Wo soll die E-Bike-Tanke hin?

Wo soll die E-Bike-Tanke hin?

Service nicht nur für Rad-Touristen: Die Stadt Rottweil möchte eine Ladestation für E-Bikes aufstellen. Das möchte auch der zuständige Ausschuss. Aber bei der Vorberatung war nicht klar, wohin das Ding soll.

Es ist nicht klein und unscheinbar, sondern es bietet Platz für mehrere Fahrräder. Sinnvoll, weil die Touris ja meist nicht allein kommen, sondern in Gruppen, die dann auch gleichzeitig ihre Akkus laden können (am besten, während die Fahrerinnen und Fahrer gerade mit leckerem Essen in der Innenstadt ihre eigenen Akkus laden). Diese „Chargercubes“ kosten zwar 55.000 Euro, zusätzlich 8000 für den Einbau – aber sie werden zu fast zwei Dritteln bezuschusst (es gibt 41.300 Euro Bundesmittel). Das wollte sich die Mehrheit des Ausschusses nicht entgehen lassen.

Kein Standort für den „Chargercube“: Der Grünstrreifen zwischen Kriegsdamm und Parkplatz.

Der Standort, den sich die Verwaltung ausgesucht hatte, wollte allerdings nur wenigen gefallen: Auf dem Grünstreifen zwischen Kriegsdamm und Parkplatz sollte der Chargercube stehen. Aber da kam Widerspruch: Die Ladestationen sollten noch dort sein, wo sich die Touristen aufhalten. Und das ist eben die Innenstadt. Ein Standort an der Hochbrücktorstraße, der laut Verwaltung ebenfalls geeignet gewesen wäre, schien auch keine Mehrheit zu finden (abgestimmt wurde aber nicht). So wurde nun die Verwaltung beauftragt, zusätzliche Standorte zu prüfen und dem Rat vorzustellen. Denn mehrere Anforderungen sind an diesen Standort zu stellen, darunter ein Zugang zum Stromnetz, aber er soltle auch unverschattet sein, denn es soll so viel Strom wie möglich aus Sonnenenergie gewonnen werden. Der Rat wird sich dann wieder mit dem Thema befassen.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 12. November 2020 von Wolf-Dieter Bojus. Erschienen unter https://www.nrwz.de/premium/wo-soll-die-e-bike-tanke-hin/292016