“Juliette” will Nacktbilder – und erpresst dann ihr Opfer

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Ein junger Mann aus St. Georgen ist kürzlich Opfer einer Erpressung auf sexueller Grundlage geworden. Das berichtet die Polizei.

Die Täter forderten ihn auf, 1000 Euro auf ein Konto in der Elfenbeinküste einzuzahlen. Falls er darauf nicht einginge, drohte man ihm, Nacktaufnahmen in sozialen Netzwerken oder Internetplattformen zu veröffentlichen.

Verzweifelt ging der Mann zur Polizei und erstattete Anzeige. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der junge Mann sich von einer Internetbekanntschaft hatte mitreißen lassen. Er hatte zuerst im Netz auf einer “Dating-App” gechattet. Dort lernte er eine “Juliette” kennen, die ihn überredete, den Kontakt über Facebook und später Skype zu vertiefen.

Vor einem realen Treffen wollte die Beschuldigte, dass sich beide vor laufender Kamera ausziehen und sexuelle Handlungen an sich vornehmen. Auf Bitten der unbekannten Frau tauschten sie danach noch Handynummern aus. Prompt bekam der junge Mann Bilder seiner sexuellen Handlungen mit der Drohung, dass die Bilder an seine Facebook-Kontakte weitergeleitet würden, falls er nicht bezahle.

Der junge Mann erstattete am Dienstag Anzeige bei der Polizei. Er befürchtet nun sogar, nicht einmal mit einer “echten” Person, sondern mit einem eingespielten Video gechattet zu haben.

Die Polizei geht davon aus, dass es eine höhere Dunkelziffer bei diesem Delikt gibt und warnt noch einmal ausdrücklich davor, persönliche Daten, geschweige denn Intimitäten ins Netz zu stellen. Die Erpresser seien bandenmäßig untereinander bestens organisiert und kommen zumeist von der Elfenbeinküste, Marokko, Mali und den Philippinen.

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