Einen großen Ermittlungserfolg bei der Bekämpfung des Drogenhandels können die Staatsanwaltschaft Konstanz und das Polizeipräsidium Tuttlingen nach eigenen Angaben verzeichnen. Nach umfangreichen Ermittlungen sei es gelungen, sieben Drogenhändler hinter Gitter zu bringen. Zudem konnte eine beträchtliche Menge Rauschgift und mutmaßliches Dealgeld sichergestellt werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums.

Bereits vor einigen Monaten habe die Fachinspektion der Kriminalpolizei Rottweil demnach im Zuge anderweitiger Ermittlungen den Hinweis auf einen 48-jährigen, im Schwarzwald-Baar-Kreis wohnhaften Mann erhalten, der einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln jeglicher Art betreiben soll.

Die eingeleiteten Nachforschungen der Kriminalpolizei hätten die Verdachtsmomente gegen den Dealer erhärten können, erklären die Ermittlungsbehörden nun. Außerdem kam die Polizei auch weiteren Personen im Dunstkreis des 48-jährigen aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Mannes auf die Schliche, die im großen Stil Handel mit verbotenen Substanzen trieben.

Letztlich konnten durch die Staatsanwaltschaft Konstanz mehrere Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt werden, bei denen Ende vergangenen Jahres umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und der 48-jährige Drahtzieher, sowie weitere sechs tatverdächtige Bandenmitglieder festgenommen werden konnten. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem etwa 20 Kilogramm Haschisch, zehn Kilogramm Marihuana sowie knapp 10.000 Euro beschlagnahmt. Das Geld dürfte aus den illegalen Betäubungsmittelgeschäften stammen, vermuten die Ermittlungsbehörden.

Bei den insgesamt sieben Inhaftierten handelt es sich um zwei Frauen, eine 57-jährige Italienerin und eine 28-jährige Deutsche, sowie um fünf Männer im Alter von 48, 28, 53, 21 und 39 Jahren. Drei davon stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien, der 21-jährige ist deutscher, der 39-jährige italienischer Staatsangehöriger.

Mit den Festnahmen und durch die Beschlagnahme der großen Menge an Betäubungsmitteln konnte die Rauschgiftbande zerschlagen werden. Die Beteiligten müssen sich nun, allen voran der 48-Jährige Chef der Gruppe, wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln verantworten.