun­gen bewe­gen konn­ten.

Die Täter gin­gen dabei äußerst dreist vor und ver­ein­bar­ten mit den Geschä­dig­ten unmit­tel­bar vor der zwei­ten Geld­ab­ho­lung sogar einen Ter­min bei der ”rea­len” Poli­zei in Rott­weil zur Rück­ga­be des aus­be­zahl­ten Gel­des. Als das Opfer den Ter­min am Sams­tag schließ­lich wahr­nahm und bei der Poli­zei in Rott­weil erschien, flog die raf­fi­nier­te Betrü­ge­rei auf, so ein Spre­cher des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen.

Er schil­dert den Fall: Die ers­te Geld­ab­ho­lung erfolg­te am Sams­tag, 7. Sep­tem­ber 2019, um 21 Uhr, die zwei­te am Sams­tag, 13. Sep­tem­ber, gegen 21.30 Uhr. Der Täter wird als etwa 35 Jah­re alt, unter­setzt, unge­fähr 170 cm groß, mit brau­nen Haa­ren beschrie­ben. Der Mann sprach Deutsch mit Akzent und hat­te ein süd­län­di­sches Aus­se­hen.

Bei der zwei­ten Abho­lung trug er einen wei­ßen Kapu­zen­pul­li mit einer quer ver­lau­fen­den dunk­len Auf­schrift im Brust­be­reich.

Hin­wei­se zu ver­däch­ti­gen Per­so­nen oder Wahr­neh­mun­gen erbittt die Poli­zei Rott­weil, Tel. 0741/477–0.

Die Poli­zei rät drin­gend, bei der­ar­ti­gen Anru­fen äußerst kri­tisch zu sein. ”Die Masche, dass sich Betrü­ger als Poli­zei­be­am­ter aus­ge­ben, um bei älte­ren Leu­ten Geld zu ergau­nern, ist seit Jah­ren gang und gäbe”, so der Poli­zei­spre­cher. Eines soll­te dem­nach auf kei­nen Fall getan wer­den, näm­lich Geld an frem­de Leu­te aus­zu­zah­len. ”Kein Poli­zei­be­am­ter wird jemals Bar­geld abho­len. In sol­chen Fäl­len kann es sich nur um Betrü­ger han­deln.”

 

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